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Auswirkungen von Corona: Internettraffic stellt 2021 neue Rekorde auf

Der Konsum von Netflix und das Zocken von Videospielen hat vielen von uns sicher dabei geholfen, den pandemiebedingten Lockdown ein wenig erträglicher zu gestalten. Dabei haben wir es nun dank einer veröffentlichten Statistik des „DE-CIX“ Schwarz auf Weiß vorliegen, dass wir offensichtlich nicht die einzigen gewesen sind, deren Internetkonsum während der Zeit zugenommen hat. So haben die Internetknotenpunkte mit über 38 Exabyte an ausgetauschten Daten einen neuen Rekord im Bereich des Internet-Traffic festgestellt.

Sprunghafter Anstieg

Wenn man auf die Datenströme blickt, ist bereits zwischen den Jahren 2019 und 2020 ein deutlicher Zuwachs ersichtlich. Im Jahr 2021 hat sich das Ganze noch einmal um 20 Prozent erhöht. Wer nun wie ich Probleme mit großen Zahlen hat, wird mit 38 Exabyte nicht viel anfangen können. Dementsprechend hat der Betreiber des Internetknotenpunktes DE-CIX ein anschauliches Beispiel gewählt. So entspricht die Menge an ausgetauschten Daten in etwa 300 Millionen Smartphones, die jeweils eine Speicherkapazität von 128 GB haben. Zu Spitzenzeiten im Jahr 2021 verzeichnete der Betreiber einen Datendurchsatz von beeindruckenden 11 Terabit in der Sekunde.

Corona als Internet-Motor

Man muss kein Statistiker sein, um ganz klar ein Zusammenwirken von Corona und gesteigerter Internetnutzung zu erkennen. Dieser Trend setzt sich auch jetzt fort, wo die Maßnahmen seitens der Regierung deutlich gelockert wurden. Hierbei handelt es sich laut DE-CIX keineswegs um ein rein deutsches Phänomen. Weltweit habe die Nutzung des World Wide Webs einen satten Aufschwung erfahren, seit die Corona-Pandemie weltweit grassiert. Dies bestätigt auch der Global Head of Products & Research von DE-CIX Christoph Dietzel:

„Der Datenverkehr hat sich insgesamt weltweit im Jahr 2021 nach dem Ausbruch der Pandemie und der Rekordjagd 2020 auf hohem Niveau stabilisiert und wächst kontinuierlich weiter“

Saisonale Unterschiede

Besonders spannend wird es dann, wenn man einmal einen Vergleich zwischen verschiedenen Jahresabschnitten anstellt. So sorgten im Frühjahr 2021 vor allem die aus Homeoffice resultierenden Videokonferenzen für einen extrem hohen Datendurchsatz. Im anschließenden Sommer waren es allerdings Freizeitaktivitäten, welche die Internetleitungen zum glühen brachten. Insbesondere Streaming war hier ein großes Thema, was sich nicht zuletzt am großen Erfolg von Netflix, Disney+ & Amazon Prime Video ablesen lässt. Herbst und Winter verhalfen dann wiederum dem Bereich des Online-Gamings mit einem ordentlichen Aufschwung.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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