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Vitesy Natede Smart im Test: Was kann der stylische Raumluftfilter? [Anzeige]

Wer in den kalten Jahreszeiten regelmäßig mit Erkältungen zu kämpfen hat, schiebt dies gerne auf das schlechte Wetter. Doch wusstest du, dass die niedrigen Außentemperaturen nur eine sekundäre Rolle bei laufender Nase und kratzendem Hals spielen? Schnupfen und Husten kannst du nämlich nicht nur mit einer vitaminreichen Ernährung und Sport, sondern auch einem passenden Raumklima vorbeugen. Schließlich sind es oftmals zu trockene Schleimhäute, die gefundenes Fressen für Erkältungsviren und Bakterien darstellen.

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Nicht zuletzt aus diesem Grund sind Luftfilter für die eigenen vier Wände in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Wir wollen uns heute ein ganz besonderes Exemplar zu Gemüte führen. Beim Vitesy Natede Smart soll es sich nämlich nicht nur um einen Garanten für ein gutes Raumklima handeln. Obendrein soll das erfolgreiche Kickstarter-Projekt mit einem tollen Design und einer praktischen Smartphone-Steuerung punkten können. Was der Natede Smart in der Praxis zu bieten hat, beleuchten wir in unserem ausführlichen Test.

Kampfansage gegen schlechte Luft in Innenräumen

Führt man sich einmal vor Augen, wie schädlich die Luft in Innenräumen sein kann, verwundert der Trend von Luftfiltern nicht wirklich. Schließlich lauern in den eigenen vier Wänden viele Schadstoffe. Benzol, Xylol, Ammoniak, Formaldehyd, Kohlenmonoxid, Stickstoffdioxid…die Liste könnte man noch ewig weiter führen. Klingt nicht allzu gesund, oder? Wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass man im Schnitt jeden Tag zwischen 17.000 und 23.000 Atemzüge in der eigenen Wohnung tätigt, wird die Bedeutsamkeit einer Luftreinigung schnell klar.

Der Natede Smart ist für einen Luftreiniger erfreulich kompakt. (Bild: Natede)

Doch wie finden die Giftstoffe überhaupt ihren Weg ins eigene Heim? Natürlich erweisen sich Faktoren wie beispielsweise Zigarettenrauch, Reinigungssprays und Reinigungsmittel als nicht wirklich förderlich fürs das heimische Raumklima. Doch auch Viren können sich bei unzureichender Reinigung als Risiko darstellen. Ein passender Luftreiniger ist die Lösung des Problems und sorgt auch ohne regelmäßiges Lüften für saubere Luft in der eigenen Wohnung.

Natede geht einen anderen Weg

Um gegen diese Luftverschmutzung vorzugehen, ist ein guter Luftreiniger die beste Lösung. Schließlich kann er hervorragend Schad- und Reizstoffe beseitigen. Doch wie schaffen Raumluftfilter es, ohne Lüften das Raumklima zu verbessern?

Ein Großteil der Geräte setzt auf spezielle Filter. Diese filtern aus der Luft heraus, was ansonsten in unseren Lungen landen würde. Was in der Theorie sehr gut klingt, erweist sich in der Praxis als teures und nicht wirklich nachhaltiges Vergnügen.

Schließlich müssen diese Filter regelmäßig ausgetauscht werden, damit der Luftfilter auch effektiv arbeitet. Umso gespannter war ich auf den Vitesy Natede Smart. Denn das Kickstarter-Projekt geht einen anderen Weg. So setzt der Luftfilter in der Optik eines modernen Blumengefäßes auf das Prinzip der sogenannten photokatalytischen Filtration, bei der man den Filter wiederverwenden kann.

Auf dessen Funktionsweise gehen wir später noch ein. Mit dieser innovativen Idee punktete Natede auch bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. So konnte das junge Start-Up trotz eines Ziels von gerade einmal 58.940 US-Dollar knapp 700.000 US-Dollar generieren.

