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Gesundheitsbranche: Bitmarck wurde Opfer von Cyberattacke

Im äußerst sensiblen Bereich der Gesundheitsdaten hat es offenbar ein Datenleck gegeben. Dies hat der IT-Dienstleister Bitmarck nun bestätigt. Dieser ist insbesondere für namhafte deutsche Krankenkassen tätig.

Cyberangriff auf Bitmarck im großen Stil

Bitmarck gilt als einer größten IT-Dienstleister im Bereich der Gesundheitsbranche. So verlassen sich namhafte Krankenversicherungen wie die DAK auf den Service des Unternehmens. Umso schwerwiegender und beunruhigender ist es, dass ausgerechnet dieser Big Player nun Opfer einer umfangreichen Cyberattacke geworden ist. Dabei konnten die Kriminellen eigenen Angaben zufolge empfindliche Daten ergaunern. Diese werden bereits jetzt zum Verkauf angeboten. Zu den erbeuteten Daten gehören wohl nicht nur Informationen zu „einfachen“ Nutzern bzw. Angestellten.

Auch von Führungskräften und sogenannten „VIP-Kunden“ habe man Daten stehlen können. Die entsprechenden Daten werden wohl bereits jetzt in der dunklen Ecke des Internets zum Verkauf angeboten. Wenn man sich vor Augen führt, dass der Dienstleister große Datenbanken mit empfindlichen Kundendaten von 25 Millionen Versicherten betreut, kann man die Sorge der Beteiligten mehr als nachvollziehen. Vom Angreifer selbst wurde eine Datenbank ins Netz gestellt, die wohl Daten von mehr als einer Million Personen bieten soll.

Erste Stellungnahme gegenüber heise online

Die Kollegen von heise online konnten auf Anfrage nähere Details vom IT-Dienstleister erhalten. Dabei bestätigte Bitmarck, dass es am 19. Januar 2023 eine entsprechende Attacke auf die IT-Infrastruktur gegeben habe. Zugang erlangten die Kriminellen wohl mithilfe gestohlener Zugangsdaten. Derzeit sei das Unternehmen damit beschäftigt, genauestens zu analysieren, welche Daten betroffen sind. Infolgedessen wird der Dienstleister sicherlich die betroffenen Kunden informieren.

Etwas verwunderlich scheint die Tatsache, dass es seitens der Kriminellen wohl noch keine Lösegeldforderung gebe. Bitmarck hat eigenen Angaben zufolge ohnehin noch keine Möglichkeit gefunden, mit den Angreifern Kontakt aufzunehmen. Ansonsten findet das Unternehmen aber beruhigende Worte. So sei die Integrität des betroffenen Systems wiederhergestellt und entsprechende Sicherheitsbehörden informiert worden. Weitreichende Folgen müsse man durch den Angriff wohl ebenfalls nicht befürchten.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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