News

Netflix verliert rund 1 Mio. Abonnenten, Werbe-Abo ab 2023

Netflix, der Platzhirsch unter den Streaminganbietern, hat im zweiten Quartal 2022 fast eine Million Abonnentinnen und Abonnenten verloren. Damit ereilt das Unternehmen, unter anderem wegen der gestiegenen Inflation, dasselbe Schicksal unter dem auch Apple Music, Spotify und Co leiden.

Quartalsbericht: Netflix verliert rund eine Million zahlende Kunden

Die weltweite Zahl von zahlenden Kundinnen und Kunden beim Streaminganbieter Netflix ist im zweiten Quartal 2022 um rund 970.000 im Vergleich zum ersten Quartal gesunken. Das geht aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens hervor, den man am 19. Juli veröffentlicht hat.

Demnach sank die Anzahl an globalen bezahlten Mitgliedschaften im Vergleich zum ersten Quartal 2022 von 221,64 Millionen Abos auf 220,67 Mio. Abonnements. Die Talfahrt geht also weiter, nachdem man im vierten Quartal 2021 mit 221,84 Mio. Abos den bisherigen Höchststand erreichte.

Für das dritte Quartal 2022 prognostiziert man hingegen wieder eine positive Entwicklung und geht davon aus, die Zahlen der Bezahl-Abonnements vom Jahresbeginn wieder erreichen und minimal übertreffen zu können.

Gleichzeitig stieg aber der Umsatz um 8,6 Prozent auf 7,970 Milliarden US-Dollar, was trotzdem unter den Erwartungen von Netflix läge. Die Herausforderungen und Möglichkeiten lägen darin, „unsere Einnahmen und Mitgliederzahlen zu erhöhen, indem wir unser Produkt, unsere Inhalte und unser Marketing weiter verbessern,“ schreibt Netflix in einem Brief weiter.

Netflix Werbe-Abo soll für Beschleunigung sorgen

Das Netflix Werbe-Abo, das erst vor Kurzem offiziell bestätigt wurde und im Jahr 2023 starten soll, soll die Talfahrt des Streaming-Anbieters beenden und für ein beschleunigtes Wachstum sorgen. Das geht aus einem Brief an die Aktionäre des Unternehmens hervor.

In der Zukunft werden wir uns auf eine bessere Monetarisierung in der Nutzung konzentrieren und das durch eine Optimierung unserer Preise und Abo-Modelle, wie auch durch den Start eines neuen, günstigeren Werbe-finanzierten Abo-Modells.

Gemeinsam mit dem Technologie- und Sales-Partner Microsoft wolle man das Netflix Werbe-Abo weiterhin, wie geplant, ab Anfang des Jahres 2023 anbieten. Starten will man gemeinsam zunächst in „einer Handvoll Märkten“, die ein großes Werbevolumen böten. Genauer ins Details geht der Streamingdienst dabei nicht.

Ziel sei es, im Laufe der Zeit ein Werbe-finanziertes Modell anzubieten, das dem des klassischen linearen Fernsehprogramms überlegen sei, nahtloser funktioniere und relevanter für Kundinnen und Kunden, sowie effektiver für die Werbepartner sei.

Neue Wege beim Account-Sharing

Gleichzeitig wolle man aber auch rund 100 Millionen Haushalte monetarisieren, die über Account-Sharing aktuell Netflix nutzen, ohne dafür zu bezahlen. Im März 2022 hatte Netflix eine Kampfansage an das Teilen von Zugängen ausgesprochen.

In Lateinamerika habe man zwei verschiedene Ansätze gestartet, um die Möglichkeiten auszuloten. „Unser Ziel ist es, eine leicht nutzbare, bezahlte Sharing-Funktion anzubieten, von der wir glauben, dass sie für unsere Mitglieder und unser Unternehmen funktionieren kann, die ab 2023 ausgerollt wird,“ heißt es im Brief an die Aktionäre weiter.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

Ähnliche Artikel

Neue Antworten laden...

Basic Tutorials

Gehört zum Inventar

6,588 Beiträge 1,874 Likes

Netflix, der Platzhirsch unter den Streaminganbietern, hat im zweiten Quartal 2022 fast eine Million Abonnentinnen und Abonnenten verloren. Damit ereilt das Unternehmen, unter anderem wegen der gestiegenen Inflation, dasselbe Schicksal unter dem auch Apple Music, Spotify und Co leiden. Quartalsbericht: Netflix verliert rund eine Million zahlende Kunden Die weltweite Zahl von zahlenden Kundinnen und Kunden … (Weiterlesen...)

Antworten Like

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"