Spezielle Sensorik

Der Beiname „Smart“ kommt bei dem schicken Luftfilter nicht von ungefähr. So verfügt das Gerät über fortschrittliche Sensoren, welche die Zusammensetzung deiner Raumluft messen können. Dabei werden insbesondere Daten über Temperatur, Luftfeuchtigkeit, VOCs, PM2,5 (Partikel), CO und CO2 gemessen. Die erhobenen Daten werden dann zur Grundlage für die Arbeit des Natede Smart. Hieraus resultiert ein entscheidender Vorteil. Schließlich wird damit vermieden, dass der Luftfilter immer auch Hochtouren läuft. Das spart nicht nur Strom, sondern verlängert auch die Produktlebensdauer. Dabei stehen dem Natede Smart vier unterschiedliche Modi zur Verfügung. Zum einen gibt es den Auto-Modus. Hier beginnt der Raumluftfilter automatisch zu arbeiten, wenn seine Sensoren eine schlechte Luftqualität feststellen.

Des weiteren gibt es den Leistungsmodus. Diesen kannst du nutzen, wenn du zum Beispiel gerade kochst oder die Wohnung mit Reinigern putzt. Um die dabei entstehenden Dämpfe zu filtern, arbeitet der Vitesy Natede Smart in diesem Modus auf Hochtouren. Weiterhin bietet der schicke Luftfilter einen speziellen Nachtmodus. Hier werden gute Voraussetzungen für eine ruhige Nacht geschaffen. So arbeitet der Lüfter ruhiger und dimmt außerdem das Licht. Zu guter Letzt gibt es den benutzerdefinierten Modus, wo du deine bevorzugten Einstellungen festlegen kannst. Im Rahmen unseres Tests haben wir uns auf die Sensoren des Natede Smart verlassen und ihn vorwiegend im Auto-Modus belassen. Bei einem Probelauf in der Küche stellte ich fest, dass der Luftfilter tatsächlich von allein seine Leistung erhöhte als ich zu kochen begann.

NASA-Studie als Vorbild

Natede denkt den Vorgang der heimischen Luftreinigung gänzlich neu. Dabei greift das Unternehmen auf eine Technologie zurück, die bereits in den 80ern von der NASA entwickelt wurde. Ziel der US-Amerikanischen Weltraum-Behörde war damals die Findung einer Möglichkeit, auf kleinsten Raum ohne Lüftungsmöglichkeiten, für eine Reinigung der Luft zu sorgen. Dabei haben die damaligen Forscher die natürliche Kraft der Pflanzen als Vorbild genommen. Die Ergebnisse, die im Rahmen der damaligen „Clean Air Study“ erarbeitet wurden, nutzt nun Vitesy Natede. Darauf aufbauend haben die Entwickler des Luftreinigers im biophilen Design drei weitere Jahre Forschung investiert. Am Ende stand der Natede Smart.

Es ist gerade die Fähigkeit der Pflanzen, Schadstoffe als Nahrung verwenden zu können, die hier zum Einsatz kommt. In der Natur kann man eben diese Fähigkeiten sehr gut beobachten. So sorgen selbst herkömmliche Grünpflanzen dafür, dass Verunreinigungen im Boden, dem Wasser aber eben auch der Luft abgebaut werden. Warum soll man also nicht einfach viele Grünpflanzen in den eigenen vier Wänden verteilen? In der Theorie würde auch dies für eine gewisse Luftreinigung sorgen. Allerdings sorgt der Natede Smart dank seines ganz speziellen Designs dafür, dass die Filtereigenschaft der Pflanze verstärkt wird. Während ganz normale Blumentöpfe nämlich nicht einmal ermöglichen, dass die Wurzeln einer Pflanze ausreichend Kontakt zur Luft bekommen, verstärkt der Natede Smart die Belüftung.

Natürliche Luftreinigung

Wenn man einmal über den Luftstrom des Natede Smart nachdenkt, muss man sich schnell geschlagen geben. Wie zum Teufel schafft es die Raumluft der eigenen vier Wände, in die Wurzeln der Pflanze zu gelangen? Normalerweise finden Grünpflanzen mit ausreichend Erde um das Wurzelwerk Platz in einem Blumentopf. Wirklich förderlich ist das nicht für die Raumluft. Dabei wird nämlich verhindert, dass die gereinigte Luft aus den Wurzeln austreten kann. Der Natede Smart denkt dieses Prinzip gänzlich neu.

