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Tribit Stormbox Blast im Test – Viel Bass, Licht und Lautstärke

Letztes Jahr brachte Tribit mit der Stormbox Blast einen neuen Bluetooth-Lautsprecher auf den Markt, der sich über allen bisherigen Modellen des Unternehmens ansiedeln soll. Für einen Startpreis von 200 Euro (aktuell: € 229,99 *) verspricht das Unternehmen Stereosound durch zwei Hoch- und Tiefmitteltöner, die einen partytauglichen Klang bieten sollen. Konkret ist dabei die Rede von 90 W Gesamtleistung und dem für den Hersteller üblichen „XBass“. Darüber hinaus soll der knapp 5,5 kg schwere Lautsprecher durch eine lange Akkulaufzeit von 30h, eine integrierte ARGB-Beleuchtung und eine IPX7-Zertifizierung punkten.

Ob Tribit die selbst gesteckten Ziele einhalten kann, wie gut sich die Stormbox Blast in der Praxis schlägt und ob wir sie empfehlen würde, klären wir im folgenden Test. Die Bewertung erfolgt dabei auf Grundlage des Preises zum Testzeitpunkt (170 Euro).

Technische Details (Herstellerangaben)

Treiber 2x 4,2″ Treble (15W) + 2x 4,2″ Subwoofer (30W) = 90 W gesamt
Frequenzbereich 50 – 20.000 Hz
Abmessungen 405 x 226 x 163 mm (BxHxT)
Gewicht 5450 g
Anbindung Bluetooth 5.3 (A2DP, AVRCP), 3,5mm Klinke, USB-C Out, Euro-Doppelbuchse
Akkulaufzeit 19.800 mAh, 30 h
Schutzart IPX7 (Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen)
Beleuchtung 32 ARGB-LEDs
Preis € 229,99 *

Lieferumfang der Tribit Stormbox Blast

  • Kaum weiteres Zubehör
  • Das Wichtigste ist dabei

Der Bluetooth-Lautsprecher wird in einem großen, weiß-orange gehaltenen Pappkarton geliefert. In diesem befindet sich der Lautsprecher selbst, der durch zwei Formschalen aus Karton von Erschütterungen geschützt wird. Zusätzlich ist in der Verpackung eine weitere, kleinere Schachtel untergebracht, die das sonstige Zubehör enthält. Konkret handelt es sich dabei im Fall um eine Bedienungsanleitung und das 1,5 m lange Ladekabel. Die Tribit Stormbox Blast wird dabei nicht über USB mit Strom versorgt, sondern über ein Netzkabel. Zum Laden wird damit auch kein USB-Netzteil benötigt, sondern eine gewöhnliche Steckdose.

Aufbau, Design & Verarbeitung

  • Viel Kunststoff
  • Stabile Konstruktion
  • Klare Vorzugsrichtung

Bereits auf den ersten Blick wird klar, dass Tribit bei der Stormbox Blast hauptsächlich auf mattschwarzen Kunststoff setzt. Das Gehäuse besteht aus mehreren Einzelelementen, die mit gleichmäßigen Spaltmaßen miteinander verbunden sind. Sauber eingefasst sind zudem die Metallgitter an der Vorder- und Rückseite sowie das mit Gummi bedeckten Bedienpanel und der Anschlussbereich. Insgesamt machen die Lautsprecher dabei einen sehr stabilen Eindruck: Das Gehäuse gibt weder auf Druck nach, noch knarzt es. Zudem hat uns auch die Materialqualität gefallen: Der Kunststoff liegt angenehm in der Hand.

Unter dem Frontgitter befinden sich die Chassis. Die beiden beleuchteten Subwoofer sind zentral untergebracht, hohe Töne kommen hingegen aus den oberen Ecken. Seitlich an der Vorderseite befinden sich außerdem zwei beleuchtete Elemente mit den übrigen jeweils 15 ARGB-LEDs.

Die Bedienung der Stormbox Blast erfolgt über das Panel an der Oberseite. Dieses besteht aus insgesamt sieben Tasten unter einer Gummierung, wobei die äußeren vier über mit LEDs Informationen vermitteln können. Gut gefallen hat uns dabei der angenehme Druckpunkt, der knackiger als bei vielen Konkurrenzmodellen ist.

Noch weiter oben ist der stabile Tragegriff untergebracht, mit dem man die Stormbox Blast trotz ihres hohen Gewichts bequem herumtragen kann. Für Grip sorgen dabei Vertiefungen im Griffbereich. Für die Pflege ist das nützlich, denn die hier verwendeten Kunststoffoberfläche dürfte weniger anfällig für Verschmutzungen und Alterungserscheinungen als eine Gummierung sein.

