PC-Komponenten

Kolink Balance ARGB – Die richtige Balance zwischen Optik und Airflow?

Systembau im Kolink Balance ARGB

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwenden wir einen AMD Ryzen 5 1400 auf einem MSI B350 PC Mate mit 32GB Crucial Ballistix Sport LT grau DDR4-3000. Der Ryzen wird von einem EKL Alpenföhn Matterhorn Pure gekühlt. Für die Bildausgabe ist eine GTX 1060 6GB von Gigabte AORUS zuständig. Die Stromversorgung erledigt das nichtmodulare Berlin Pro RGB 650W mit RGB-Lüfter.

Das Kolink Balance ARGB ist ein normalgroßer Midi-Tower. Deshalb war der Einbau und die Verkabelung aller Komponenten ein Kinderspiel. Auch die teilweise vorinstallierten Abstandshalter und die 22 Millimeter hinter dem Mainboard-Tray haben den Prozess beschleunigt. Durch die Verwendung von ein oder zwei Kabelbindern lässt sich im Kolink Balance schnell und ohne große Anstrengung ein aufgeräumtes System verbauen.

Auch bei der Hardwarekompatibilität schlägt sich das Balance ganz gut. CPU-Kühler passen bis zu einer maximalen Höhe von 160 Millimetern und Grafikkarten bis zu einer Länge von 370 Millimetern. Zudem könnte man bei Bedarf auch einen 240-mm-Radiator im Deckel und einen 360-mm-Radiator in der Front platzieren. Ein Frontradiator schränkt jedoch die maximale Länge der Grafikkarte ein. Zum Netzteil mach der Hersteller keine offiziellen Aufgaben. Eine eigene Messung hat aber ergeben, dass ein 180 Millimeter langes Netzteil locker Platz findet wenn der HDD-Käfig noch verbaut ist.

Die Montage von Datenträger erfordert zwar einen Schraubendreher, ist aber denkbar einfach. Zwei große 3,5″-Festplatten können im Käfig unterhalb der Abdeckung untergebracht werden. Durch die Gummiringe kann der Käfig einfach herausgezogen, mit 3,5″-Festplatten bestückt und wieder zurückgeschoben werden. Die Befestigung der HDDs erfolgt über vier herkömmliche Schrauben. Die Entkopplungswirkung der Gummiringe ist aber leider schlechter als gedacht. SSDs finden hinter dem Mainboard-Tray Platz. Die Befestigung erfolgt durch vier Schrauben an einem speziellen SSD-Rahmen.

Der vorinstallierte Lüfter hat eine Rahmenbreite von 120 Millimetern, verfügt über einen digital-adressierbaren RGB-Ring und ist direkt mit der RGB-Steuerung verbunden. Die Spannungsversorgung erfolgt über einen SATA-Stromanschluss. Dadurch ist der Lüfter leider nicht regelbar. Das ist aber nicht ganz so schlimm, denn dieser hält sich in Bezug auf die Lautstärke zurück. Im geschlossenen Zustand ist nur ein leichtes Rauschen wahrnehmbar.

Zuletzt kommen wir noch zu den Temperaturen, die im Kolink Balance ARGB erreicht wurden. Während des Belastungstests wurden bei einer Raumtemperatur von 20 °C 15 Minuten lang Prime95 (SmallFFTs) und FurMark ausgeführt. Da der Gehäuselüfter nicht regelbar ist, wurde dieser Test in zwei verschiedenen Varianten (CPU auf Standarttakt, CPU übertaktet) durchgeführt.

Szenario
Temperatur
CPU: 50% PWM (850 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
CPU auf 3,2 GHz
CPU:   56 °C
GPU:   70 °C
CPU: 50% (850 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
CPU auf 3,8 GHz
CPU:   76 °C
GPU:   70 °C

Vergleicht man die Werte mit anderen Gehäuse die wir getestet haben, so fällt auf, dass gerade die Grafikkarte mit 70 Grad verhältnismäßig warm ist. Abhilfe würden hier vermutlich ein oder zwei Lüfter in der Front schaffen. In der Standardkonfiguration empfiehlt es sich also nur bedingt leistungsstärkere Grafikkarten im Kolink Balance zu verbauen. Die maximale Temperatur der nicht übertakteten CPU ist in Ordnung. Kommt jedoch OC ins Spiel, so steigen die Temperaturen der CPU deutlich auch. Auch dieser Wert ließe sich durch Frontlüfter höchstwahrscheinlich reduzieren. Zusätzliche Lüfter sind in unseren Augen also ein absolutes Muss.

Beleuchtungsoptionen im Kolink Balance ARGB

Das Kolink Balance ARGB setzt ab Werk auf zwei Elemente die digital über einen 5V-3Pin-Anschluss am Mainboard gesteuert werden können. Es gibt einmal das RGB-Element im Frontpanel und zusätzlich den Gehäuselüfter am Heck. Verfügt das verwendete Mainboard nicht über einen solchen Anschluss, dann reicht auch einfach ein SATA-Stromstecker des Netzteil. Mit diesem können sowohl der Lüfter, als auch die RGB-Beleuchtung befeuert werden. Das Umschalten der Modi erfolgt dann einfach durch den LED-Button im I/O-Panel. An den Lüfter können über eine Y-Weiche weitere Exemplare angeschlossen werden. Der Anschluss entspricht jedoch nicht dem üblichen Standard und wir konnten zum Zeitpunkt des Review keine Lüfter mit diesem speziellen Anschluss finden.

Abschließend dürfen natürlich auch bei diesem Gehäuse ein paar Impressionen der Beleuchtung  nicht fehlen.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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