PC-Komponenten

Alpenföhn Brocken 3 Black Edition – massiver Towerkühler mit zwei Lüftern

Der Hersteller Alpenföhn ist schon lange ein sehr bekannter Hersteller von CPU-Kühlern und Gehäuselüftern. Besonders mit den Namen der Produkte schafft es Alpenföhn immer wieder aufzufallen. Viele Kühler tragen den Namen von bekannten europäischen Bergen wie z. B. dem Brocken. Der Brocken gehörte seit der ersten Revision zu den performanteren Kühlern des Line-Ups. Vor zwei Jahren wurde dann die dritte Revision in Form des Brocken 3 vorgestellt. Um die Kühlleistung nochmal zu verbessern und auch optisch nochmal eine Schippe daraufzulegen, hat Alpenföhn diesen Kühler mit einem weiteren Lüfter ausgestattet und den Kühlkörper eingefärbt. Unterschieden werden muss einmal zwischen dem Brocken 3 Black Edition und dem Brocken 3 White Edition. Preislich muss man für die schwarze Version € 69,90* und Preis nicht verfügbar* für die weiße Version auf den Tisch legen.

Wie sich der Alpenföhn Brocken 3 Black Edition bei uns im Testparkour geschlagen hat, seht ihr in diesem Review.

Technische Details

Kühler-Spezifikationen

Maße (mit Lüfter) 146 x 165 x 125 mm (B x H x T)
Gewicht (mit Lüfter) 1,02kg
Material Kupfer (Kühlerboden), Aluminium (Lamellen)
Heatpipes
5x Ø 6 mm
unterstützte Kühlleistung
220W TDP
Kompatibilität AMD AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, FM2+
Kompatibilität Intel 775, 115x, 1366, 2011,2011-3, 2066
Preis Preis nicht verfügbar*
Besonderheiten
Gapless Heatpipe-Direct-Touch-Bodenplatte

Lüfter-Spezifikationen

Lüfter-Bezeichung Alpenföhn Wingboost 3
Abmessungen 140 mm x 140 mm x 25 mm
Gewicht 178 g
Geschwindigkeit 400 – 1050 rpm
Lautstärke 22 dB(A) [Max.]
Fördervolumen 103 m³/h
Besonderheiten Fluid Dynamic Lager

Verpackung & Lieferumfang

Der Brocken 3 Black Edition kommt in einem sehr großen Karton aus Pappe. Dieser ist bunt bedruckt und enthält jede Menge Informationen über den Kühler bzw. die Lüfter. Außerdem sind beide Farbvarianten des Kühlers auf dem Karton zu sehen. Alle Angaben sind in englischer Sprache verfasst.

Packt man den Inhalt innerhalb des Kartons aus, dann findet man den Kühlkörper, zwei Lüfter, einen Schraubendreher, eine ausführliche Montageanleitung und eine Box mit sämtlichen Montagezubehör (Schrauben, Backplate, Abstandshalter, Bügel, Wärmeleitpaste). Vorteilhaft ist vor allem der Schraubendreher dessen Spitze magnetisiert ist und die Montage des Kühler stark vereinfachen sollte. Um den Kühler und die Lüfter vor jeglichen Beschädigungen zu schützen, sind alle Komponenten von einem weichen Schaumstoff umhüllt.

Design & Verarbeitung

Entpackt man den Kühlkörper, wird einem schnell klar, dass Alpenföhn diesen CPU-Kühler passend benannt hat. Der 720 g schwere Brocken 3 besteht aus 32 Aluminium-Lamellen, fünf 6-Millimeter-Heatpipes und einer Bodenplatte mit der Heatpipe-Direct-Touch-Technologie. Das bedeutet, dass die Heatpipes glatt geschliffen wurden und direkt auf dem Heatspreader der CPU aufliegen. Alle Aluminium-Finnen, Heatpipes und der Sockel wurden glänzend schwarz eloxiert. Betrachtet man den Kühler von der Seite erkennt man schnell das dieser asymmetrisch aufgebaut bzw. nach links ausgerichtet ist. Dieser Aufbau soll trotz großem Lüfter eine hohe Kompatibilität zu hohen Heatspreadern auf den RAM-Modulen gewährleisten.

