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Metaverse: Zuckerberg zieht Spott auf sich

Das Metaverse ist seit einiger Zeit das Kernprojekt von Mark Zuckerberg. Er hat nicht nur sein Unternehmen von Facebook in Meta umbenannt, sondern auch einen beachtlichen Teil der finanziellen und personellen Ressourcen des Unternehmens in die Entwicklung dieser virtuellen Welt gesteckt. In der Öffentlichkeit kommt das Metaverse bisher jedoch nicht allzu gut an.

Eiffelturm und Sagrada Familia

Anlass der jüngsten Welle des Spots ist eine Grafik aus dem Metaverse, die Zuckerberg auf seinem privaten Facebookprofil teilte. Hier ist sein Avatar vor einem simplen grünen Hintergrund zu sehen. Ebenfalls auf dem Bild befinden sich Darstellungen des Eiffelturms sowie der Sagrada Familia. Auffällig ist dabei vor allem die miserable Qualität der Grafik: Dass es sich um die Sagrada Familia handeln soll, wird nur aus dem Kontext deutlich; der Eiffelturm wirkt unförmig und Zuckerbergs Avatar könnte Kinderserien der 90er-Jahre entnommen sein. Kurzum: In dieser Form erscheint das Metaverse nicht wie die Zukunft des Internets.

In der Folge stürzten sich diverse Personen in diversen Medien auf die Grafik und nutzten sie zur Erstellung von Memes. Besonders Zuckerbergs Avatar wurde dabei häufig verwendet und etwa in Ausschnitte aus dem Film The Social Network, der die Gründung Facebooks in fiktionalisierter Form darstellt, gephotoshopt. Die Memes schwanken dabei zwischen reiner Belustigung und fundierter Kritik an Zuckerbergs Wirken.

Zuckerberg reagiert

Zuckerberg selbst hat unterdessen reagiert und das Metaverseprojekt verteidigt. So verwies er in einer Stellungnahme darauf, bei der geteilten Grafik handele es sich um ein schnell zusammengestelltes Bild, das nicht die Grafik des Metaverse widerspiegele. Zuckerberg teilte zudem einen angepassten Avatar, der ihn selbst darstellen soll. Die Grafik ist hier zwar erkennbar moderner, bleibt jedoch nach wie vor weit hinter den heutigen technischen Möglichkeiten zurück.

Zuckerberg macht damit insgesamt klar, dass er am eingeschlagenen Weg festhalten und das Metaverse vorantreiben möchte. Andere Unternehmen hingegen haben sich mittlerweile von ungebrochener Euphorie verabschiedet. So hat etwa Tinder seine Investitionen in derartige Modell deutlich zurückgefahren. Zurückzuführen sein dürfte das vor allem auf die allgemeine Kritik am Projekt. So sehen viele Menschen im Metaverse nicht die Utopie, als die Zuckerberg es verkaufen möchte, sondern lediglich eine weitere Möglichkeit der Kapitalisierung des Internets sowie sozialer Interaktionen. Hinzu kommen etwa Berichte über sexuelle Belästigungen im Metaverse.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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