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Berlin: Mieter der GEWOBAG bekommen eigene Ladesäule

Ein Klotz am Bein der fortschreitenden Elektromobilität ist keineswegs ein schleppender Verkauf von E-Autos. Ganz im Gegenteil. Die Zulassungszahlen nehmen stetig zu. Vielmehr sorgt die schlechte Ladeinfrastruktur in vielen Kommunen dafür, dass sich häufig nur Hausbesitzer mit eigener Ladesäule für ein vollelektrisches Fahrzeug entscheiden. Nun möchte das kommunale Berliner Wohnungsunternehmen Gewobag auch bei Bewohnern einer Mietwohnung für Lademöglichkeiten sorgen. Insgesamt 500 Ladepunkte sollen entstehen.

Eine persönliche Ladesäule auch für Mieter

Erst kürzlich berichteten wir darüber, dass es in Deutschland viel zu wenige Ladesäulen gibt. Nun geht ein kommunales Wohnungsunternehmen in der Bundeshauptstadt mit gutem Beispiel voran und sorgt seinerseits für Nachschub. So hat die Gewobag verkündet, dass man innerhalb der nächsten zwei Jahre knapp 500 neue Lademöglichkeiten errichten möchte. Angesichts von mehr als 16.000 Stellplätzen, die das Unternehmen besitzt, mag das nicht nach viel klingen. Aber es ist auf jeden Fall ein Anfang! Mieter, die eine Wohnung der Gewobag bewohnen, können die Ladepunkte dann exklusiv nutzen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des zuständigen Energieversorgers Vattenfall hervor.

Gutes Beispiel für andere Wohnungsunternehmen

Die Gewobag könnte mit ihrem Vorgehen ein großes Hemmnis für all diejenigen aus der Welt räumen, die sich aufgrund der schlechten Ladeinfrastruktur noch immer gegen ein Elektroauto entscheiden. Da es sich bei dem Unternehmen um eines der größten Wohnungsunternehmen Deutschlands handelt, könnte der Schritt eine positive Strahlenwirkung auch auf vergleichbare Vermieter haben. Noch in diesem Jahr möchte Vattenfall damit beginnen, die ersten Ladepunkte zu errichten. Das war es dann aber auch schon an Eckdaten, die Vattenfall oder Gewobag herausgegeben haben. So wissen wir noch nichts genaueres zu Preis oder Leistung der Ladepunkte.

Vattenfall hat bereits jetzt Ladesäulen in Berlin im Einsatz.

Allerdings kann man wohl davon ausgehen, dass es für die Mieter günstiger sein wird, an ihrer persönlichen Ladesäule des Stellplatzes zu laden, als an einer öffentlichen. Vattenfall möchte nämlich auf eine Abrechnung zum Haushaltsstromtarif setzen. Was das im Detail bedeutet, lässt sich zum heutigen Zeitpunkt noch schwer abschätzen. Schließlich befinden sich die Energiepreise gerade im steilen Aufstieg. Hoffentlich folgen der Gewobag noch weitere große Wohnungsunternehmen. Schließlich ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur derzeit Aufgabe Nummer Eins bei den Kommunen.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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