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Vodafone Kabelnetz: Ausbau auf bis zu 3 Gbit/s beschlossen

Das Vodafone Kabelnetz wird ausgebaut. Das Unternehmen kündigte eine Kooperation mit Altice an, mit der man gemeinsam den Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland vorantreiben will. Bis zu sieben Millionen Haushalte sollen so in den kommenden sechs Jahren von fibre-to-the-home (FTTH) profitieren.

Vodafone Kabelnetz-Ausbau bringt höhere Geschwindigkeiten

Nachdem Kundinnen und Kunden in Baden-Württemberg aufgrund einer versäumten Zahlung der Stromrechnung seitens Vodafone tagelang ohne Netzempfang auskommen mussten, gibt es nun wieder erfreuliche aus dem Hause Vodafone.

Gemeinsam mit Altice strebt man den Ausbau des Vodafone Kabelnetz an. Neben dem Ausbau selbst soll durch das „FibreCo“ genannte Joint-Venture aber auch die Infrastruktur des größten Kabelnetzbetreibers in Deutschland modernisiert werden, heißt es in der Pressemitteilung. Beide Unternehmen teilen sich die Anteile an FibreCo zu jeweils 50 Prozent, doch Altice steigt bereits zu Beginn mit einer hohen Summe ein, um die Modernisierung und den Ausbau voranzutreiben.

Bis zu sieben Millionen Haushalte sollen in den kommenden Jahren von dem neuen FTTH-Breitbandnetzwerk und den höheren Geschwindigkeiten profitieren. Rund 80 Prozent davon fokussieren sich auf Gebäude, die bereits in Vodafones hybrides Glasfaser-Netz integriert sind, die restlichen 20 Prozent sollen neu erschlossen werden.

Im Gegensatz zum Docsis-Standard für Glasfaseranschlüsse bietet FTTH einen klaren Vorteil, denn Fiber To The Home stellt das Internet per Kabel bereit, ohne dabei den Umweg über das Internet einzuschlagen. Der Vorteil sind niedrigere Latenzen und eine stabilere Verbindung.

Höhere Geschwindigkeiten um Docsis-Standard

Weiterhin will FibreCo aber durch noch mehr Node Splits auch die Geschwindigkeiten im Docsis-Standard erhöhen. Damit müssen sich weniger Haushalte die Brandbreite untereinander aufteilen. Ziel ist es, mittelfristig im Cocsis-3.1-Standard Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 3 Gbit/s zu ermöglichen.

Mit neuen Technologien wie Docsis 4.0 sollen über das hybride Glasfasernetzwerk der FibreCo sogar Download-Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit pro Sekunden erreicht werden können.

Erste Glasfaserleitungen mit derart hohen Geschwindigkeiten gibt es aktuell bereits in den USA, sowie seit längerem auch in Skandinavien, die ja ohnehin Vorreiter im Bereich des Glasfaserausbaus sind. Der schwedische Anbieter Bahnhof beispielsweise realisiert bereits seit mehr als bier Jahren Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s und das zu äußerst günstigen Preisen.

Der Ausbau in Deutschland dürfte durch die Zusammenarbeit von Vodafone und Altice jedenfalls neben der höheren Geschwindigkeit und breiteren Abdeckung auch die Preise für schnelles Glasfaser-Internet senken. Immerhin nimmt der Wettbewerb immer weiter Fahrt auf, auch die Deutsche GigaNetz GmbH werkelt aktuell kräftig am Ausbau des eigenen Glasfasernetzes.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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