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MWC 2024: Lenovo geht mit transparentem Laptop an den Start

Die Gerüchte haben sich bestätigt. So geht Lenovo beim Mobile World Congress (MWC) tatsächlich mit einem durchsichtigen Laptop an den Start. Die ersten Bilder von der Tech-Messe in Barcelona zeigen ein extrem cooles Stück Technik. Doch kann dieses Notebook wirklich die breite Masse erobern?

Lenovo zeigt „Konzept-Notebook“

Wirklich groß war der Aufschrei nicht, als Tech-Begeisterte beim diesjährigen MWC erstmal Hand an dem neusten Hardware-Kunstwerk aus dem Hause Lenovo anlegen durften. Schließlich mutmaßte man bereits im Vorfeld, dass das Unternehmen mit genau solch einem Kniff um die Ecke kommen dürfte. Der Hersteller hat dabei kein marktreifes Produkt präsentiert. Vielmehr handelt es sich um den sogenannten „Lenovo Thinkbook Transparent Laptop Proof of Concept“. Unsere Kollegen von heise online durften im Rahmen der Tech-Messe erstmals einen Blick auf das Gerät werfen und dabei sogar Hand anlegen.

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Bild: Lenovo

Dabei gesellte sich neben die Begeisterung ob der coolen Optik auch die Frage nach der Praktikabilität des Konzept-Notebooks. Bei der Paneltechnik setzt Lenovo auf Mikro-LEDs. Das sorgt für einen Verzicht auf organische Schichten und ermöglicht demzufolge Transparenz. Doch für die breite Masse ist diese Technologie (noch) nicht wirklich geeignet. Das liegt nicht daran, dass sie unausgereift ist. Vielmehr ist sie äußerst kostspielig.

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Bild: Lenovo

Da dürfte es auch nicht verwundern, dass das transparente Notebook von Lenovo nur einen Vorgeschmack auf das geben soll, was uns in ein paar Jahre auf dem Tech-Markt erwarten dürfte. Abseits der Transparenz lesen sich die technischen Daten recht okay. So soll das Notebook eine Helligkeit von 1.000 nits bieten können. Damit dürfte es auch einen Außeneinsatz bei hellem Sonnenlicht problemlos ermöglichen können. Eine Auflösung von gerade einmal 720 ist bei 17 Zoll Bildschirmgröße hingegen alles andere zeitgemäß.

An mehr Privatsphäre wird gearbeitet

Das auf dem MWC vorgestellte Modell eignet sich indes nicht als Notebook für Arbeiten im Großraumbüro, der Bibliothek oder dem öffentlichen Café. Zumindest gilt das für all diejenigen, die ihre Bildschirminhalte nicht freizügig herzeigen möchten. Und derer gibt es sicher viele. Das liegt daran, dass das Display natürlich nicht nur in eine Richtung transparent ist. Folglich kann auch eine gegenüber sitzende Person erkennen, was sich gerade auf dem Bildschirm abspielt. Doch das soll sich laut Lenovo noch ändern. Derzeit feile man noch an einer Lösung, die Transparenz regulieren zu können. So könnte man den Bildschirm bei Bedarf problemlos auch undurchsichtig machen. h

Wozu braucht man das?

Bleibt festzuhalten, dass die meisten das Notebook dann höchsten in den eigenen vier Wänden im Transparenzmodus betreiben könnten. Doch ganz ehrlich: Will man so coole Technik nicht auch außer Haus vorzeigen? Lenovo betont indes gegenüber heise, dass es natürlich auch Situationen gebe, in denen sich der Transparenzmodus auch in öffentlichen Räumen bezahlt machen könne. So zum Beispiel, wenn Mitarbeiter einer Rezeption ihrem Gegenüber den Bildschirminhalt zur Kontrolle zeigen möchten. Allerdings muss Lenovo dann noch dafür sorgen, dass sich der Inhalt drehen lässt. Derzeit erscheint er nämlich gespiegelt auf der Rückseite.

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Bild: Lenovo

Doch auch, wenn man die Praktikabilität des Ganzen durchaus hinterfragen muss, dürfte es hierfür durchaus eine Käuferschicht geben. Schließlich springen viele potentielle Nutzer bei spannender neuer Technik an. Und eines muss man dem Notebook lassen: Es sieht einfach verdammt cool aus. Das gilt übrigens nicht nur für den Bildschirm selbst. Wie die im Vorfeld durchgesickerten Bilder es bereits nahegelegt haben, kommt auch die Tastatur im modernen Design daher. Es handelt sich bei der gesamten Unterseite um eine berührungsempfindliche Fläche. Hier findet dann auch die digitale Tastatur Platz.

Lenovo ist noch nicht am Ziel

Natürlich wollte heise online dann noch wissen, wie die weitere Roadmap des Herstellers aussieht. Wann werden wir wohl mit den ersten Notebooks rechnen können, die über die vorgestellte Technik verfügen. Der Sprecher von Lenovo übte sich hier etwas in Zurückhaltung. So will das Unternehmen zunächst noch einiges an dem Bildschirm überarbeiten. Insbesondere in Sachen Auflösung ist es nämlich alles andere als auf dem neuesten Stand. Die 720p des Konzeptmodells sind einfach nicht zeitgemäß.

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Bild: Lenovo

Auch die oben angesprochene Regulierung des Transparenzgrads muss eingeführt werden. Die Kollegen von heise online beschwerten sich nach einem Praxistest dann noch über die Tastatur. Diese sei zwar hübsch anzusehen, doch „zum Tippen ebenfalls kaum brauchbar“. Weiterhin machen sich die Tech-Experten sorgen um die Stabilität des Gehäuses, welches bekanntermaßen nur aus zwei Glaspanels besteht. Man wird also schauen müssen wo die Reise hingeht.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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