Die zwei mitgelieferten Wing Boost 3 Lüfter aus dem eigenen Hause sind komplett schwarz, verfügen über einen 4-Pin-PWM-Anschluss mit Y-Weiche und drehen mit maximal 1050 Umdrehungen pro Minute. Zur Entkopplung hat der Hersteller zudem acht Gummipuffer beigelegt.

Wie auf den Bildern ganz gut zu erkennen ist, wirkt der Brocken 3 Black Edition mit beiden installierten Lüftern sehr massiv und bringt mit einem Gesamtgewicht von ca. 1 kg ein ordentliches Gewicht auf die Waage. Mit einer Höhe von 165 Millimetern hat der CPU-Kühler zudem eine ordentliche Größe, die allerdings für das ein oder andere Gehäuse schon zu groß sein könnte.

Wie man von einem Alpenföhn-Produkt erwarten kann, ist die Verarbeitung sehr gut. Der Kühlkörper weißt keine verbogenen Finnen auf, es gibt keine scharfen Kanten und auch die Eloxierung aller Bauteile ist sauber.

Montage

Für das Review kommt ein Testsystem auf einem Benchtable zum Einsatz. Dadurch können wir Störfaktoren wie zum Beispiel einen Hitzestau im Gehäuse ausschließen. Das Testsystem besteht aus den folgenden Komponenten.

Wie bei allen aktuellen Kühlern von Alpenföhn kommt auch beim Brocken 3 Black Edition das Montage-System mit dem Namen RockMount2 zum Einsatz. Dahinter verbirgt sich eine Montage-Lösung mit einer soliden Backplate aus Metall und einer Rahmen-Konstruktion auf der Vorderseite zur Verschraubung des Kühler. Das Montage-System basiert auf dem Vorgänger RockMount1 und wurde leicht verändert. Aber beginnen wir am Anfang.

Für unser AM4-System muss zuerst das komplette AMD-Retentionmodul entfernt werden. Alpenföhn setzt nämlich, im Gegensatz zu anderen Herstellern, auch bei AM4-Systemen auf eine selbst entwickelte Backplate. An dieser Backplate müssen vier Bolzen angebracht und mit „Kunststoff-Schuhen“ arretiert werden. Anschließend kann man das Mainboard auf die Backplate legen, sodass die Bolzen auf der Vorderseite zu sehen sind.

Danach müssen auf alle vier Bolzen die Abstandshalter aus Kunststoff gestülpt werden. Hiernach wird dann dann der Montagerahmen auf die Abstandshalter gelegt und mit vier Muttern verschraubt. Bevor nun der Kühler auf die CPU aufgesetzt werden kann, darf man natürlich die Wärmeleitpaste nicht vergessen. In unserem Review verwenden wir wie immer die Arctic MX-4 und verstreichen diese gleichmäßig dünn auf dem Heatspreader.

Dann stellt man den CPU-Kühler auf die CPU und schraubt den bereits am Kühler befestigten Haltebügel am Montage-Rahmen fest. Da eine dieser Schrauben direkt unter dem Kühlkörper liegt, hat Alpenföhn diesen mit einer kleinen Öffnung versehen, durch welche der mitgelieferte Schraubendreher gesteckt werden kann. Ist der Bügel auf beiden Seiten verschraubt folgt zuletzt noch die Montage der Lüfter. Die Befestigung erfolgt mit jeweils zwei Klammern pro Lüfter direkt am Kühlkörper. Zur Entkopplung verfügen die Lüfter zudem über dünne Gummipuffer.

Die Montage des CPU-Kühlers wurde seitens des Herstellers sehr gut durchdacht und designed. Innerhalb kürzester Zeit war diese erledigt und der CPU-Kühler ist bombenfest mit dem Mainboard verbunden.

Auch mit installiertem Lüfter gibt es in allen RAM-Slots noch genug Platz für hohe Heatspreader. Hierzu muss aber gesagt werden , dass dies nur für Mainboards mit vier oder zwei RAM-Slots auf der rechten Seite der CPU gilt. Bei Plattformen die auch RAM-Slots auf der linken Seite der CPU haben, könnte es zum Problemen mit höheren Heatspreadern kommen. Das Gleiche gilt für den obersten PCIe-Slot auf dem Mainboard. Je nach Position und Backplate der Grafikkarte könnte es hier zu Komplikationen bekommen.

