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Basic Tutorials Ratgeber: So findest du die perfekte Gaming-Maus!

Die Frage nach dem Kabel

Auch hierbei handelt es sich um eine „Glaubensfrage“. Fakt ist, dass kabelgebundene Mäuse einige Millisekunden schneller sind als ihre kabellosen Pendants. Hieraus ergeben sich für den gewöhnlichen Spieler jedoch keine Vor- bzw. Nachteile. Der Vorteil im Millisekundenbereich ist allenfalls bei professionellen Spielern im Bereich sehr reaktionsintensiver Spiele zu beachten. Für den Durchschnittsmenschen ist es schlicht irrelevant, ob die Maus kabelgebunden, oder kabellos ist. Eine Maus ohne Kabel bietet mehr Comfort, man kann sie zur Couch mitnehmen und sie verheddert sich nirgendwo. Wenn der Akku aber mal leer ist oder der Treiber Probleme macht, dann ist das Geschrei mitten im Spiel aber häufig groß.

Fest steht: alle guten Spieler und alle Oberklassenmäuse bedienen das Kabelsegment, entspannter ist es aber ohne. Wenn man nicht möchte, dass das Kabel hängen bleibt, kann ein Maus-Bungee helfen. Eine Kabelummantelung ist bei guten Mäusen ein Muss. Die Anschlüsse sollten nach Möglichkeit vergoldet sein, so wird über einen längeren Zeitraum ein besserer Kontakt gewährleistet.

Optischer oder Laser-Sensor

Optische Mäuse arbeiten mit einer Leuchtdiode. Um diese zielgenau und ohne Komplikationen einzusetzen, wird in den meisten Fällen ein Mauspad benötigt. Lasermäuse hingegen arbeiten mit einer Laserdiode. Die Lasermaus ist in gewisser Weise als „Weiterentwicklung“ der herkömmlichen optischen Maus zu verstehen. Im Gegensatz zu dieser kann sie auf zahlreichen Oberflächen eingesetzt werden. Darüber hinaus verbraucht die Lasermaus weniger Strom und arbeitet oft präziser.  Aber Vorsicht, diese Regel ist mit Ausnahmen zu genießen. Jeder Hersteller verwendet bei den Sensoren eigene Bezeichnungen, was es schwierig macht, einen Überblick zu behalten. Schaut genau, welchen Sensor eure Wunschmaus hat und vergleicht im Internet.

Der Aufbau eines optischen Sensors, Quelle: Agilent

DPI / CPI

Die Werte DPI (dots per inch) oder CPI (counts per inch) geben an, wie weit der Cursor sich auf dem Bildschirm bewegt, wenn man die Maus um einen Zoll (Inch) bewegt. Bei einem DPI-Wert von 1.000 bewegt sich der Cursor auf dem Bildschirm um 1.000 Bildpunkte, wenn die Maus in der Realität um einen Zoll – 2,54 Zentimeter – bewegt wird.

Eine gute Gaming-Maus zeichnet sich – entgegen der landläufigen Meinung – nicht durch einen möglichst hohen DPI-Wert aus. Die Maus muss nur tatsächlich über einen DPI-Wert verfügen, der die Ansprüche des Nutzers deckt. Dieses Ziel ist bei etwa 1.600 DPI in den meisten Fällen erreicht. Mäuse mit – beispielsweise – 10.000 DPI braucht kein Mensch. Viel mehr als durch einen hohen DPI-Wert zeichnet die einfache Verstellbarkeit dieses Wertes eine gute Gaming-Maus aus. Der höchstmögliche DPI-Wert wird angegeben – niedrigere Werte können eingestellt werden. Im Gaming-Bereich ist es sinnvoll, eine Maus zu wählen, deren DPI-Wert sich in 200er-Schritten (oder noch weniger) einstellen lässt. Für jedes Spiel benötigt man einen anderen DPI-Wert. Es gilt: Je höher der DPI-Wert, desto schneller bewegt sich der Cursor. Hierunter leidet jedoch die Präzision.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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4 Kommentare

  1. Tachchen,

    bin über diesen Artikel zu Mäusen gestolpert und möchte für die Empfehlungen der Seite acht einige Verbesserungsvorschläge einbringen:

    [Man möge es mir vergeben, dass ich hier über Mäuse fasele, die auf Eurer Website schon getestet wurden, das habe ich erst bedacht, als ich schon Wörter produziert hatte.]

    1.) Wenn die Rival 110 schon für den kleinen Münzsack empfohlen wird, dann ist die Rival 100 dort ganz unnötig, da schlechter und teurer (zum Zeitpunkt meines Kommentars). Die Rival 110 hat einen PMW-3325 sensor, die Rival 100 einen ADNS-3059. Letzterer stammt ungefähr aus der Generation der ersten Steelseries Sensei und Xai und ist damit reichlich angestaubt.

    2.) In die Kategorie bis 50€ muss auf jeden Fall noch die Logitech G203 bzw. 102. Selbe Technik, nur in anderen Teilen der Welt vermarktet. Dieses Teil kann niemand überbieten, was Preis zu Leistung angeht: Super Sensor (heißt „Mercury“), klasse Schalter und Scrollrad, super Mausfüße, biegsames Kabel, Gewicht um die 85g, schniekes RGB, onboard memory etc. p.p.

