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Gesundheitsminister Spahn will digitale Rezepte bis 2020

Die Digitalisierung nimmt zunehmen auch in der Medizin einen immer höheren Stellenwert ein. Nachdem Ärzte bereits seit einiger Zeit Patienten per Videosprechstunde aus der Ferne beraten dürfen sollen nun auch bald Rezepte digital ausgestellt werden können.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möchte dies bis spätestens 2020 ermöglichen. Aus diesem Grund wird aktuell eine Gesetzesänderung ausgearbeitet, die auch vom Gesundheitsexperten Karl Lauterbach (SPD) unterstützt wird. Die Politik verspricht sich von der Änderung vor allen eine bessere Versorgung von ländlich lebenden Personen, die keinen Arzt in ihrer näheren Umgebung haben.

Sollte die Gesetzesänderung Erfolg haben, könnten Ärzte in Zukunft nach der Videosprechstunde erforderliche Rezepte direkt auf das Smartphone ihrer Patienten übermitteln. Bisher ist es nur erlaubt verschreibungspflichtige Medikamente auszugeben, wenn der Patient beim Arzt vorstellig war. Die digitale Videosprechstunde ist dafür noch nicht ausreichend.

Auch der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) teilt die Ansicht der Politik. Da bei dem Vorschlag bisher Einigkeit herrscht, ist mit einer raschen Einführung zu rechnen.

Die genauen technischen Details sollen durch die Krankenkassen, Apotheken und Ärzte selbst vereinbart werden. Weitere Informationen sollen laut Spahn auf der Digital-Klausur des Bundeskabinetts am Mittwoch und Donnerstag veröffentlicht werden.

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