Speicher Testberichte

Western Digital My Passport SSD mit 512 GB im Test

Leistung und Geschwindigkeit

Der größte Vorteil einer externen SSD gegenüber einen externen HDD besteht in der Geschwindigkeit. Von SSDs wird erwartet, dass sie auch große Datenmengen im Handumdrehen zu kopieren in der Lage sind. Auch die „My Passport“ von Western Digital muss diese Erwartungen erfüllen können, um konkurrenzfähig zu sein.

Der Hersteller gibt die Transferraten von bis zu 540 MB pro Sekunde an. Im Test können diese Werte unerwarteterweise nicht erreicht werden. Bisher konnten alle von uns getesteten SSDs die Herstellerangaben in den Benchmarks teilweise übertreffen – oder haben diese zumindest erreicht.

Die ermittelten Werte liegen beim Lesen maximal bei etwa 500 MB pro Sekunde, beim Schreiben bei etwa 520 MB/s. Damit reicht sie nicht ganz an Konkurrenzprodukte an, ist aber auf einem ähnlich Niveau wie interne SATA-SSDs. Diese erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 560 MB/s. Problematisch ist aber leider die schlechte Abführung der Abwärme.

AS SSD Benchmark

ATTO Disk Benchmark

Crystal Disk Mark

HD Tune Pro

Temperatur

Überhitzungsprobleme

Der einzige wirkliche Kritikpunkt findet sich in der Betriebstemperatur. Wird die SSD dauerhaft und über längere Zeiträume hinweg eingesetzt, steigt diese enorm an. In unserem Test wurden bereits im Leerlauf Temperaturen von etwa 47 Grad erreicht (bei 22 Grad Zimmertemperatur). Unter Last stieg die Temperatur auf 75 Grad an. Auch 75 Grad sind zwar noch unbedenklich, leider hat die SSD dann jedoch gedrosselt, um nicht noch wärmer zu werden. Hier sank die Geschwindigkeit in den Benchmarks auf ca. 130 Megabyte pro Sekunde – also so schnell wie eine handelsübliche externe HDD.

In der Praxis ist die Überhitzung jedoch weniger relevant. Beim Verschieben von großen Ordnern mit zahlreichen Dateien wird aufgrund vieler kleiner Dateien niemals die maximale Geschwindigkeit erreicht. Hierbei überhitzt die SSD somit nicht.

Problematischer sind große Dateien. Wir haben hierzu ein großes ZIP-Archiv verwendet. Die ersten 60 Gigabyte wurden mit etwa 300 Megabyte pro Sekunde übertragen (also deutlich unter denen im Benchmark gemessenen Werten). Nach 60 Gigabyte wurden jedoch die 75 Grad erreicht und die SSD hat immer kurzzeitig auf ca. 75 Megabyte pro Sekunde gedrosselt.

Insgesamt gilt jedoch festzuhalten, dass im normalen Betrieb keine Probleme zu erwarten sind.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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