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Alpenföhn Gletscherwasser 240 mm High Speed & 280 mm im Test

Die Alpenföhn Gletscherwasser, in Zusammenarbeit mit dem Rockstar der Overclocking-Szene Roman „der8auer“ Hartung für Höchstleistungen konzipiert. Das verspricht top Leistung und eine sehr praxisnahe Umsetzung. In der Vergangenheit durften wir bereits die 360-mm-Variante ausführlich testen. Welche uns mehr als überzeugt und direkt einen Platin-Award abgeräumt hat.

Die Produktfamilie „Gletscherwasser“ bekommt nun einen neues Mitglied, neben den Varianten mit 240-mm- und 360-mm-Radiator, hat Alpenföhn jetzt auch eine 280-mm-Ausführung im Angebot. In unserem Test haben wir die 240 mm High Speed und die 280 mm Gletscherwasser, nicht nur optisch, sondern auch anhand der Kühlleistung miteinander verglichen. Welche Unterschiede sich gezeigt haben und wie die beiden Wasserkühlungen abschneiden, erfahrt ihr in unserem folgenden Testbericht.

Spezifikationen

Modell 240 mm – High Speed 280 mm
Abmessungen Radiator inkl. Lüfter ( H x B x T /mm) 52 x 282 x 120 52 x 322 x 138
Sockelkompatibilität Intel LGA:
1200 / 1150 / 1151 / 1155 / 1156 / 1366 / 2066 / 2011-V3 / 2011
AMD:
TR4 / sTRX4 / AM4 / AM3+ / AM3 / AM2+ / AM2 / FM1
Intel LGA:
1200 / 1150 / 1151 / 1155 / 1156 / 1366 / 2066 / 2011-V3 / 2011
AMD:
TR4 / sTRX4 / AM4 / AM3+ / AM3 / AM2+ / AM2 / FM1
Anzahl, Lüftermodell, Größe 2x Alpenföhn Wing Boost 3 ARGB 120mm 2x Alpenföhn Wing Boost 3 ARGB 140mm
Lüftergeschwindigkeit (U/min) 500 – 2200 500 – 2000
Lüfter Lautstärke (dB(A))
Pumpe / Lüfter @ 100% Leistung
17,8 / 36,8 17,8 / 36,4
Geschwindigkeit der Pumpe
(U/min)
1200 – 2550 1200 – 2550
Bodenplatte Pumpe Kupfer Kupfer
Anschluss der Pumpe 3-pin 3-pin
Schlauchlänge (in mm) 380 410
Nachfüllport vorhanden vorhanden
Preis € 174,90 * 184,90 €

Lieferumfang

Das enthaltene Zubehör ist in beiden Fällen identisch und sehr umfangreich. Starten wir mit den Dingen die sich gleichen. Enthalten sind diverse Schrauben und Montagerahmen für die jeweiligen Sockel der kompatiblen Prozessoren. Schrauben, sowie Montagerahmen machen insgesamt einen sehr wertigen Eindruck.

Neben dem Montagezubehör gibt Alpenföhn dem Anwender noch ein Y-Kabel für den Anschluss der Lüfter am Mainboard zur Hand. Für die Beleuchtung liegt ein Splitter-Kabel für die RGB-Beleuchtung der Lüfter und der Pumpe bei. Dazu haben wir die Möglichkeit, die Beleuchtung direkt am Mainboard anzuschließen und über jegliche Software steuern. Ist am Mainboard kein 3-Pin-RGB-Port vorhanden, bietet Alpenföhn die Möglichkeit, die Beleuchtung über das enthaltene SATA-Kabel mit Strom zu versorgen und anschließend die Beleuchtung über die beigelegte Fernbedienung zu steuern.

Ein kleines Highlight ist die Wärmeleitpaste, hier ist ein Premium-Produkt von Thermal Grizzly enthalten. Mit dazugehöriger Anleitung und einem Spachtel wird das Auftragen zum Kinderspiel.

Eine Anleitung zur Montage, auf der der komplette Lieferumfang noch einmal aufgedruckt ist, ist ebenfalls im Karton enthalten. Auch sind insgesamt 5 Logoplatten im Lieferumfang enthalten, auf die wir später in diesem Test noch einmal genauer eingehen werden.

