PC- & Konsolen-Peripherie

EPOS H3 Hybrid Test: Überzeugendes Allround-Headset, endlich auch kabellos

Sound- und Wiedergabequalität

Das H3 Hybrid von EPOS wartet mit dem für Gaming-Headsets recht typischen Frequenzgang von 20–20.000 Hz auf. Bereits beim ersten Soundcheck wird deutlich, dass der Klang eher die Mitten und Höhen fokussiert ist. Das ist natürlich im Gaming- und Esports-Einsatz nützlich, da hier beispielsweise die Schritte der Gegner besser herauszuhören sind. Die Bässe treten angenehm in den Hintergrund, ohne dabei an Präzision zu verlieren.

Im Musikbetrieb überzeugt der Klang mit viel Präsenz im Bereich der Mitten, was für eine klare Wiedergabe von Stimmen sorgt, bei der selbst feinste Nuancen dargestellt werden. Allerdings fallen hohe Stimmen, wie beispielsweise die von Billy Idol in „Rebel Yell“ auf hohen Lautstärken etwas überspitzt aus, was auf Dauer unangenehm wird. Das Problem lässt sich allerdings durch eine Verringerung der Lautstärke beseitigen.

Auch die Höhen präsentieren sich klar und strukturiert, was in Queens „Don’t Stop Me Now“ in einem rundum stimmigen, warmen und gleichzeitig detailliert abgestuften Klangbild resultiert. Bass-Fans kommen mit dem H3 Hybrid allerdings nicht auf ihre Kosten, denn gerade bei Tiefbässen im Bereich der Electro-Musik kommt das Gaming-Headset schnell an seine Grenzen. Dem lässt sich allerdings mithilfe des Equalizers etwas entgegenwirken. Und dennoch: Für ein Gaming-Headset überzeugt das EPOS H3 Hybrid auch im Musikbetrieb durch ein starkes und ehrliches Klangbild.

Wirklich angenehm überrascht hat uns dann aber die Leistung am PC/Laptop in Kombination mit einem verbundenen USB-Kabel. Denn nur dann besteht die Möglichkeit, softwareseitig Einstellungen vorzunehmen und zwischen 2.0-Stereo- und 7.1-Surround-Sound zu wechseln. Neben vier Equalizer-Presets dürft ihr hier den Klang auf insgesamt neun Frequenzen ganz individuell anpassen und so den Sound finden, der euch am meisten zusagen.

Doch bereits bei einer flachen Klangkurve weiß das H3 Hybrid zu gefallen. Das Headset punktet mit einem klaren Sound samt hervorragender räumlicher Wahrnehmung – und das bereits im Stereo-Modus. Schaltet ihr auf Surround-Sound um, könnt ihr Gegner und Schritte sehr gut orten. Das klappt im „Esports“-Preset mit Fokus auf die Höhen sogar noch einmal besser, wenngleich die Hochtöne hier einmal mehr unangenehm laut werden. Aber auch hier könnt ihr per Equalizer sehr gut entgegenwirken.

Abschließend lässt sich sagen, dass das EPOS H3 Hybrid hinsichtlich der Soundqualität einen wirklich guten Job abliefert. Uns persönlich gefällt das etwas wärmere, rundere Klangbild des vergleichbar teuren Corsair HS80 RGB Wireless (unser Test) im direkten Vergleich aber etwas besser.

Mikrofon-Qualität

Wo das EPOS-Headset im Vergleich zum Corsair-Pendant allerdings die Nase vorn hat (und zwar deutlich), ist bei der Qualität des Mikrofons. Positiv fällt zunächst auf, dass der Mikrofonarm relativ schwergängig ist – was für sicheren Halt sorgt. Selbst bei schnellen Bewegungen bleibt der Arm stets in Position.

Tatsächlich konnte uns das Mikrofon des H3 Hybrid, nach anfänglichen Schwierigkeiten, im Test vollends überzeugen. Die eigene Stimme wird relativ warm und sehr detailreich wiedergegeben. Selbst scharfe S-Laute werden überzeugend abgebildet, mit einer minimalen Tendenz zum Zischen. Gleichzeitig werden Hintergrundgeräusche effektiv ausgeblendet.

Auch hier besteht die Möglichkeit, im USB-Betrieb mithilfe der Software umfangreiche Einstellungen vorzunehmen. Neben einem Stimmverstärker könnt ihr hier Side Tone und Noise Gate einstellen, um die Klangqualität noch einmal zu optimieren. Wie das Mikrofon des Headsets ohne zusätzliche Einstellungen klingt, zeigen wir euch im folgenden Video.

Software-Anbindung

Im Gegensatz zum H3 wird das H3 Hybrid in der hauseigenen Begleit-Software EPOS Gaming Suite problemlos erkannt. Allerdings nur, wenn ihr das Headset mithilfe des im Lieferumfang befindlichen USB-Kabels verbindet.

Hier besteht die Möglichkeit, das Gerät mit Firmware-Updates aktuell zu halten oder sich zusätzliche Informationen und digitale Handbücher zu Gemüte zu führen. Außerdem könnt ihr mithilfe der Software die Smart Taste umfunktionieren: Im aktiven Betrieb werden dem Bluetooth-Button nämlich verschiedene Funktionen zuteil. Hiermit nehmt ihr bei kabelloser Verwendung Anrufe an oder beendet Telefonate. Kabelgebunden könnt ihr zudem schnell zwischen Stereo- und Surround-Sound wechseln oder komfortabel zwischen verschiedenen Equalizer-Presets hin- und herwechseln.

Außerdem stehen euch in der Software umfangreiche Optionen zur Individualisierung des Klangs von Kopfhörern und Mikrofon zur Verfügung. Wie bereits erwähnt, könnt ihr den Equalizer individuell in neun Frequenzen verändern und, im 7.1-Surround-Modus, einen Nachhall hinzufügen. Die EPOS Gaming Suite kommt deutlich kompakter und aufgeräumter daher als manch andere Headset-Begleitsoftware und konzentriert sich dabei auf das Wesentliche.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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