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Meta reduziert Abo-Preise für Facebook und Instagram

Social Media ohne Werbung. Um die EU-Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen, hatte Facebook-Mutterkonzern Meta im vergangenen Oktober ein kostenpflichtiges Abo-Modell seiner Dienste wie Facebook und Instagram eingeführt, das eine werbefreie Nutzung er sozialen Netzwerke ermöglichte. Auch im Hinblick auf den Digital Markets Act (DMA) reduziert Meta nun die Abo-Preise um fast die Hälfte.

Meta-Abo ohne Werbung wird günstiger

Mit Einführung der DSGVO fehlte es dem Meta-Konzern an einer rechtskonformen Einwilligung für personalisierte Werbung, was ein Bußgeld in Höhe von rund 390 Millionen Euro durch die irische Datenschutzbehörde DPC nach sich zog.

Meta reagierte und kündigte im vergangenen Oktober ein neues Bezahl-Abonnement an, das die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram komplett von Werbung befreit. Das ließt sich das Unternehmen aber teuer bezahlen.

Kostenpunkt: 9,99 Euro im Monat bei Buchung über das Web beziehungsweise 12,99 Euro monatlich beim Abschluss über das Smartphone im Android- oder iOS-Kosmos. Seit 01. März 2024 kommen noch einmal weitere 6 Euro (Web) beziehungsweise 8 Euro (Mobile) monatlich hinzu, wenn ein zusätzliches Konto verknüpft werden soll.

Dabei steht das Abo nicht nur aufgrund des hohen Preises bei Datenschützern und Aufsichtsbehörden in der Kritik. Nun steht aber immerhin eine Preissenkung in Aussicht, wie das Nachrichtenmagazin Reuters berichtet.

Bei einer Anhörung in Brüssel verriet ein Meta-Angestellter, dass die Preis für das Abo ohne Werbung innerhalb der EU künftig auf 5,99 Euro im Monat gesenkt werden. Einen konkreten Termin für die Umstellung nannte er jedoch nicht. Zusätzliche Accounts schlagen künftig nur noch mit 4 Euro pro Monat zu Buche.

„Das ist bei weitem das unterste Ende der Preisspanne, die eine vernünftige Person für Dienstleistungen dieser Qualität zahlen sollte,“ sagte Tim Lamb, Anwalt von Meta laut dem Bericht bei der Anhörung der EU-Kommission.

DMA: Meta reagiert vorsorglich

Meta musste sich in den vergangenen Jahr wegen unterschiedlicher Praktiken und Systeme immer wieder vor Gericht verantworten. Im vergangenen Mai wurde das Unternehmen von der irischen Datenschutzbehörde sogar zu einer Rekordstrafe in Höhe von 1,2 Milliarden Euro verknackt (wir berichteten).

Um nun weiteren Verfahren und Bußgeldern zu entgehen, passt Meta offenbar vorsorglich die Preise für das Werbe-Abo von Facebook und Instagram an. Vermutlich dürfte hier der kürzlich in Kraft getretene Digital Markets Act das Zünglein an der Waage sein, der vor allem ein Auge auf US-Tech-Konzerne geworfen hat.

Facebook und Instagram gelten als sogenannte Gatekeeper im Bereich sozialer Medien und sind daher strengeren Regularien unterstellt. Welche Auswirkungen der DMA auf Meta direkt hat ist – zumindest öffentlich – bislang nicht bekannt.

Auch bei Meta selbst herrscht offenbar noch Unklarheit, weshalb Lamb vor der EU-Kommission eine Klärung der aktuell geltenden Rechtsunsicherheit pocht.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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