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VW plant mit „Cariad“ unkomplizierte Software in Fahrzeugen

VW konnte dieses Jahr bereits spannende Vorstellungen präsentieren. Neben dem VW ID.Aero dürfte auch der VW ID.Buzz die Kassen des Konzerns klingeln lassen. Volkswagen möchte offenbar ein paar Stellschrauben bei seiner hauseigenen Software namens Cariad nachziehen. So plant der Automobilkonzern eigenen Angaben zufolge, seine Software unkomplizierter zu gestalten. Ziel Nummer Eins sei dabei die Schaffung eines einheitlichen Systems.

Cariad von VW soll spätestens 2026 fertig sein

Mit Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, ŠKODA, SEAT, CUPRA, Audi, Lamborghini, Bentley, Porsche und Ducati gehören gleich zehn Hersteller zu VW. Umso schwerer ist es natürlich, eine einheitliche Software ins Leben zu rufen. Vor allem angesichts der großen Herausforderung des autonomen Fahrens, der sich natürlich auch das deutsche Traditionsunternehmen stellen muss, dürfte Cariad noch einiges an Arbeit mit sich bringen. Dabei ist es nicht nur der reine Funktionsumfang, der von VW schwer zu bewältigen wird. Das Ganze muss für den Kunden selbst auch noch so unkompliziert wie möglich sein. Der Chef des Entwicklungsverbunds Cariad für das geplante zentrale Auto-IT-System, Alf Pollex, erklärte nun „Die Plattform muss einfach, häufig und mit wenig Kundeninteraktion updatefähig sein“.

Insbesondere, wenn das autonome Fahren ins Spiel kommt, werden regelmäßige Updates wohl noch deutlich an Bedeutung gewinnen. Deshalb kann man die Aussagen von Pollex nachvollziehen. Doch die hohen Ansprüche an Cariad scheinen auch den ursprünglichen Zeitplan durcheinanderzubringen. So soll es nun bis etwa 2025 dauern, bis man die sogenannte Ausbaustufe 2.0 fertiggestellt hat. In diesem Entwicklungsstadium möchte man die verschiedenen Softwarelösungen der unterschiedlichen Marken zusammenführen. Bis dahin muss der Konzern noch mit einer großen finanziellen Belastung rechnen. VW-Chef Herbert Diess zeigt sich aber zuversichtlich, dass 2026 alles in Sack und Tüten sein wird. Dann soll mit „Trinity“ die neue Hoffnung von VW in Produktion gehen. Im Zuge dessen werden wir wohl auch erste erfolgsversprechende Lösungen zum autonomen Fahren von den Fahrzeugen des Konzerns sehen.

Ein steiniger Weg steht bevor

Doch wie genau möchte VW seine bisherige Entwicklung bei Cariad umstellen? Im Fokus steht dabei die Zentralisierung des Systems. Man müsse sowohl die Elektronik in den Fahrzeugen als auch die IT in den Entwicklungszentren so anpassen, dass nicht mehr jedes einzelne Bestandteil mit einem separaten Update versorgt werden muss. Dieses Vorgehen erweist sich bei älteren und aktuellen Systemen einfach als zu umständlich. Stattdessen müsse man mit der Zentralisierung in Ausbaustufe 2.0 ganze Update-Pakete senden können. Nur so kann man den Herausforderungen moderner Infotainments gewachsen sein. Doch auch im Kampf gegen die Konkurrenz sind solche Updates wichtig. Da man bei diesem Prinzip nämlich jede Menge Geld sparen würde, könnte man die Fahrzeuge auch zu konkurrenzfähigen Preisen auf den Markt bringen. Wir sind gespannt, wie die Strategie von VW aussehen wird, um Cariad auf den Zielgeraden in die richtige Richtung zu bringen.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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