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Australien: Unzureichende Datensicherung soll härter bestraft werden

Als Reaktionen auf die wachsende Zahl gravierender Datenlecks möchte Australiens Justizminister die Strafen für unzureichende Datensicherung drastisch erhöhen. So sollen Unternehmen dazu angehalten werden, weniger Daten zu speichern, sie schneller zu löschen und besser abzusichern.

Strafen sollen deutlich steigen

Bisher liegt die Höchststrafe bei Datenlecks, die auf unzureichende Schutzmaßnahmen des betroffenen Unternehmens zurückzuführen sind, in Australien bei 2,2 Millionen australischen Dollar. Das entspricht rund 1,43 Millionen Euro. Diese Höchststrafe soll spürbar steigen. Vorgesehen sind folgende Strafoptionen: Die Strafe soll entweder bis zu 32,2 Millionen Euro, das Dreifache des durch den Datenmissbrauch erzielten Gewinns oder 30 Prozent des bereinigten Umsatzes des Unternehmens im betreffenden Zeitraum betragen. Gewählt werden soll dabei jeweils diejenige Option, bei der die Strafe am höchsten ausfällt.

Immer mehr Datenlecks

Die Neuregelung ist als Reaktion auf die Häufung gravierender Datenlecks in der jüngsten Vergangenheit zurückzuführen. Justizminister Mark Dreyfus sieht in diesen einen Beleg dafür, dass die bestehenden Absicherungen nicht ausreichten und die Daten der Menschen aus Australien nicht sicher seien. Dreyfus will Unternehmen nun stärker dazu drängen, die Daten gut abzusichern. Nachlässigkeit soll fortan spürbare finanzielle Konsequenzen haben. Laut AP soll das Gesetz noch in diesem Jahr in Kraft treten.

Jüngst war etwa das australische Kommunikationsunternehmen Optus negativ aufgefallen. Persönliche Daten von über zehn Millionen Kunden des Unternehmens sind abgegriffen worden. Mehr als ein Drittel der australischen Bevölkerung ist von diesem Datenleck betroffen – und damit anfälliger für Identitätsdiebstahl und weitere Folgen mangelnden Datenschutzes. Kurz darauf gab es auch bei der Krankenversicherung Medibank ein Datenleck. Das Unternehmen gab an, dass die Angreifenden nachgewiesen hätten, über die Daten von mindestens 100 Personen zu verfügen. Angeblich sollen insgesamt 200 GB an Daten gestohlen worden sein. Besondere Aufmerksamkeit erregte der Vorfall, da die Angreifenden damit drohten, Prominente aus Australien, deren Daten gestohlen wurden, zu kontaktieren und unter Druck zu setzen.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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