Als innovativer Raumluftfilter nutzt er seinen speziellen Ventilator, der dafür sorgt, dass die Raumluft durch die Pflanzenblätter zu den Wurzeln geleitet wird. Dort findet eine natürliche Filterung statt. Ist die schmutzige Raumluft erstmal bei den Wurzeln angekommen, erledigen diese den Rest. Wenn die Wurzel ihren natürlichen Filter-Prozess abgeschlossen hat, sorgt der integrierte Ventilator dafür, dass die saubere Luft wieder abgegeben wird. Genial oder?!

Zusätzliche Lichtreinigung

Neben der Luftreinigung durch Pflanzenkraft setzt der Natede Smart auch auf eine besondere Reinigung durch Licht. Der Prozess der sogenannten Photokatalyse soll gezielt Licht nutzen, um die Luft zu reinigen. Hierbei kommt, anders als bei der Luftreinigung durch die Pflanze, ein spezieller photokatalytischer Filter zum Einsatz. Dieser sieht aus wie ein runder Schwamm. Dies ist gewissermaßen die Einheit des Vitesy Natede Smart, in der „Feintuning“ betrieben wird. Die Filterkonstruktion absorbiert die verbleibenden Schadstoffe, die im Anschluss an das Filtern durch die Wurzeln noch übrig geblieben sind.

Der photokatalytische Filter sorgt für eine zusätzliche Reinigung der Luft. (Bild: Natede)

Anders als bei vielen anderen Raumluftfiltern muss der photokatalytische Filter allerdings nie ausgetauscht werden. Du kannst ihn ganz einfach ausbauen und unter dem Wasserhahn abspülen. Anschließend kannst du ihn wieder einsetzen und er funktioniert wie neu. Durch die Zusammenarbeit zwischen den beiden Filter-Technologien verspricht Natede, dass 99 Prozent der Viren und Bakterien herausgefiltert werden sollen. Was ich bestätigen kann, ist, dass sich die Luft bereits nach einigen Stunden weit frischer anfühlte. Auch Gerüche, die sich ansonsten nach dem Kochen in meiner gesamten Wohnung verteilen, wurden deutlich reduziert.

Nicht für große Wohnungen geeignet

Doch wir müssen auch ein wenig meckern. So kann der schicke Luftfilter nicht mit der Effektivität von herkömmlichen Luftreinigern mit Filter mithalten. Dies dürfte allerdings nur Bewohner einer sehr großen Wohnung stören. Es dauert nämlich knapp drei Stunden bis der Natede Smart die Luft eines Raumes mit der Größe von 120 m² komplett gereinigt hat. Bei knapp 390 m² dauert es sogar knapp neun Stunden. Bei meiner knapp 86 m² großen Wohnung tangierte mich dies kaum.

Ich habe den Natede Smart zentral im Flur platziert und hatte das Gefühl, dass sich bereits nach knapp zwei Stunden einiges getan hatte. Wem das zu lange dauert, der sollte nicht auf den natürlichen Filterprozess des Luftfilters im biophilen Design setzen. Ich persönlich finde aber, dass sich der Natede Smart im Gegensatz zu herkömmlichen Luftfiltern viel besser ins Wohngefühl einfügt. Auch nachts ist der florale Filter für mich ganz klar im Vorteil. Schließlich habe ich noch keinen Luftfilter gesehen, bzw. gehört, der so leise arbeitet.

Praktische App-Steuerung

Der Beiname „Smart“ kommt nicht nur aufgrund der ausgeklügelten Filtertechnik zustande. Obendrein kannst du mithilfe der praktischen App von Natede Zugriff auf den Luftfilter erhalten. Die für iOS und Android verfügbare Smartphone-Anwendung gibt dir unter anderem die Möglichkeit, die Luftqualität deiner Wohnung zu überwachen. Hierbei kommt wieder die umfangreiche Sensorik des Vitesy Natede Smart zum Einsatz. Die Verbindung zwischen Raumluftfilter und deinem WLAN lässt sich schnell und problemlos herstellen. Zu Beginn verbindest du dein Smartphone per Bluetooth mit dem smarten Blumentopf. Im Anschluss daran stellt das Gerät automatisch eine Verbindung zum WLAN her.