Kommen wir zu den Dingen, die die beiden Wasserkühlungen unterscheidet. Diese sind ziemlich offensichtlich. Die beiden Radiatoren unterscheiden sich in der Größe und damit auch in der Radiator-Fläche. Die 240-mm-Ausführung bietet eine Gesamtfläche von 338,4 cm² und die 280-mm-Version eine Fläche von 444,36 cm². Auch die Lüfter unterscheiden sich in der Größe. Bei der 240-mm-Variante kommen passend zwei 120 mm Alpenföhn Wingboost 3 ARGB Lüfter, in der High-Speed-Ausführung, zum Einsatz. Die 280-mm-Variante setzt hingegen auf zwei 140 mm Alpenföhn Wingboost 3 ARGB Lüfter. Die Lüfter unterscheiden sich zusätzlich in der maximalen Drehzahl. Die 120-mm-Lüfter schaffen bei voller Auslastung 2200 U/min, die 140-mm-Lüfter hingegeben „nur“ 2000 U/min.

Design und Verarbeitung

Der Radiator ist in schlichtem Schwarz gehalten. Nach dem Auspacken konnten wir keine Beschädigungen oder Fehlkonstruktionen an den Lamellen erkennen. Der Schlauch ist bei beiden Modellen mit einem schwarzen Geflechtmantel umzogen und bei den jeweiligen Modellen zeigt sich hier ein Unterschied. Der Schlauch bei der 240-mm-Ausführung ist 38 cm lang und bei der 280-mm-Wasserkühlung 41 cm. Dieser Unterschied lässt sich aufgrund des längeren Radiators erklären, es muss mehr Weg vom Anschluss der Schläuche an den Radiator bis hin zur montierten Pumpe auf dem Prozessor überbrückt werden. Das Gehäuse der Pumpe ist mit einem schwarz glänzenden Lack überzogen. Dieser glänzt sehr schön, setzt aber auch schnell Staub an bzw. man erkennt den Staub sehr deutlich.

Zwischen Deckel und restlichem Gehäuse befindet sich eine Art weißer Ring, der bei eingeschaltetem Zustand leuchtet. Ein netter Effekt, wie wir finden. Der Deckel lässt sich durch einfaches Drehen entfernen und es wird so die Möglichkeit geboten, die Logo-Platte zu wechseln. Eine ähnliche Herangehensweise kennt man zum Beispiel bereits von der Deepcool Castle EX. Im Inneren des Deckels sowie an den Lüftern findet sich eine frei steuerbare RGB-Beleuchtung wieder, welche sich über z. B. MSI Mystic Light konfigurieren lässt. Das funktioniert auch in der Realität sehr gut.

Die Verarbeitung ist insgesamt außerordentlich gut und es lassen sich keine Schwächen erkennen. Selbst die Logo-Platten sind sehr dick und robust. Das Geflecht am Schlauch lässt ebenfalls keine Mängel in Form von Ausfransungen oder abstehenden Teilen erkennen. Echte Premium-Qualität also!

Lüfter

Den Lüftern wurde ein RGB-Ring spendiert, dieser ist in doppelter Weise zu erkennen. Einmal wenn man direkt auf die Lüfterblätter draufschaut und dann auch noch von der Seite. Hier lassen sich sogar zwei Linien erkennen. Die seitliche Erkennbarkeit der Beleuchtung hat uns sehr angesprochen und bietet eine einzigartige Optik. Die Auflagestellen der Lüfter sind gummiert und verringern so Vibrationen, was der Lautstärke zugute kommt. Außerdem besitzen die Lüfter zwei Kabel. Ein Kabel mit 4-Pin-PWM-Stecker und eins mit 3-Pin-ARGB-Stecker.

Einbau und Praxis

Der Einbau in unser vorhandenes System lief sehr gut und ohne weitere Komplikationen. Die 240-mm-Ausführung haben wir im Deckel verbaut und die 280-mm-Variante in der Front. Einfach weil es das Meshify 2 Compact so vorsieht. Für den Einbau hat Alpenföhn auf ihrer Webseite eine kleine PDF mit einem Orientierungshinweis hinterlegt. Diesem sind wir natürlich gefolgt und haben bei der 280-mm-Variante die Einbauweise mit den Schläuchen nach unten gewählt. Die Grafik ist auf dem Orientierungshinweis unten links in der Ecke zu sehen. Bei der 240-mm-Variante haben wir uns an die obere linke Grafik gehalten. Sich an die linke Spalte des Hinweises zu halten, kommt der Effizienz und der Lautstärke zugute.

