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Twitter-Übernahme: Musk klagt gegen Twitter

Der Streit zwischen Twitter und Elon Musk geht in die nächste Runde. Nachdem Musk die Übernahme abgesagt und Twitter ihn verklagt hat, klagt Musk nun zurück. Die Inhalte der Gegenklage sind bisher nicht öffentlich bekannt.

Gescheiterte Twitter-Übernahme

Begonnen hat der bisher in zwei Klagen gipfelnde Streit mit der Ankündigung Musks, den Kurznachrichtendienst Twitter übernehmen zu wollen. Ein Angebot war durch den Aufsichtsrat von Twitter zunächst zurückgewiesen, dann jedoch angenommen worden. In der Folge kam es zur Vertragsunterzeichnung, mit der Musk sich dazu verpflichtete, das Unternehmen für 54,20 US-Dollar pro Aktie zu kaufen. Bereits kurz darauf herrschte Uneinigkeit. So forderte Musk Twitter öffentlich dazu auf, ihn mit Informationen zu Fake- und Spam-Profilen auf der Plattform auszustatten. Er gab an, diese Informationen zu benötigen, um das Potential der Plattform einschätzen zu können, und behauptete zugleich, der Anteil von Spam-Profilen läge weit höher als durch Twitter bisher angegeben. Unabhängigen Einschätzungen zufolge ist Musks Aussage nicht korrekt. Zurückgeführt werden kann seine Wahrnehmung verschiedenen Organisationen zufolge auf eine statistische Verzerrung: Musk hat unter allen Twitter-Usern die wohl höchste Anzahl an Fake-Profilen unter seinen Followern, was wiederum auf sein auffälliges Verhalten auf der Plattform zurückgeführt werden kann.

Twitter betonte immer wieder, der Anteil der entsprechenden Profile liege bei unter fünf Prozent der Gesamtprofilanzahl. Musk war mit den Angaben nicht zufrieden und legte den Kauf auf Eis – was Twitters Ansicht nach gegen den Vertrag verstößt. Das Unternehmen klagte darauf hin, um den Kauf auf gerichtlichem Wege durchsetzen zu lassen.

Worauf ziel Musks Gegenklage?

Musk hat nun eine 164 Seiten umfassende Klageschrift vorlegen lassen, deren Inhalt der Öffentlichkeit bisher unbekannt ist. Aussichten auf Erfolg dürfte seine Klage gegen Twitter nur haben, wenn er dem Kurznachrichtendienst nachweisen kann, falsche Angaben gemacht oder seinerseits gegen Vertragsbedingungen verstoßen zu haben. Was genau Musk Twitter vorwirft, dürfte in den nächsten Tagen bekannt werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Milliardär darauf zielen, dass Twitter ihm wesentliche Informationen vorenthalten hat – und damit beim bisherigen Vorwurf gegen das Unternehmen bleiben. Die Verhandlung des Falls wird in der Woche vom 17. bis zum 21. Oktober dieses Jahres stattfinden.

Weitere Klage gegen Musk

Weitgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit ist im Zusammenhang mit dem Streit um die geplatzte Twitter-Übernahme unterdessen eine weitere Klage gegen Musk eingereicht worden. Ein Aktionär von Twitter fordert Schadenersatz, da Musk seine treuhänderischen Pflichten ihm gegenüber verletzt habe. Diese treuhänderischen Pflichten wiederum werden damit begründet, dass Musk mit 9,6 Prozent bereits jetzt einen großen Teil der Unternehmensanteile hält. Dieser Klage könnten sich alle Personen anschließen, die ebenfalls Twitter-Aktien halten.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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