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Tesla wegen irreführender Werbung zu Austausch des Bordcomputers verurteilt

Das Full Self-Driving System von Tesla muss ohne zusätzliche Kosten abonniert werden können. Wegen irreführender Werbung wurde der Automobilhersteller zum kostenlosen Nachrüsten des Bordcomputers verurteilt.

Irreführende Werbung: Tesla muss kostenlose Bordcomputer nachrüsten

Bereits Ende Oktober 2022 berichteten wir, dass Tesla ein irreführendes Werbeversprechen teuer zu stehen kommen könnte. Nun ist es tatsächlich eingetreten. Der Grund: Seit über acht Jahren wirbt der Automobilhersteller damit, dass alle Modelle mit dem Autopiloten – genannt Full Self-Driving System – nachgerüstet werden könnten, weil die entsprechende Hardware vorhanden sei. Dem ist allerdings nicht so.

Grund für das Verfahren waren Unfälle, die mit dem Autopilotsystem einhergingen. Eine Androhung einer hohen Millionenstrafe sprach die US-Verkehrssicherheitsbehörde bereits im letzten Jahr aus.

Hinzu kommt, dass manche Tesla-Modelle den Autopiloten nur nutzen können, wenn der dafür notwendige Bordcomputer das auch hergibt. Hardware 3.0 oder der FSD-Computer müssen gegeben sein und ein entsprechendes Full-Self-Driving-Abonnement abgeschlossen sein.

Das Problem ist, dass Besitzerinnen und Besitzer ohne die entsprechende Hardware diese erst einmal für 1.500 US-Dollar, später 1.000 USD, nachrüsten mussten, um den Service überhaupt abonnieren zu können.

Irreführende Werbung kommt Tesla teuer zu stehen

Wie die Website Electrek berichtet, war nun ein US-amerikanischer Besitzer eines Tesla Model 3 Stein des Anstoßes. Er habe den Autobauer vor einem Gericht im Staat Washington verklagt, nachdem seine Gesuche an Tesla, eine Lösung zu finden, ignoriert wurden.

Sein Model 3 verfügte nur über die Hardware 2.5 und Tesla verlangte 1.000 Dollar für das Nachrüsten, bevor das Abo überhaupt abgeschlossen werden konnte. Tesla glänzte bei dem Verfahren vor Gericht durch Abwesenheit und der Kläger gewann.

„Darüber hinaus hat der Kläger ein zweites Tesla Model 3 gekauft, nachdem er sich auf die Werbeaussage des Herstellers verlassen hatte, dass alle Model 3 mit der notwendigen Hardware zum autonomen Fahren ausgestattet sind. Der Beklagte erfuhr, dass die Installation des Full Self-Driving Systems 1.106 US-Dollar an zusätzlichen Hardware-Investitionen kosten würde, was eine irreführende Werbung seitens Tesla darstellt,“ zitiert Electrek das Urteil des Richters.

Auch in einem zweiten Fall verklagte der Mann Tesla und bekam Recht. Er teilte der Website daraufhin mit, dass Tesla die Strafe durch das Gericht schnell gezahlt habe. Damit hat der Mann den Weg für viele weitere Verfahren oder zumindest Beschwerden geebnet, die Tesla wegen der irreführenden Werbung teuer zu stehen kommen dürfte.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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