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Wolfenstein: Youngblood im Test – Knallharte Action im Doppelpack

Zahlreiche Missionen und lukrative Belohnungen

Überhaupt lohnt es sich, jeden Stein umzudrehen und sämtliche Kisten in der weitläufigen Welt nach Extras, Rüstungsteilen und Munition abzusuchen. Doch trotz der zahlreichen sammelbaren Items muten die verschiedenen Schauplätze oftmals steril und leer an, was der ganzen Szenerie seine Authentizität nimmt.

Damit ihr fleißig Erfahrungspunkte sammeln und so in eurem Level aufsteigen könnt, müsst ihr verschiedene Missionen absolvieren, die euch die mutigen Widerstandskämpfer auferlegen. So befreit ihr beispielsweise Gefangene oder drapiert unentdeckt eine Bombe, um das Regime ordentlich aufzumischen. Solltet ihr dank der Missionen genug Erfahrungspunkte kassiert haben, könnt ihr diese in Upgrades investieren und somit anspruchsvollere Gegnertypen aus dem Weg räumen. Auch an dieser Stelle fallen viele Aufträge schnell generisch und ohne Tiefgang aus, sodass Wolfenstein: Youngblood vor allem hinsichtlich der Story leider durchgängig an der Oberfläche kratzt. An dieser Stelle haben andere Wolfenstein-Titel zumindest storytechnisch klar die Nase vorn.

Seine ganze Stärke spielt Wolfenstein: Youngblood jedoch durch seine einzigartigen Koop-Mechaniken aus, die vor allem beim Mehrspieler-Modus für ordentlich Spaß sorgen. Zwar verläuft die Interaktion der beiden Schwestern auch im Singleplayer dank einer cleveren KI durchaus flüssig – allerdings macht das Nazi-Gemetzel doch vor allem zu zweit erst richtig Spaß. So könnt ihr euch online gegenseitig unterstützen, euch wichtige Items entgegenwerfen, Türen öffnen und damit den Teamgeist auf ein neues Level heben.

Hier verliert man durchaus mal die Orientierung

Hinsichtlich der Steuerung dürft ihr euch über eine gelungene Kameraführung freuen, sodass ihr das Zwillingsgespann während der Gefechte durch im Blick habt. Allerdings bieten die Missionsmarker bei den zahlreichen Nebenaufgaben nicht immer die notwendige Orientierung, sodass es manchmal etwas Vorlauf benötigt, bis ihr euer Ziel gefunden habt.

Angenehm anspruchsvoll

In Sachen Balance präsentiert sich Wolfenstein: Youngblood als herausfordernder Shooter, der zumindest auf der Stufe „normal“ noch nicht an der Frustgrenze kratzt. Dennoch werden vor allem Neulinge recht schnell ins Geschehen geworfen und müssen sich zunächst mit den wichtigsten Mechanismen vertraut machen. Zum Glück geizt Wolfenstein: Youngblood nicht gerade mit Savepoints, sodass sich so mancher Game-Over-Bildschirm verschmerzen lässt.

Detailreiche Umgebungen und ein kraftvoller Klangteppich

Optisch liefert Wolfenstein: Youngblood ein gelungenes Gesamtbild ab und setzt die verschiedenen Schauplätze von Paris gekonnt in Szene. Sowohl die Charaktermodelle als auch die Umgebungen sind authentisch und detailreich gezeichnet und hauchen dem Spiel das notwendige Leben ein. Hinsichtlich des Soundtracks dürft ihr euch immer wieder auf kraftvolle Synthesizer-Klänge freuen, die die actiongeladenen Sequenzen perfekt untermalen.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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