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Twitter: Musk will 75 Prozent der Beschäftigten entlassen

Gegenüber potentiellen Investoren hat Elon Musk angekündigt, rund 75 Prozent der Beschäftigten bei Twitter entlassen zu wollen. Er sieht darin ein wesentliches Instrument der Gewinnsteigerung des Unternehmens. Die bisherige Twitterleitung will die Beschäftigten beruhigen.

Entlassungspläne

Bloomberg berichtet, Musk habe im Rahmen seines ersten Übernahmeangebots vor Investmentbankern angegeben, die Belegschaft Twitters deutlich verkleinern zu wollen. Von bisher rund 7.500 Beschäftigten sollen nur etwa 2.000 übrigbleiben. Musk sieht darin allem Anschein nach ein Mittel, den Gewinn des Unternehmens zu steigern – und es damit für potentielle Investoren sowie für sich selbst interessanter zu machen. Gleichzeitig kündigte er Bloomberg zufolge an, den Umsatz innerhalb von zwei Jahren verdoppeln zu wollen.

Ob die Pläne noch aktuell sind oder jemals ernst gemeint waren, ist dabei nicht klar. Musk selbst hat sich in der Vergangenheit als äußerst unzuverlässig erwiesen. So hatte er im April die Übernahme Twitters angekündigt, um kurz darauf zu versuchen, vom bereits abgeschlossenen Kaufvertrag zurückzutreten. In der Folge entwickelte sich eine juristische Auseinandersetzung zwischen Twitter und Musk, im Rahmen derer er das Unternehmen beschuldigte, ihn mit falschen Angaben getäuscht zu haben. Twitter klagte gegen Musk, der eine Gegenklage platzierte, nur um kurz darauf überraschend zu verkünden, den Kauf nun doch zu den ursprünglich vereinbarten Konditionen durchführen zu wollen. Bis zum 28. Oktober soll die Transaktion nun abgeschlossen sein.

Twitter will Beschäftigte beruhigen

Die noch amtierende Geschäftsleitung des Unternehmens versucht unterdessen, ihre Belegschaft zu beruhigen. Sean Edgett, der führende Jurist des Unternehmens, wandte sich in einem Memo an die Beschäftigten und rief dazu auf, nicht auf Gerüchte zu vertrauen: „Wir haben nach Abschluss keine Bestätigung der Pläne des Käufers und empfehlen, Gerüchten oder durchgesickerten Dokumenten nicht zu folgen, sondern direkt auf Fakten von uns und dem Käufer zu warten“. Ein klares Dementi der Pläne ist das jedoch keineswegs; Edgett bringt vielmehr zum Ausdruck, selbst nicht zu wissen, was Musk genau plant.

Dass dieser keine Rücksicht auf die Belange seiner Angestellten nimmt und seine ökonomischen Interessen gegen jegliche Widerstände durchzusetzen versucht, hat er in anderen Unternehmen bereits bewiesen. Zu Beginn der Pandemie etwa hatte er sich über die Gesundheitsschutzauflagen in Teslafabriken beklagt, die die Effizienz der Produktion senkten. Außerdem eröffnete er während eines Lockdowns in Kalifornien verbotenerweise eine Fabrik wieder.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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