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Knapp 40 SpaceX-Satelliten in Sonnensturm zerstört

Herber Rückschlag für das vom US-Raumfahrtunternehmen SpaceX betriebenes Satellitennetzwerk Starlink. Wenige Tage, nachdem das Unternehmen 49 Satelliten in die Umlaufbahn geschickt hat, wurden 40 davon nun in einem Sonnensturm zerstört.

Sonnensturm zerstört 40 SpaceX-Satelliten

Mit knapp 1.800 Starlink-Satelliten im Erdorbit zum Jahresende 2021 ist SpaceX der mit Abstand größte Satellitenbetreiber weltweit. Das Satellitennetzwerk, das künftig besonders schnellen Internetzugang ermöglichen soll, musste nun aber einen herben Rückschlag in Kauf nehmen.

Nur wenige Tage, nachdem man 49 neue Satelliten in die Umlaufbahn geschickt hat, wurden nach derzeitigen Schätzen bis zu 40 davon in einem gewaltigen Sonnensturm zerstört. Das teilte das US-Raumfahrunternehmen jetzt in einem Update mit.

Die Satelliten wurden vom Kennedy Space Center in Florida aus in die Umlaufbahn rund 210 Kilometer über der Erde geschickt, jeder der 49 Satelliten erreichte dabei seinen kontrollierten Flug. Ein geomagnetischer Sturm am 03. Februar habe dann aber für eine Erwärmung der Erdatmosphäre gesorgt.

Dabei sei die Dichte der Erdatmosphäre derart stark angestiegen (um 50 Prozent höher als bei vorangegangenen Satellitenstarts), dass die Satelliten zum vorzeitigen Absturz gebracht wurden, so die Schätzungen von Starlink. Dank der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens seien dabei aber keine anderen Satelliten oder die Erdoberfläche zu Schaden gekommen, schreibt das Unternehmen.

Niedriger Start

In der vergleichsweise niedrigen Höhe von 210 km über der Erde werden neu gestartete Starlink-Satelliten zunächst auf ihre Funktionalität überprüft und erst nach dem erfolgreichen Test in ihre eigentlichen Umlaufbahnen in mehr als 500 Kilometern Höhe geschickt.

Somit könne das Unternehmen sicherstellen, dass die wenigen Satelliten, die den Test nicht bestehen, vergleichsweise sicher und schnell vom Himmel fallen und in der Atmosphäre verglühen. Diese Zwischenschritt würde zwar in zusätzlichen Kosten resultieren, sei aber die richtige Lösung, um Weltraumschrott zu minimieren und gleichzeitig eine nachhaltige Weltraumnutzung zu ermöglichen, verrät Starlink weiter. Ersten Schätzungen zufolge wurden beim Sonnensturm bis zu 40 der neu gestarteten SpaceX-Satelliten zerstört und das, obwohl sie zu einer Verringerung des Luftwiderstandes entsprechend auszurichten.

Starlink bringt seit Mai 2019 Satelliten für schnelles Internet in den Weltraum. In einer Vorserie wurden seinerzeit 60 SpaceX-Satelliten ins All geschickt. Bis Ende 2020 verglühten Schätzungen zufolge 47 dieser Prototypen in der Erdatmosphäre.

Seit März 2020 ist Starlink-Satelliten-Internet offiziell erhältlich und startete zunächst in den USA, ein Jahr später auch in Deutschland, sowie in vielen weiteren Ländern. Aktuellen Zahlen zufolge weist Starlink bereits rund 150.000 Kundinnen und Kunden auf. Insgesamt will man künftig bis zu 30.000 Satelliten ins All schicken und damit den gesamten Globus abdecken.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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