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Visitenkarten in Microsoft Word erstellen – so geht’s

In einer fast völlig digitalisierten Welt sind sie immer noch da: Kleine Kärtchen aus Karton oder Kunststoff, mit denen du deine Kontaktdaten mit anderen teilen kannst. Die Rede ist von Visitenkarten. Beinahe jede (Online-)Druckerei bietet diese an. Jedoch wollen das Design und der Inhalt gut überlegt sein. Schließlich hinterlässt eine Visitenkarte den ersten Eindruck. Und der sollte bekanntlich positiv ausfallen. Wir zeigen dir in unserem Guide, wie du mit erweiterten Windows-Bordmitteln – also mit der Office-Suite oder dem Open-Office-Pendant überzeugende Kärtchen gestaltest. Außerdem kannst du bei uns eine Druckvorlage für Visitenkarten herunterladen und selbst mit Inhalt befüllen.

Zeige Format

Entscheide dich zuallererst für eine sinnvolle Größe. Das in Deutschland und vielen Staaten der EU gängige Format liegt entweder bei 85 x 55 Millimetern oder umgekehrt – dann nämlich im Hochformat. Dazu gesellen sich eine Reihe weiterer Sonderformate, wie zum Beispiel quadratische oder aufklappbare Kärtchen. Wichtig hierbei ist, dass deine Drucksachen aber in Portemonnaies oder Visitenkarten-Etuis passen.

Grundraster für Visitenkarten anlegen

Damit du nicht mühsam selbst ein Raster mit einzelnen Linien oder über die Tabellen-Funktion erstellen musst, um mehrere Visitenkarten auf einem Druckbogen unterzubringen, nutze am besten die Etiketten-Funktion in Microsoft Word (oder Open Office). Wechsle dafür in den Reiter „Sendungen“, klicke auf „Etiketten“ und anschließend auf den Optionen-Button, um ein eigenes Format zu erstellen.

Alternativ bekommst du beim Papierhändler deines Vertrauens bereits vorgestanzte Papierbögen, für die du anhand einer Artikelnummer die richtige Vorlage im Word auswählen kannst.

Klicke im nächsten Schritt auf „Neues Etikett“ und vergib einen Namen. Anschließend kannst du in diesem Fenster Höhe und Breite eingeben sowie die Ränder festlegen. Für unser Beispiel entscheiden wir uns für 85 x 55 Millimeter und geben diese Werte in den entsprechenden Feldern ein.

Achte darauf, dass nicht zu viele Etiketten pro Zeile erstellt werden. Bei einer Seitenbreite von 21 Zentimetern (A4) passen nur zwei Visitenkarten nebeneinander. Vertikal finden zwischen 4 und 5 Kärtchen Platz. Bestätige deine Eingaben mit OK und im darunterliegenden Fenster ebenfalls. Wähle nun den Button „Neues Dokument“, um die Vorlage zu erstellen.

Inhalte einfügen

Jetzt geht es an den Content. Beachte dabei, dass du deine Kärtchen nicht mit zu vielen Infos bestückst und behalte immer die Corporate Identity deines Unternehmens im Hinterkopf – sofern es eine Richtlinie dazu gibt. Falls nicht, oder wenn du für dich als Privatperson Visitenkarten druckst, hast du natürlich gestalterische Freiheit.

Lege zuallererst den Seitenrand jedes einzelnen Kärtchens fest, sodass Bild und Text nicht zu weit außen erscheinen. Klicke dafür in die Tabelle und darauf links oben auf das Icon mit den Richtungspfeilen, um alles zu markieren.

Wähle im Menüband als Nächstes den Punkt „Zellenbegrenzungen“ und gib im folgenden Fenster an allen Seiten einen Abstand von 0,5 bis 1 Zentimetern ein. Du kannst nun nach Belieben Inhalte einfügen. Eine Visitenkarte sollte mindestens

  • deinen Namen sowie den Namen deines Unternehmens,
  • die Adresse,
  • Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse und/oder Telefonnummer
  • sowie deine Position oder Tätigkeit beinhalten.

Darüber hinaus sorgen ein Logo oder weitere Grafikelemente für ein stimmiges Gesamtbild und Wiedererkennungswert deines persönlichen Aushängeschilds.

Oftmals empfiehlt es sich, den Content einfach vertikal zu zentrieren, sodass du dir keine Gedanken über die Abstände machen musst. Markiere dafür einfach die jeweilige Zelle der Tabelle und klicke im Menüband auf „Mitte links ausrichten“.

Hast du alle notwendigen Daten eingetippt, kannst du zum Beispiel noch Trennlinien oder Icons, Bilder beziehungsweise dein Firmenlogo einbinden, um das Design ein wenig aufzulockern. Ebenso kannst du verschiedene Schriftarten, Schriftschnitte, Größen und Farben einsetzen. Wie üblich gilt aber: Weniger ist oft mehr. Markiere anschließend Text und Bild, kopiere diese und füge sie in die noch leeren Zellen ein, bis die gesamte Tabelle gefüllt ist.

Tipps für den Druck

Hast du alle Elemente platzier, geht es an den Druck. Bevor du hier loslegst, solltest du aber noch dickeres Papier organisieren. Visitenkarten auf Standard-Kopierpapier sind ein No-Go. Eine wertige Haptik erreichst du mit Stärken von 160 Gramm pro Quadratmeter und aufwärts. Die Grenzen sind nach oben hin beinahe offen, aber mehr als 300 g/m² unterstützen die wenigsten handelsüblichen Drucker. Auch, wenn du deine Kärtchen im Anschluss faltest, solltest du in Sachen Papierstärke nicht zu dick auftragen, da sonst das Papier an der Falzkante bricht.

Stelle beim Druckvorgang sicher, dass du die höchstmögliche Qualität ausgewählt hast. Oftmals bist du hier mit dem Original-Druckertreiber besser dran als mit dem automatisch installierten Windows-Treiber. Ersterer bietet dir meist umfangreichere Einstellungsmöglichkeiten und demnach auch den Zugriff auf höhere Auflösungen.

Beschneide die Druckbögen als Nächstes mit einem Cuttermesser oder einer Hebelschneidmaschine. Nimm dir bei Ersterem ein Metalllineal als Hilfe.

Bist du unschlüssig bei der Erstellung deiner eigenen Visitenkarten oder hast keine Zeit, dir selbst eine Vorlage zu basteln, kannst du unsere Word- oder Open-Office-Visitenkarte hier herunterladen und nach Belieben ändern.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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