Die übrigen Seiten der Lautsprecher fallen etwas unspektakulärer aus. Links und rechts sind zwei große Passivmembranen untergebracht, unten gibt es gummierte Standfüße und hinten ein zweites Metallgitter. Darunter befinden sich aber keine weiteren Lautsprecher, sondern eine Kunststoffoberfläche. Dafür sind an dieser Seite, unter einer dicken Gummilasche, die Anschlüsse untergebracht. Über eine Euro-Doppelbuchse können die Lautsprecher geladen werden, über den Klinkenanschluss ist eine analoge Wiedergabe möglich. Der USB-C-Port ist hingegen zum Laden anderer Geräte gedacht. Die Lautsprecher selbst können so leider nicht mit Energie versorgt werden.

Bedienung und Beleuchtung

  • Simple Nutzung
  • Wiedergabe mit zwei Geräten

Die Bedienung von Tribits Stormbox Blast ist sehr simpel. Mit einem kurzen Drücken der Power-Taste lassen sich die Lautsprecher einschalten, und über die Bluetooth-Taste können anschließend Verbindungen eingerichtet werden. Über diesen Weg kann eine Wiedergabe über maximal zwei gleichzeitig verbundene Geräte erfolgen. Diese wird dabei ausschließend gehandhabt: Gleichzeitig kann immer nur eine Bluetooth-Verbindung ihre Audiospur wiedergeben. Sendet das aktive Gerät hingegen keinen Klang, so kann das zweite Abspielgerät übernehmen.

Das jeweils aktive Gerät kann über die drei zentral untergebrachten Steuertasten bedient werden. So lässt sich die Lautstärke anpassen und ein Lied stoppen. Durch mehrfaches Drücken der Stopp-Taste kann man zudem zum nächsten oder letzten Song springen – all das funktioniert in der Praxis tadellos.

Dasselbe gilt auch für die beiden weiteren Tasten an den Lautsprechern, mit denen die Beleuchtung und die XBass-Funktion eingeschaltet werden können. Der XBass (de-)aktiviert dabei einen vordefinierten EQ. Die Beleuchtungs-Taste wechselt hingegen zwischen zwei Modi und der deaktivierten Beleuchtung.

Bei den Beleuchtungsmodi handelt es sich in beiden Fällen um eine Lautstärkenvisualisierung: Die Seitenstreifen wechseln bei lauteren Sektionen ihre Farbe. Dabei wird entweder ein Regenbogen angezeigt, oder es gibt immer eine durchwechselnde Farbe auf weißem Hintergrund. Die beiden LEDs an den Tiefmitteltönern fallen zudem durch ihre Helligkeit auf, die passend zur Lautstärke angepasst wird. Das wirkt mangels digitalem Tiefpass zwar etwas hektisch, sieht in unseren Augen aber sehr gut aus. Etwas verspielt wirken hingegen die seitlichen LEDs. Immerhin: Ändert man die Lautstärke der Lautsprecher, so zeigen sie das aktuelle Lautheitslevel an. Sie haben damit also auch einen praktischen Nutzen.

Akkulaufzeit & Reichweite

  • Lange Akkulaufzeit
  • Hohe Reichweite

Einen negativen Einfluss haben die LEDs allerdings auf den Stromverbrauch – das ist auch bei anderen Bluetooth-Lautsprechern nicht anders. In Zimmerlautstärke und aktiver Beleuchtung hielt die Stormbox Blast in unserem Test rund 15 Stunden dauerhafter Wiedergabe durch. Ohne Beleuchtung sprang dieser Wert hingegen auf stolze 39 Stunden. Mit einer höheren Lautstärke dürfte dieser Wert zwar wieder etwas niedriger liegen, für jede haushaltsübliche Party dürften die Lautsprecher damit aber bestens gerüstet sein.

Lobenswertes können wir zudem auch über die Reichweite der Bluetooth-Verbindung berichten: Im freien Feld gaben die Lautsprecher selbst bei 50 Meter Entfernung noch ohne Unterbrechungen ihren Klang wieder. Im Innenraum ist ein solcher Wert zwar natürlich nicht erreichbar, doch auch hier war eine Wiedergabe im Nachbarraum problemfrei möglich. Im Betrieb muss man auf die Reichweite der Tribit Stormbox Blast also nicht wirklich Rücksicht nehmen.

Steuerung per App

  • Einfache Installation ohne Registrierungszwang
  • Weitere Anpassungsmöglichkeiten
  • Kein Beleuchtungs-Editor

Weitere Konfigurationsmöglichkeiten verspricht Tribit durch die hauseigene App, die einfach auf dem Smartphone installiert werden kann. Diese verfügt über ein modernes und schnell verständliches UI. Beim ersten Start wird einem dabei zwar eine Registrierung angeboten, diese ist für die Nutzung aber nicht notwendig.  Über das Kreuz oben rechts kann man diese schnell umgehen und man wird fortan auch nicht mehr danach gefragt.