    3.) Auch in die Kategorie bis 50€ gehört die Roccat Kone Pure SE bzw. SEL (neuerdings hat Roccat den Namen angepasst, AFAIK). Dies ist eine günstigere Version der Kone Pure Owl Eye (kurz „KPOE“) mit einem PMW-3325 statt einem 3361. Beide Sensoren lassen eigentlich keine Wünsche offen. Die KPOE sollte zudem in der Kategorie bis 100€ landen, falls jemand ganz auf Nummer sicher gehen will.

    4.) Die Corsair Glaive kann man nach der CES 2019 eigentlich durch die Corsair Ironclaw und/oder M65 RGB Elite ersetzen. Beide sind fast 30g leichter als die Glaive und damit ermüdungsfreier in der Benutzung. Ansonsten technisch auf vergleichbarem Niveau.

    5.) Auch in die Listung sollten die Rival 310 und Sensei 310 aufgenommen werden. Sehr solide Ausstattung für den Preis und beide ziemlich groß und ziemlich leicht zugleich.

    6.) Zu den besten kabellosen Mäusen sollten die G305, G603, G900/903 und die G Pro Wireless (GPW) von Logitech hinzustoßen. Die GPW ist mit rund 80g die wohl leichteste kabellose Maus, die es bisher gibt. Die anderen Modelle decken verschiedene Größen und Formen ab, sind aber durch die Bank mit den besten Sensoren (3366 oder Logitech HERO) bestückt. Die G403, das verkabelte Gegenstück zur G603 sollte des Weiteren auch in der Liste landen.

    7.) Die Roccat Kone Aimo ist ein etwas korpulenterer Kandidat für die Kategorie bis 100€. Zeichnet sich neben 3361 Sensor durch spezielle Daumentasten-Anordnung aus.

    8.) Zudem könnte man noch die LM 50 und LM 60 von Lioncast auf die Liste setzen. Letztere kann man zwar schon kaufen, auf der Website von Lioncast findet sie sich aber augenscheinlich noch nicht.

    9.) Die GXT 144 Rexx von Trust könnte man als bisher einzige mir bekannte vertikale Spielemaus auch auflisten. Hat einen 3325, wenn ich nicht irre, was zum Zöckeln reicht.

    10.) Die MM520 und MM531 von Coolermaster sind ebenfalls technisch solide Produkte mit 3360ern im Inneren. Die MM520 ist zudem extrem breit und kurz geraten, was für Fingerspitzenbediener und Besitzer von Bärentatzen besonders wohltuend ist. Die MM531 ist von der Form her eine klasse Alternative zur Razer Deathadder, die viele Leute kennen.

    Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt: Mäuse von Razer sollten in meinen Augen immer mit einer großen, neonbeleucheteten Warnung angepriesen werden: „Erfordert Synapse!“ Dieses lästige Stück Software erfordert nicht nur dauerhafte Internetverbindung, um angepasste DPI usw. überhaupt benutzen zu können, es ist auch gefährlich nahe an einem Keylogger. Immer wieder lese ich auch Berichte über Nutzer, denen der schlechte Code von Synapse Spiele zum Absturz brachte. Auch, dass sich Synapse mitten im Spiel verabschiedet, sodass man nur die von Werk eingestellten DPI und keine Macros usw. nutzen kann.

    Dementsprechend empfehle ich Razer-Produkte generell nicht oder warne zumindest, wo nicht lauthals gewarnt wird.

    Somit enden meine Verbesserungsvorschläge. Einen schönen Tag noch.

    1. Hi Gustav,

      danke zunächst für deinen ausführlichen Kommentar!

      Du hast natürlich recht, dass die Liste unserer Empfehlungen ein Update vertragen kann, da in den letzten Wochen einige neue Modelle vorgestellt wurden. Wir sind da auch schon dran. Daher gehe ich jetzt nicht deine ganzen Vorschläge ein, sondern lasse davon lieber etwas in unser Update einfließen. Dass die Corsair Glaive RGB beispielsweise ersetzt wird, ist klar. All dein Feedback wird allerdings nicht einfließen, da wir die Auswahl nicht zu unübersichtlich gestalten möchten. Daher wird diese vermutlich sogar gekürzt im Vergleich zum jetzigen Zustand. Dafür gibt es dann noch ein wenig mehr Informationen zu den einzelnen Mäusen.

      Bei deinem letzten Punkt mit Razer muss ich dir aber widersprechen. Nach der Einrichtung kann man Razer Synapse inzwischen auch deinstallieren, da die Produkte seit 1 oder 2 Jahren auch mehrere Profile im On-Board-Speicher hinterlegen können. Ich persönlich hatte übrigens noch keine wirklichen Probleme mit der Software. Aber ich kenne auch einige, die welche hatten. Das trifft aber bei nahezu jedem Peripherie-Hersteller auf. Da muss nur ein alter Treiber querschießen.

      Beste Grüße,
      Simon

  2. Macht nicht den gleichen Fehler wie ich. Meine neue Maus kann alle Gimmicks und ich bin damit total unglücklich.
    Sie ist viel zu flach! Komm damit nicht klar.
    Deshalb rate ich Euch: Gimmick hin oder her, legt selber Hand an den neuen Nager bevor Ihr Eure Schatulle öffnet.

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