Lautstärke und Kühlleistung

Wie bereits im vorherigen Kapitel aufgezeigt, verwenden wir als Testhardware ein AM4-System auf Basis des Ryzen 5 1400 und dem MSI B350 PC Mate. Der Ryzen läuft auf 3,8 Ghz bei 1,25V.

Um den Prozessor aufzuheizen, wurde der Prozessor 15 Minuten mit Prime95 belastet. Die Temperatur der CPU wurde anschließend mit dem CPUID Hardwaremonitor ausgelesen. Dieser Test wurde in zwei verschiedenen Szenarien durchgeführt und anschließend mit den Werten des AMD Boxed Kühlers (Wraith Stealth) verglichen. Während der Temperaturmessungen hatte der Raum eine Temperatur von 19°C.

Kühler Betriebsszenario RPM Temperatur
AMD Wraith Stealth 50% PWM 1600 rpm 102 °C (Absturz)
AMD Wraith Stealth 100% PWM 2600 rpm 84 °C
Alpenföhn Brocken 3 Black Edition 50% PWM 600 rpm 58 °C
Alpenföhn Brocken 3 Black Edition 100% PWM 1050 rpm 55 °C

Im Belastungstest schlägt sich der Alpenföhn Brocken 3 Black Edition sehr gut. Besonders bei einer Geschwindigkeit von 50% PWM liegt der Temperaturunterschied zum Boxed-Kühler bei einem Delta von fast 50 °C. Neben der Kühlleistung hat der Brocken 3 aber noch einen weiteren großen Vorteil: mit 600 Umdrehungen pro Minute sind beide Lüfter nahezu unhörbar. Überlässt man dem Mainboard die Steuerung nach Profil, dann drehen die Lüfter im Idle sogar nur mit 400 Umdrehungen pro Minute. Leiser geht es kaum.

Fazit zu Alpenföhn Brocken 3 Black Edition

Mit dem Alpenföhn Brocken 3 Black und White Edition hat der Hersteller es geschafft einen sehr guten Kühler nochmal besser zu machen. Durch die weiße bzw. schwarze Eloxierung macht der wuchtige Kühler ordentlich was her. Mit einem zweiten Lüfter kann zudem die Kühlleistung nochmal leicht verbessert werden. Abgerundet wird dieses Gesamtpaket durch ein sehr durchdachtes Montagesystem und eine saubere Verarbeitung.

Einen kleinen negativen Punkt haben wir aber auch gefunden. So könnte es vor allem bei Mainboards bei denen die Grafikkarte im obersten Slot steckt, zu Problemen bei der Montage kommen. Damit ist der Brocken 3 aber in dieser Kühler-Kategorie nicht alleine. Auch bei der Konkurrenz von be quiet!, Noctua usw. können je Mainboard Komplikationen auftreten.

Mit einem Preis von € 69,90* ist der zwar nicht gerade günstig, bietet dem Käufer dafür aber sehr viel und bekommt von uns eine Kaufempfehlung.

Alpenföhn Brocken 3 Black Edition

Design
Verarbeitung
Montage
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

Schicke Optik, gute Kühlleistung und eine geringe Lautstärke. Der Brocken 3 Black Edition bietet ein stimmiges Gesamtpaket.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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Basti84

Mitglied

39 Beiträge 16 Likes

Die Werte sprechen ja für sich! Weiss jemand, ob man mit dem Olymp noch mehr rausholen kann oder ist der unterschied nur gering?

Antworten Like

jonas

Öfters hier

232 Beiträge 26 Likes

@Basti84
Also der Alpenföhn ist nochmal 200 Gramm schwerer und wird deshalb auch nochmal etwas besser sein. Schätzungsweise wären das aber nur wenige Grad. Beim Brocken 3 Black/ White bezahlst du halt einen Aufpreis für das Design.

Was möchtest du denn für eine CPU kühlen?

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Basti84

Mitglied

39 Beiträge 16 Likes

Ich habe einen Thermalright silverarrow ITX-R auf meinem i5 7600k. Der reicht mir auch völlig aus!
Ich war nur neugierig, weil mich die Angabe von 340W TDP immer etwas stutzig macht, das ist ja schon deutlich mehr als die meisten anderen Premium-Kühler so schaffen.

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