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Europol: Tools halfen bereits rund 1,5 Millionen Opfern von Ransomware-Angriffen

Ransomware-Angriffe nahmen in den vergangenen Jahren deutlich zu. Die europäische Polizeibehörde Europol stellt dafür 136 kostenlose Tools zur Verfügung, die bereits 1,5 Millionen Opfern helfen konnten. So ließen sich Lösegeldforderungen in Milliardenhöhe einsparen.

Europol: No More Ransom-Initiative ein voller Erfolg

Die vor sechs Jahren ins Leben gerufene No More Ransom-Initiative der Europol ist ein voller Erfolg. Pünktlich zum sechsten Geburtstag des Programms, veröffentlichte die europäische Polizeibehörde einige spannende Statistiken zum Portal, das von der Europol, der niederländischen Polizei und verschiedenen IT-Sicherheitsfirmen ins Leben gerufen wurde.

Zum aktuellen Zeitpunkt umfasst die Initiative 136 kostenlose Tools für 165 Ransomware-Varianten. Über 188 Partner aus dem öffentlichen und privaten Sektor nehmen bereits teil und liefern regelmäßig neue Entschlüsselungstools, um auch die aktuellsten Ableger der Schadsoftware in den Griff zu bekommen.

Bis heute habe das Programm über 1,5 Millionen Opfern von Ransomware-Angriffen geholfen. Dabei seien die betroffenen Geräte entschlüsselt werden, ohne ein Lösegeld an die Kriminellen zahlen zu müssen.

Wie das Magazin Motherboard unter Berufung auf die Angaben einer Europol-Pressekonferenz berichtet, bewegen sich die Einsparungen durch nicht gezahlte Lösegelder im Milliardenbereich. Von rund 1,5 Milliarden Euro ist die Rede.

Europol sagt Ransomware den Kampf an

Ransomware-Angriffe sind bereits seit vielen Jahren ein Problem. Und werden zuletzt immer mehr, während auch die Forderungen der Angreifenden weiter steigen. Von AMD wurden beispielsweise im Januar 2022 knapp 56 GB an Daten gestohlen, allerdings wurde der Ransomware-Angriff erst vor Kurzem publik gemacht.

Zuvor waren auch QNAP-NAS-Geräte von einem Angriff der Gruppierung „Deadbolt“ betroffen, während es bereits im vergangen Jahr Hardware-Hersteller Gigabyte traf.

Hier bietet die Europol bereits seit sechs Jahren ihre Hilfe an und stellt verschiedene kostenlose Tools zur Verfügung, um wieder in den Besitz der geklauten Daten zu kommen oder aber Angriffen vorzubeugen. Die Tools seien weltweit bereits über 10 Millionen Mal heruntergeladen worden, wie aus den Statistiken hervorgeht.

Eine detaillierte Aufschlüsselung der Einsparungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro innerhalb der sechs Jahre des Bestehens liefert man nicht. Allan Liska, Sicherheitsforscher bei Recorded Future, geht allerdings davon aus, dass das Potential noch deutlich größer wäre, da viele Firmen Angst hätten, sich nach einem Ransomware-Angriff an die Polizeibehörden zu wenden.

Oftmals aus „fehlgeleiteter Angst, dass Strafverfolgungsbehörden die Sache nur noch schlimmer machen würden,“ so Liska. Doch die Daten der Europol belegen eben, das genau das Gegenteil der Fall ist.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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