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SpaceX gibt China Grund zur UNO-Beschwerde

China hat sich bei der UNO über die Satelliten des Unternehmens SpaceX beschwert. Grund hierfür sind zwei unerwünschte Annäherungen der Starlink-Satteliten an die chinesische Weltraumstation.

China vs. SpaceX

Es gibt schon wieder eine neue Geschichte aus der Reihe China gegen USA. Dieses Mal spielt allerdings nicht Huawei eine der Hauptrollen. Stattdessen steht dieses Mal mit SpaceX ein US-Amerikanisches Unternehmen aufgrund eines mutmaßlichen Fehlverhaltens im Fokus. So soll es in diesem Jahr zu insgesamt zwei Zwischenfällen im Weltraum gekommen sein. China wirft dem Anbieter für Satelliteninternet vor, dass er seine Satelliten zu nah an die chinesische Raumstation Tianhe fliegen ließ. Im Zuge dessen musste die Raumstation ein Ausweichmanöver durchführen. Die chinesische Regierung sah sich deshalb gezwungen, bei der Raumfahrtorganisation der UNO zu beschweren.

Vorfälle internationaler Tragweite

China zeigt sich indes mehr als nur erbost über die beiden Vorfälle. Dementsprechend versucht das Reich der Mitte auch andere Staaten gegen SpaceX zu mobilisieren. Um dies zu erreichen, hat der Staat die UNO darum gebeten, die entsprechenden Infos an jedes andere Mitglied weiterzuleiten. Insbesondere die Unterzeichner des sogenannten „Weltraumvertrags“ sollen sich die Vorfälle vergegenwärtigen und entsprechend handeln. Schließlich sei es die Aufgabe der entsprechenden Staaten, sich um die Einhaltung der Gesetzmäßigkeiten zu kümmern. Dabei spiele es laut der chinesischen Regierung keine Rolle, ob die Gesetze von Staaten oder Unternehmen missachtet werden.

Ein schlechtes erstes Jahr für Tianhe

Mit „Tianhe“ hat China seine erste nationale Raumstation ins Weltall geschickt. Dabei hob im Frühling diesen Jahres das erste Modul auf der Erde ab. Im Juni flogen dann die ersten Taikonauten hinterher und bezogen die Raumstation. Während es sich bei „Tianhe“ genauso wie beim US-Amerikanischen Pendant „ISS“ um ein Flugobjekt im Weltall handelt, wächst die Anzahl von Satelliten stetig weiter. SpaceX ist mit seinem Programm Starlink nur ein Beispiel dafür, wie Anbieter für Satelliten-Internet zunehmend für einen waschechten Stau im Weltall sorgen. Allein das Unternehmen von CEO Elon Musk bevölkert die Umlaufbahn der Erde mittlerweile mit knapp 1.600 Satelliten.

Experten sind besorgt

Und das scheint erst der Anfang zu sein. Schließlich wächst die Zahl potentieller Anbieter für Satelliteninternet stetig. Die Entwicklung wird von Experten bereits seit geraumer Zeit mit Sorgenfalten beobachtet. Schließlich sehen diese darin eine zunehmende Gefahr dafür, dass es zu Unfällen im Weltall kommt. Auch, wenn man dabei natürlich keine Personenschäden befürchten muss, sorgen kaputte Satelliten für zunehmenden Weltraummüll. Dieser kann zur potentiellen Gefahr für weit wichtigere Flugkörper wie eben Raumstationen und deren Besatzung werden. Dies ist nicht nur bei der jungfräulichen Raumstation Tianhe der Fall. Auch die ISS muss regelmäßig mit herumfliegendem Schrott kämpfen. Ausweichmanöver sind auch dort die Folge.

Trägt China eine Mitschuld?

Dies scheint allerdings nur eine Seite der Medaille zu sein. Schließlich ist es offenbar so als würde China zumindest eine gewisse Mitschuld an der ganzen Situation haben. So hat auch das Reich der Mitte für jede Menge Weltraumschrott gesorgt. Ursache war der im Jahr 2007 stattgefundene Abschuss eines alten Wettersatelliten. Die dadurch entstandenen Schrottteile zwangen die ISS bereits mehrere Male zu brenzligen Ausweichmanövern.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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