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USA vs. China: Apple leidet unter US-Wirtschaftssanktionen

Der Wirtschaftskrieg zwischen China und den USA befindet sich in einer heißen Phase. Insbesondere im Bereich der Chiptechnik wird dies immer spürbarer. Doch darunter leiden keinesfalls nur chinesische Unternehmen. Auch US-Unternehmen wie Apple bekommen die Sanktionen mittelbar zu spüren. So muss der Tech-Konzern bei seinen in China verkauften iPhones nun wohl nach einem alternativen Zulieferer Ausschau halten.

Wirtschaftskrieg wird für Apple zur Belastung

Eigentlich dürfte es nicht die Absicht der US-Regierung sein, erfolgreiche Unternehmen wie Apple durch Sanktionen gegen China zu schädigen. Doch genau dies scheint derzeit der Fall zu sein. Hintergrund ist die rasant wachsende Nachfrage nach iPhones in China. Durch den immer stärker werdenden Mittelstand im Reich der Mitte wollen dort auch zunehmend Menschen das Premium-Smartphone von Apple besitzen. Um in höheren Stückzahlen zu produzieren, wollte Apple deshalb auch Chiptechnik des chinesischen Unternehmens Yangtze Memory Technologies Co. (YMTC) nutzen. Doch dieser Plan scheint nicht von Erfolg gekrönt zu sein.

Da YMTC nämlich stark durch die US-Handelsbeschränkungen geschwächt ist, fehlt es schlicht an Kapazitäten. So kann das Unternehmen wie viele andere Technologieunternehmen in China ebenfalls, kaum noch notwendige Komponenten aus westlichen Ländern importieren. Nun bleibt Apple nichts anderes übrig als wieder zu seinem alten Stammproduzenten zurückzukehren. Die 3D-NAND-Technik bezog der Tech-Konzern für sein China-Geschäft nämlich stets von Samsung mit Sitz in Südkorea. Besonders anstrengend dürfte für Apple nun die Koordinierung der Produktion werden. Schließlich sollte die Technik von YMTC 40 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen.

Hype um das iPhone wächst rasant

Das iPhone hatte in China nie den Stellenwert eines klassischen Smartphones. Hierbei handelt es sich vielmehr um eine Art Statussymbol, das noch vor einigen Jahren nur den allerwenigsten in dem Land vorbehalten war. Dieser Umstand hat sich angesichts der besseren Einkommensverhältnisse brachial geändert. Die Menschen wollen nun zunehmend das Smartphone aus dem Hause Apple kaufen. Bislang scheint dies auch der chinesischen Regierung noch kein Dorn im Auge zu sein. Dies ist schon erstaunlich, wenn man sich umgekehrt den Umgang der US-Politik mit Huawei vor Augen führt. Dem chinesischen Unternehmen wurde im Zuge der US-Sanktionen jeglicher Vertrieb der eigenen Produkte in den USA strikt untersagt. Möglicherweise möchte die chinesische Politik Unmut aufgrund eines Verkaufsverbots des beliebten iPhones vermeiden.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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