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Twitter: Elon Musk möchte Serverinfrastruktur entschlacken

Elon Musk betrat Twitters Geschäftsräume in San Francisco unmittelbar nach der Übernahme des Chef-Postens symbolisch mit einem Waschbecken. Wie sich nun, knapp zehn Tage nach vollendetem Kauf des Kurznachrichtendienstes, zeigt, lässt er diesem Symbol auch Taten folgen. Schließlich erinnert der Umgang des gleichsam schillernden wie umstrittenen Tech-Milliardärs mit dem sozialen Netzwerk einer Umstrukturierung im großen Stile. Nun hat der Tesla-Chef sein persönliches Ziel für Twitter ausgegeben. So möchte er sich von den 3 Millionen US-Dollar Verlust verabschieden, die der Dienst wohl jeden Tag macht.

Twitter muss den Gürtel enger schnallen

Mit etwa 238 Millionen aktiven Nutzern im zweiten Quartal 2022 gehört Twitter wohl zweifelsohne zu den am meisten genutzten sozialen Netzwerken weltweit. Doch um ein solches am Leben zu erhalten, ist auch eine entsprechend leistungsstarke Infrastruktur vonnöten. Ausgerechnet in diesem Bereich möchte der frisch gekürte neue Twitter-Chef Elon Musk den Rotstift ansetzen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters sollen hier wohl Einsparungen von ca. 1 Milliarde US-Dollar möglich sein. Diese beruft sich dabei auf firmeninterne Chats von Angestellten des Kurznachrichtendienstes. Obendrein geht aus der Quelle hervor, dass Twitter wohl jeden Tag 3 Millionen US-Dollar Verlust macht.

Damit soll nun unter der neuen Führung Schluss sein. Dass Elon Musk einen harten Sparkurs fahren würde, war der Belegschaft bereits vor seiner tatsächlichen Übernahme klar. So sprach er im Vorfeld davon, bis zu 75 Prozent der Twitter-Mitarbeiter zu entlassen. Dass das nicht nur leere Phrasen waren, hat der Tesla-Chef gleich zu Beginn deutlich gemacht, indem er eine umfangreiche Entlassungswelle gestartet hat. Im Rahmen seines „Deep-Cuts-Plans“ möchte der Tech-Milliardär nun auch die benötigte Hardware entschlacken. So möchte man durch gezielte Reduktion der Server- sowie Cloudinfrastruktur bis zu 3 Millionen US-Dollar einsparen. Was in der Theorie vernünftig klingen mag, hat aber auch seine Schattenseiten.

Serverausfälle drohen

Twitter hat nicht ohne Grund diese große Infrastruktur aufgebaut. Schließlich soll diese für einen möglichst zuverlässigen und konstanten Betrieb des Dienstes sorgen. Wer an dieser Stelle einspart, muss also über kurz oder lang damit rechnen, dass es häufiger zu Störungen oder gar Ausfällen des Kurznachrichtendienstes kommt. Insbesondere dann, wenn Hashtags aufgrund eines Vorkommnisses von globaler Bedeutung heiß laufen, stellt dies eine Herausforderung für Server und Cloud dar. Passende Reserven sind deshalb umso wichtiger, um sowohl Webseite als auch App am Laufen zu halten. Ob Musk dies wirklich durchziehen wird, muss man also durchaus bezweifeln. Der Belegschaft allerdings sei es fast schon zu wünschen. Sollte der Tesla-Chef nämlich feststellen, dass die Server- und Cloudinfrastruktur keine großen Einsparpotentiale bergen, werden über kurz oder lang wohl noch mehr Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssen.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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