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DDoS-Angriffe auf dänische Banken

Die dänische Zentralbank sowie einige dänische Privatbanken sind zum Opfer von DDoS-Angriffen geworden. Die Internetseiten waren vorrübergehend nicht erreichbar, sodass etwa ein Zugriff auf Online-Banking-Funktionen nicht möglich war.

Acht Banken betroffen

Neben der dänischen Zentralbank waren sieben Privatbanken von den Angriffen betroffen. Stattgefunden haben sie am Dienstag. Bei den Angriffen handelte es sich um sog. DDoS-Attacken, bei denen so viele automatisierte Anfragen an eine Website gestellt werden, dass sie überlastet ist. In der Folge können echte Aufrufe nicht mehr verarbeitet werden: Es kommt zu erheblichen Funktionseinschränkungen. Für die Kunden der Bank hat das etwa zur Folge, dass Online-Banking-Dienste nicht genutzt werden konnten.

Ein Sprecher der dänischen Zentralbank spielte den Vorfall gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters herunter: Die Seite der Zentralbank sei bereits am Nachmittag wieder wie gewöhnlich aufrufbar gewesen, andere Systeme der Bank seien nicht betroffen und das Tagesgeschäft nicht beeinträchtigt gewesen. Ein Sprecher des IT-Bankendienstleisters Bankdata gab ebenfalls zu Protokoll, es sei lediglich zu kurzzeitigen Beeinträchtigungen gekommen.

Die betroffene Sydbank, eine der größten Banken Dänemarks, hatte den Angriff auf ihre Website auf Facebook bestätigt und gegen 15 Uhr gemeldet, dass die Seite wieder wie gewohnt erreich- und nutzbar sei. Ein Sprecher der Jyske-Bank, ebenfalls eine der größten Banken des Landes, gestand ein, dass es vorrübergehend zu Beeinträchtigungen gekommen sei.

Angriffe werden verfolgt

DDoS-Angriffe erfordern im Grunde kein technisches Wissen und können von allen, die über einen Computer verfügen, problemlos initiiert werden. Das Bewusstsein für die Probleme derartiger Angriffe ist in den letzten Jahren enorm gestiegen – und damit auch die Strafverfolgung. Mittlerweile ist eine professionelle Infrastruktur etwa zur Vermietung von Servern für DDoS-Angriffe entstanden. In der Vergangenheit hatte es gegen Betreibende derartiger Infrastrukturen gerichtete Ermittlungen sowie Festnahmen gegeben. DDoS-Angriffe hatte es in der jüngeren Vergangenheit etwa gegen die IHK und Microsoft gegeben. Besonders kurios war ein Vorfall in Zusammenhang mit einem Minecraft-Turnier. Ein Angriff, der sich wohl gegen Teilnehmende aus Andorra richtete, legte dabei das Internet im gesamten Land lahm.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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