Das Design der App ist sehr gut gelungen. Beim Öffnen befindest du dich auf einem übersichtlichen Dashboard. Hier solltest du beim ersten Starten eine Interal Air Quality (IAQ) durchführen. Dabei handelt es sich gewissermaßen um eine Bewertung der Luftgesundheit deiner Wohnung. Im Anschluss daran bekommst du eine numerische Bewertung deines Raumklimas. Abseits davon kannst du in der App förmlich beobachten wie sich die Luftqualität in deiner Wohnung bessert. Auch eine detaillierte Aufschlüsselung der Schadstoffe in deiner Raumluft bekommst du hier geboten.

Doch natürlich lässt sich der Luftreiniger mittels App auch bedienen. Insbesondere die Geschwindigkeit des Ventilators lässt sich nach Lust und Laune anpassen. Komfortabler ist es natürlich, wenn du dich für einen der bereits erwähnten Modi entscheidest. Ein hin und her wechseln ist nämlich ebenfalls problemlos möglich. Hier macht sich die Überwachungsfunktion der App durchaus bezahlt. Schließlich kannst du diese als Grundlage für den passenden Modus heranziehen.

Bild: Apple App Store

Das meiner Meinung nach spannendste Feature des Natede Smart ist die Push-Benachrichtigung. Sollten die Schadstoffwerte in deiner Wohnung sehr hoch ausfallen, bekommst du von der App eine entsprechende Warnmeldung. Hier kannst du detaillierte Informationen zur Luftqualität einsehen und gegebenenfalls schnell handeln. Inwiefern das in der Praxis hilft, wollte ich direkt ausprobieren. So stellte ich den Luftfilter in meine Küche und legte ein Steak in die heiße Pfanne. Bereits nach einigen Sekunden sendete mir die App eine Warnung aufs iPhone und wies mich auf die Schadstoffbelastung hin.

Fazit zum Natede Smart

Ich war nie wirklich ein großer Freund von Luftfiltern. Dies liegt an zwei großen Nachteilen, unter denen meines Erachtens nach viele Geräte leiden. Da wäre zum einen das Design. Ich habe noch keinen Raumluftfilter gesehen, der sich in ein gemütliches Wohnambiente einfügen kann. Die zweite Achillesferse vieler Geräte ist die Lautstärke. In beiden Punkten konnte mich der Natede Smart vollends überzeugen. So ist es fast schon zu schade, den hübschen Luftfilter in irgendeiner Ecke zu verstecken. Die Kombination aus Pflanze und smarter Ventilator-Einheit sieht einfach schick und modern aus. Außerdem läuft der Natede Smart erstaunlich leise. Nachts kann man ihn im Night-Modus nicht hören. Auch die Einbindung des Smartphones finde ich hervorragend.

Hier bekommst du nicht nur einen umfassenden Blick auf das Raumklima deiner Wohnung. Obendrein kannst du den Natede Smart spielend leicht kontrollieren. Den etwas anderen Raumluftfilter kann man aber nicht jedem empfehlen. Wer einen Filter vorzugsweise punktuell einsetzt, um schnell für saubere Luft zu sorgen, sollte zu einem anderen Gerät greifen. Schließlich benötigt der Natede Smart mit seiner natürlichen Filtertechnik etwas länger als herkömmliche Luftfilter. Wen das nicht stört, der findet hier eine stylische und trotzdem effektive Möglichkeit, die Luft in den eigenen vier Wänden sauber zu halten. Besser kann man sich für die Erkältungszeit kaum rüsten.

Vitesy Natede Smart

Verarbeitung
Leistung
App-Features
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Vitesy macht mit seinem Natede Smart deutlich, dass Raumlüfter nicht hässlich und klobig sein müssen. Stattdessen schafft der Hersteller ein hübsches Design-Werk, das eine Bereicherung für jede Wohnung darstellt.

Vitesy Natede Smart im Preisvergleich


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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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