Ist dieser Schritt erledigt, kann man mit der Software einfach nach einer verbundenen Tribit-Box suchen und diese verknüpfen. Dadurch erhält man einige weitere Einstellungsmöglichkeiten. Man kann dann beispielsweise die Standby-Zeit von standardmäßig 15 Minuten anpassen oder ganz deaktivieren, das Gerät benennen und Firmware-Updates aufspielen. Außerdem lassen sich zusätzliche EQs auswählen oder gar selbst erstellen. Dadurch lässt sich das Klangbild der Lautsprecher weiter anpassen, was uns im Test gut gefallen hat.

Eine Verbesserungsmöglichkeit sehen wir hingegen bei der Beleuchtung. Auch diese lässt sich zwar über die App anpassen, doch kann man nur aus den beiden vordefinierten Modi wählen. Hier hätten wir gerne weitere Möglichkeiten gesehen, etwa eine Helligkeits-Einstellung. Weitere Anpassungsmöglichkeiten bei den Modi oder gar einen Editor für Lichteffekte, wie man ihn von manchen Tastaturherstellern kennt, wären ein zusätzlicher Bonus gewesen.

Klangqualität der Tribit Stormbox Blast

  • Guter Klang mit viel Bass
  • Anpassung über die App
  • XBass macht ordentlich Laune

Das Wichtigste zum Schluss: Die Klangqualität. Unterstellt man, dass die Tribit Stormbox Blast insbesondere als Party-Lautsprecher genutzt werden soll, so dürfte hier insbesondere der Bass wichtig sein. Dieser wird ab etwa 45 Hertz deutlich hörbar und bietet, wenn ein Lied diesen Frequenzbereich trifft, ein sehr sattes Klangbild. Deutlich wird das insbesondere in Kombination mit dem XBass-EQ, der die unteren Frequenzen deutlich anhebt. Das ist zwar weit entfernt von neutral, aber dafür umso spaßiger.

Sofern man sich in der Abstrahlrichtung der Hochtöner befindet, kann die Stormbox Blast außerdem auch ordentliche Höhen bieten. Lieder, die vom Bassfundament der Lautsprecher keinen Gebrauch machen, verlieren aber doch an Spaßfaktor: Die Mitten und Höhen sind anständig umgesetzt, aber man schaltet dann doch lieber zum nächsten Song und lässt sich wieder einen anständigen Bass um die Ohren hauen. Dieser macht die Lautsprecher schließlich richtig partytauglich. Dasselbe gilt zudem für die Lautstärke: Die Stormbox Blast kann problemlos so laut betrieben werden, dass eher die eigenen Ohren als die Möglichkeiten der Lautsprecher zum Problem werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Stormbox Blast unabhängig der Wiedergabequelle ein zwar nicht unbedingt neutrales, aber dafür ein sehr gefälliges Klangbild bieten. Für Partys im Freien wie in geschlossenen Räumens sind die Lautsprecher damit bestens geeignet. Zudem lassen sie sich auch gut für den privaten Gebrauch einsetzen – beispielsweise, um sich Filme anzuschauen.

Fazit

Für rund 200 Euro (aktuell: € 229,99 *[/atkp_product), Testzeitpunkt: 170 Euro] wagt sich Tribit mit der Stormbox Blast in einen neuen Preisbereich. Dieses Vorhaben ist dem Unternehmen geglückt: Die Bluetooth-Lautsprecher konnten uns im Test in vielen Punkten überzeugen.

Gut gelungen finden wir beispielsweise die robuste Verarbeitung, die simple Bedienung und Nebenschauplätze wie die Reichweite und Akkulaufzeit. Auch beim Klang schlägt sich die Stormbox Blast gut. Mit aktiviertem XBass bietet sie zwar keine neutrale, aber definitiv eine partytaugliche Klangabstimmung – und auch für den üblichen Hausgebrauch lassen sich die Lautsprecher gut verwenden.

Ganz perfekt ist aber natürlich auch dieses Produkt nicht: Insbesondere bei der Beleuchtung hätten wir uns noch mehr Einstellungsmöglichkeiten gewünscht. Zudem kann der USB-C-Ladeport zwar für andere Geräte nützlich sein, doch wir hätten gerne die Option gehabt, die Stormbox Blast auch so aufzuladen.

Ob diese Punkte für einen selbst nennenswert ins Gewicht fallen, hängt wohl den individuellen Anforderungen ab. Abseits dieser Kleinigkeiten können wir der Stormbox Blast aber in jedem Fall eine Empfehlung aussprechen. Sie ist zwar nicht ganz perfekt, aber für den aufgerufenen Preis sehr gut.

Tribit Stormbox Blast: Gold Award

Tribit Stormbox Blast

Verarbeitung
Ausstattung
Klang
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Bluetooth-Lautsprecher mit gutem Klang, langer Akkulaufzeit und kaum anpassbarer Beleuchtung.

Valentin

Durchgeknallter Vollzeitnerd

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