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Xperia PRO-I: Ist das noch ein Smartphone oder schon eine Kamera?

Auch, wenn die Konkurrenz immer weiter voraus ist, gibt Sony sein Smartphone-Segment noch nicht auf. So haben die Japaner nun mit dem Xperia PRO-I ihr neustes Projekt in petto. Hierbei handelt es sich schon auf den ersten Blick nicht nur um ein herkömmliches Smartphone. Vielmehr scheint hier ein Smartphone mit einer Profi-Kamera zu verschmelzen. Kann Sony damit die Herzen leidenschaftlicher und professioneller Foto- wie Videografen erobern und wieder Fuß am Markt fassen?

Sony hat seine Zielgruppe gefunden

Machen wir uns nichts vor. Der Smartphone-Markt ist wohl einer der umkämpftesten in der gesamten Tech-Branche. Gegen Samsung, Xiaomi, Huawei, Apple und Co. zu bestehen, ist fast schon unmöglich. Dies gilt vor allem dann, wenn man einmal den Anschluss verloren hat. Dieses Schicksal scheint Sony seit geraumer Zeit zu ereilen. Doch die Japaner wollen ihre Smartphone-Sparte noch immer nicht aufgeben und bringen wacker in regelmäßigen Abständen neue Geräte auf den Markt. Dabei setzt das Unternehmen anders als viele andere Firmen aus Fernost keineswegs auf einen Preiskampf mit immer günstigeren Geräten. Stattdessen möchte man sich nun offensichtlich eine ganz bestimmte Zielgruppe sichern – die Foto- und Videografen.

Bild: Sony

Deutlich macht dies die Vorstellung des Xperia PRO-I. Dieses etwas andere Smartphone soll im Dezember diesen Jahres in den Handel kommen und dürfte zumindest Freunde hübscher Fotos mehr als erfreuen. Bei seinem Hybriden aus Smartphone und Kamera arbeitet Sony wieder einmal mit den Experten des Traditionsunternehmens Zeiss zusammen. Gemeinsam mit den deutschen Linsen-Entwicklern hat Sony eine Triple-Kamera für das Xperia PRO-I entwickelt, die es in sich haben soll. Neben einer Hauptkamera befindet sich in dem Dreifach-Objektiv auch eine Ultraweitwinkel-Kamera sowie ein Zweifach-Tele-Objektiv.

Fokus liegt auf Bildqualität

Auch, wenn sich die reine Auflösung der drei Kameras mit „nur“ 12 Megapixeln aus Laien-Sicht nicht wirklich gut liest, lohnt sich hier der Blick aufs Kleingedruckte. Schließlich setzt Sony bei der Hauptkamera auf ein Tessar-T-Objektiv von Zeiss, das besonders ausladend sein soll. In Kombination zu dem ein Zoll großen Chip, dessen Sensor in etwa dem von Sonys Kompaktkamera RX100 VII entspricht, sollen Pixeln mit einer Größe von 2,4 Mikrometern möglich sein. Die Japaner hoffen mit dieser Kameratechnik auch bei schlechten Lichtverhältnissen ausreichend Licht für schöne Endergebnisse sammeln zu können. Die Blende der Triple-Kamera ist indes variabel und soll eine Umschaltfunktion zwischen den Brennweiten f/2.0 und f/4.0 bieten können. Fotoprofis werden sich darüber freuen, dass mit dem Xperia PRO-I nicht nur JPEGs, sondern auch 12-bit-RAW-Fotos geschossen werden können.

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Außerdem betont Sony seinen tollen Autofokus. Dieser soll nicht nur besonders schnell sein, sondern auch zielgenau arbeiten können. Insgesamt verfügt er über bis zu 315 Messpunkte. Auch hier hat Sony wieder auf eine Technik hauseigener Produkte zurückgegriffen. So kennt man die Autofokus-Software bereits aus der hochpreisigen Alpha-Serie von Sony. Die 3D-Time-of-Flight-Kamera des Autofokus soll es möglich machen, sich an den Augen von Menschen und Tieren orientieren zu können, was selbst bei Bewegungen für scharfe Schnappschüsse sorgen müsste.

Auch der Auslöseknopf macht klar, dass dies hier der Traum vieler Fotografen sein dürfte. Schließlich bietet das Xperia PRO-I einen zweistufigen Auslöseknopf. Im Gegensatz zur klassischen Touchsteuerung, mit der man alternativ ebenfalls ein Foto schießen kann, dürfte sich dies weit besser anfühlen. Doch nicht nur die Hardware erinnert immer mehr an eine Mischung aus Smartphone und Kamera. Schließlich setzt Sony hier auf eine Mischung aus den Software-Varianten der hauseigenen Smartphones, Kompaktkameras und Vollformatkameras. Selbstverständlich darf auch eine Selfie-Kamera nicht fehlen. Mit 8 MP Auflösung dürfte sie den herkömmlichen Anforderungen schicker Selfies definitiv genügen.

Viel Platz für große Fotos

Wer schon einmal mit RAW-Dateien gearbeitet hat, weiß, dass diese mitunter riesig groß sein können. Dementsprechend stattet Sony seinen Smartphone-Kamera-Hybriden mit ordentlich Speicherplatz aus. Die 512 GB Speicherplatz dürften den allermeisten wohl für den Anfang ausreichen. Auch die restlichen Specs lesen sich sehr gut. Neben dem leistungsstarken Snapdragon 888 aus dem Hause Qualcomm kann das Smartphone auch mit einem schicken 6,5 Zoll großen OLED-Bildschirm glänzen, der in 4K auflöst. Eine Bildwiederholrate von 120 Hz sorgt dafür, dass auch Bewegtbilder extrem flüssig ablaufen und Scrollen jede Menge Spaß machen dürfte. Das Hardware-Paket wird mit 12 GB RAM und einem 4.500 mAh großen Akku abgerundet.

Bild: Sony

In Sachen Software wagt Sony keine großen Alleingänge. Das Gerät soll mit Android 12 ausgeliefert werden, das Sony optisch wieder ein wenig anpassen wird. Gut gefällt uns der Schutz nach IP68. Damit müssen sich Outdoor-Fotografen nicht allzu sehr vor Staub und Wasser fürchten. Angesichts des gepfefferten Preises würde alles andere aber auch für schlaflose Nächte sorgen. Sony möchte für sein Xperia PRO-I nämlich eine UVP von satten 1.799 Euro aufrufen. Speziell für Content Creator möchten die Japaner außerdem noch ein zusätzliches Display in den Handel bringen. Das 3,5 Zoll große Display soll sich bequem per Kabel an das Smartphone anschließen lassen können und Videoaufzeichnungen sowie Fotosessions erleichtern. Wem das 199 Euro wert ist, der kann ab Dezember zuschlagen.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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