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Twitter: Redefreiheit endet wo Negativwerbung für Tesla beginnt

Mit der Übernahme von Twitter wollte Elon Musk eigenen Angaben zufolge eigentlich für mehr Redefreiheit in dem sozialen Netzwerk sorgen. Doch offenbar hat die Meinungsfreiheit ein Ende, wenn es um Werbung geht, die sich kritisch mit Tesla auseinandersetzt.

Sicherheit von Tesla wird in Frage gestellt

Seit etwas mehr als zwei Wochen ist Elon Musk neuer Twitter-Chef. Doch auch, wenn der schillernde Tech-Milliardär erst ein paar Tage den CEO-Posten innehat, gab es bereits diverse Aufschreie aufgrund seines fragwürdigen Verhaltens. So hat er nicht nur eine umfassende Entlassungswelle beim Kurznachrichtendienst in die Wege geleiten. Obendrein möchte er umfangreiche Einsparungen bei den Serverkosten vornehmen, was auf kurz oder lang für Instabilität beim sozialen Netzwerk sorgen könnte. Doch auch Twitter-Kunden wurden bereits zur Zielscheibe von Musk. So hat der Tesla-Chef beispielsweise seinen abtrünnigen Werbekunden damit gedroht, Negativ-Kampagnen gegen sie in die Wege zu leiten.

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Ein Unternehmen, über das wir auf Twitter aber keineswegs rufschädigende Werbung sehen werden, ist wohl Tesla. Der Elektroautobauer, welcher in der Hand von Elon Musk ist, sieht sich allerdings seit geraumer Zeit satter Kritik ausgesetzt. Im Fokus steht abermals der Autopilot. Dieser sei laut dem „Dawn Project“, welches eine Anzeige in der New York Times schaltete, eine Bedrohung für Leib und Leben von Kindern, die auf dem Fußweg unterwegs seien. Ihre Aussagen fußen auf einem Test, bei dem Dummies in Größe von Kindern von der Software des Tesla-Modelle ganz einfach übersehen und überfahren wurden. Diese Erkenntnisse dürften Musk natürlich überhaupt nicht gefallen.

Erfolgreiche Entfernung bereits im August

Im Sommer diesen Jahres stand noch in den Sternen, ob Elon Musk tatsächlich Twitter übernehmen würde. Das Video des „Dawn Project“ kochte damals aber bereits in den sozialen Medien hoch. Das sorgte bei Tesla für großen Unmut, weshalb die Chefetage von Twitter die Entfernung der Videos forderte. Als Begründung gab das Unternehmen die Diffamierung seiner Fahrzeugtechnik an. Twitter sah ein, dass die Kampagne des „Dawn Project“ durchaus einen politischen Hintergrund hatten. Aus diesem Grund verstieß die Anzeige tatsächlich gegen die Richtlinien und wurde vom Kurznachrichtendienst entfernt. Nun muss man sich die Frage stellen, wie der neue Twitter-Chef mit dieser Sache umgehen sollte.

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Schließlich hat Elon Musk mehrfach gefordert, dass Twitter mehr Redefreiheit ermöglichen müsse und die Filter des Netzwerks gegen selbige verstoßen würde. Mit seiner Übernahme des Dienstes wollte er gleichsam auch gegen die Zensur kämpfen, die mutmaßlich in dem sozialen Netzwerk stattfindet. Geht es nach dem Chef des „Dawn Project“ Dan O’Dowd müsse Musk nun den Hinweis auf den Crash-Test wieder zulassen. Schließlich handelt es sich bei einem Hinweis auf die Gesundheit von Menschen und insbesondere von Kindern definitiv um Redefreiheit, die gewährt werden sollte. Würde Elon Musk diesem Wunsch nicht nachkommen, wäre das abermals ein Beweis dafür, dass er zwar Wasser predigt, schlussendlich aber doch immer Wein trinkt.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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