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Intel plant Chip-Revolution mit 1 Billion Transistoren

Im Rahmen einer Konferenz hat Intel einen kleinen Ausblick auf die Zukunft gegeben. Dabei standen neben der Möglichkeit stapelbarer Magnetspeicher auch nagelneue Materialien im Fokus. Wir werfen mal einen Blick auf die technischen Pläne des Chipherstellers, der 2023 in Magdeburg eine gigantische Halbleiterfabrik errichten möchte.

Intel überrascht auf Halbleiterkonferenz

Beim International Electron Devices Meeting (IEDM) dürfen Branchengrößen wie Intel natürlich nicht fehlen. Und das Unternehmen hatte Großes anzukündigen. So möchte man unter anderem bis zum Jahr 2030 das Ziel erreichen, in nur einem Chip 1 Billion Transistoren unterzubringen. Wie das technisch in die Tat umgesetzt werden soll, stellten die Experten von Intel selbst im Rahmen von mehreren Vorträgen vor. Dabei ging es insbesondere um neue Materialien und die Möglichkeit, Speicher zu stapeln.

Durch die Verwendung überarbeiteter 2D- und 3D-Materialien und neuer elektrischer Verbindungen sollen die Abstände zwischen den Kontaktflächen nun noch geringer ausfallen. Infolgedessen soll man nicht nur mehrere Chips perspektivisch zu einem Gesamt-Chip vereinen können. Obendrein sollen bestimmte Einheiten wie Caches durch das Stapeln künftig weniger Platz auf dem Chip benötigen.

Ein Blick in die Zukunft

Darüber hinaus möchte Intel auch die elektrischen Eigenschaften der Transistoren deutlich verbessern. Hier kommt ein spezielles 2D-Material namens Molybdänsulfid zum Einsatz. Allerdings werden wir als klassische Kunden davon nicht viel mitbekommen – vorerst zumindest. Diese Technik soll vielmehr Quantencomputern zu einem großen Leistungssprung verhelfen. Bis dahin werden aber noch einige Jahre vergehen. Schließlich befindet sich der Konzern gerade erst in der Forschungsphase. Wann man sich an das Bauen der neuen Chiptechnik machen wird, steht noch in den Sternen. Feststeht, dass Intel für die Zukunft Großes vorhat. Angesichts der Bedeutung der Chipfertigung sollten Hersteller wie das US-Unternehmen aber auch zusehen, dass sie keineswegs den Vorsprung einbüßen oder gar den Anschluss verlieren.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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