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IHK wurde Opfer einer umfassenden Cyberattacke

In Deutschland ist eine weitere Körperschaft des öffentlichen Rechts Opfer eines umfassenden Cyberangriffs geworden. Dieses Mal hat es die Industrie- und Handelskammer (IHK) erwischt. Der Angriff soll nicht nur ausgewählte Zweigstellen betreffen. Bis auf die Ableger in Hessen und Baden-Württemberg soll es möglicherweise alle IHKs im gesamten Bundesgebiet getroffen haben.

Cyberangriff auf 79 IHKs in ganz Deutschland

Die Zahl an Cyberattacken nimmt auch in Deutschland stetig zu. Dabei sind es nicht nur große Behörden und Unternehmen, die Opfer von Hackerangriffen werden. Mittlerweile haben es die Kriminellen vermehrt auch auf kleinere öffentliche Stellen abgesehen. So berichtet die IHK, nun ebenfalls Opfer geworden zu sein. Da es insgesamt 79 Zweigstellen der auf die Selbstverwaltung der regionalen Unternehmen spezialisierten Institution erwischt hat, muss man von einer breitgefächerten Attacke ausgehen. Die Spur, welche die Täter dabei hinterlassen haben, scheint anderen Angriffen zu ähneln, die in jüngster Vergangenheit gestartet wurde.

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Die IHK selbst bestätigte die Attacke im Rahmen eines Posts auf dem Portal LinkedIn sowie auf Twitter. Dabei zeigte sich die Körperschaft des öffentlichen Rechts noch unwissend über die Hintergründe der Attacke und teilte lediglich mit, dass diese in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stattgefunden habe.

Wir können Hintergrund und Ausmaß der Attacke noch nicht abschätzen. Zurzeit kommt es jedoch zu Einschränkungen einzelner IHK-Leistungen. Dies gilt insbesondere auch für die Internetseite der drei schleswig-holsteinischen IHKs.IHK via LinkedIn

Einschränkungen bei der Erreichbarkeit

Auf den Angriff hat die IHK bestmöglich reagiert. So hat die Institution sofort die Internetanschlüsse ihrer Zweigstellen gekappt, um weitere Angriffe erst einmal zu stoppen. Doch natürlich hat das Ganze auch seine Schattenseite. Schließlich sind die einzelnen IHKs vorerst nur noch eingeschränkt erreichbar. Sowohl per Telefon als auch per E-Mail kann man die Stellen zur Zeit nicht erreichen. Um wieder ein stückweit Normalität in den täglichen Betrieb zu kriegen, hat sich die IHK Unterstützung von der Gesellschaft für Informationsverarbeitung geholt. Die Experten sollen außerdem bei der Ursachenforschung der Attacke mithelfen und das Ausmaß erarbeiten. Bislang weiß man nämlich noch nicht was und in welchem Umfang bei der Attacke getan wurde.

Steckt eine Ddos-Attacke dahinter?

Es werden sicher noch ein paar Tage ins Land ziehen, bis die zuständigen Ermittler den Schuldigen auf die Spur kommen werden. Allerdings zeichnen sich bereits jetzt teils deutliche Parallelen zu Ddos-Attacken ab, die in letzter Zeit vermehrt auch öffentliche Stellen wie Behörden ereilten. Auch Stromversorger wurden in letzter Zeit Opfer von Ddos-Attacken. Dabei führte die Spur nach Russland. Da mit Beginn des Ukrainekriegs die russische Hackergruppe Killnet zu Attacken auf westliche Ziele aufrief, könnte da durchaus etwas dran sein. Zunächst einmal sollten wir aber die Ergebnisse der Ermittler abwarten.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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