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Deutsche Tochtergesellschaft von Byton geht in die Insolvenz

Für die Byton GmbH, Tochter des chinesischen Autoherstellers Byton, wurde nach einer Bekanntmachung des Amtsgerichts München das Insolvenzverfahren eingeleitet.

Große Versprechen

Byton wurde von zwei ehemaligen BMW-Managern mitgegründet und machte in 2018 große Versprechungen, was die Produktion von Elektroautos angeht. Das Unternehmen hatte hier ambitionierte Ziele und wollte einen konkurrenzfähigen E-SUV, zu einem Preis um die 45.000 Euro auf den Markt bringen. Mit diesem Versprechen ist Byton auf der CES 2018 aufgetreten und auch 2019 legte das Unternehmen einen Auftritt auf der IAA hin. Hier stellte Byton ein serienreifes Modell vor, ein Produktionsstart folgte bis heute jedoch nicht.

Geplant war, die Produktion in 2020 aufzunehmen, jedoch hat das Unternehmen den Betrieb der deutschen Niederlassung nun wegen finanzieller Engpässe ganz eingestellt. Die Wirtschaftswoche berichtete, dass der Insolvenzantrag von einem Gläubiger von Byton kam. In offiziellen Berichten von Byton wird die Corona-Krise verantwortlich gemacht, es sollen zahlreiche Bestellungen storniert worden sein. Laut einem Bericht der WIrtschaftswoche, liegt die finanzielle Lage laut einem Insider allerdings an den ausbleibenden Zahlungen von Geschäftspartnern. Hier fehlten am Ende mehrere hundert Millionen US-Dollar, sodass Mitarbeiter und auch Zulieferer nicht mehr bezahlt werden konnten. Daraufhin wurden in der Zwischenzeit auch alle amerikanischen und deutschen Mitarbeiter ausgestellt.

Erste Entlassungen bereits 2020

Einen Großteil der Mitarbeiter in den USA wurde von Byton bereits im April letzten Jahres entlassen. Auch die deutschen Mitarbeiter haben von dem Unternehmen, wie auch die Kollegen aus den USA, schon über Monate hinweg keinen Lohn mehr erhalten. Die beiden Mitbegründer von Byton Carsten Breitfeld und Daniel Kichert sind mittlerweile auch nicht mehr in der Firma. So haben die ehemaligen BMW-Manager zur Konkurrenz gewechselt. Breitfeld ist bereits seit Anfang 2019 zu Faraday Future und Kirchert zum chinesischen Hersteller Evergrande Auto gewechselt.

Zukunftspläne unklar

Anfang des Jahres hatte sich der Auftragsfertiger Foxconn als Partner von Byton vorgestellt und einen Produktionsstart in 2022 in Aussicht gestellt. Anfragen zu den Plänen werden von Byton allerdings bisher nicht beachtet, somit ist unklar wie die Zukunft für das Unternehmen aussieht.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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