Auch für das Auftragen der Wärmeleitpaste gibt es eine kleine Hilfe. Mitgeliefert wird hier nichts anderes als ein Premium-Produkt und zwar eine kleine Spritze voll mit Thermal Grizzly Hydronaut. Dazu gibt es einen Spachtel, um die Paste perfekt und ohne dreckige Finger auf der Oberfläche des Prozessors auftragen zu können.

Logoplatte und Beleuchtung

Die Lösung mit den Platten ist bei uns sehr gut angekommen. Sie lassen sich einfach austauschen und die bereits ausgeschnittenen Logos der Firmen Alpenföhn, Thermal Grizzly und AMD können sich sehen lassen. Auch werden eine schwarze und eine transparente Platte mitgeliefert. Die schwarze Platte dunkelt die Beleuchtung im Inneren vollkommen ab, so dass nur der äußere Ring leuchtet. Die transparente Platte hingegen lässt tief blicken und legt den gesamten Beleuchtungseffekt frei. Auch hat man hier die Möglichkeit, ein Logo seiner Wahl aufzukleben.

Die Beleuchtung lässt sich einfach über die Software eures Mainboards steuern. Darunter, die gängigen Hersteller, ASRock Polychrome, Asus Aura, MSI Mystic Light und RGB Fusion. Auch an Anwender ohne 3-Pin-ARGB-Anschluss auf dem Mainboard wurde gedacht. Denn, schließt man alle Beleuchtungskomponenten an den SATA-Anschluss an, lässt sich die Beleuchtung ganz bequem über die mitgelieferte Fernbedienung steuern. Auch mit der Fernbedienung stehen verschiedene Effekte und Geschwindigkeiten zur Verfügung.

Leistungstest

Um so Praxisnah wie möglich zu bleiben, haben wir die Wasserkühlungen nicht auf einem Benchtable getestet, sondern sie im neuen Meshify 2 Compact Gehäuse von Fractal Design verbaut. Die Gletscherwasser diente in unserem Leistungstest als Kühlung für einen Ryzen 5 3600. Um den 3600er Ryzen ordentlich auf Temperatur zu bringen, haben wir ihn einem 20 minütigem Prime95 Stresstest unterzogen.

Testsystem:

Um einen vergleichbaren Wert zu erhalten haben wir die beiden Wasserkühlungen nicht auf einer bestimmten Drehzahl getestet, sondern auf jeweils 50% und 100% Lüfterleistung. Dabei bleibt anzumerken, dass es sich bei der 240-mm-Variante um die mit den High-Speed-Lüftern ausgestattete Variante handelt. Die 280-mm-Ausführung bietet dafür eine größere Radiator- sowie Lüfter-Fläche. Dazu haben die 140-mm-Lüfter (2000 U/min) gerade einmal 200 U/min weniger Leistung als die 120-mm-High-Speed-Variante (2200 U/min) . Der Luftdurchsatz ist dafür bei den 140-mm-Lüfter drastisch höher (120mm – 132,4 m³/h  ; 140mm – 175,6 m³/h). Der Luftdurchsatz ergibt sich natürlich auch aufgrund der Lüfterdrehzahl. Die Ergebnisse seht ihr in der Tabelle unterhalb.

Produkt Temperatur bei 50% PWM Temperatur bei 100% PWM
240 mm High Speed 62,7 °C 59,6 °C
280 mm 61,6 °C 54,1 °C

Als Vergleich haben wir dazu einmal die Werte der in der Vergangenheit, unter gleichen Bedingungen, getesteten be quiet! Pure Loop 360 Wasserkühlung hinzugezogen.

Produkt Temperatur bei 50% PWM Temperatur bei 100% PWM
bequiet! Pure Loop 360 62,2 °C 58,6 °C

Wie man sieht, funktioniert das Kühlkonzept der Gletscherwasser All-in-Ones ziemlich gut. Die Temperaturen fallen nahezu gleich bzw. teilweise sogar besser aus, als bei einer größeren 360-mm-Wasserkühlung mit leistungsstarker Pumpe. Bei 100% Lüfterleistung lässt die Gletschwasser 280 alle anderen weit hinter sich. Grund dafür kann auch die Anbringung in der Front sein, denn hier wird die frische Luft direkt angesogen und ohne Umwege zur Kühlung genutzt. Dennoch eine klasse Leistung. Die 140-mm-Lüfter sind selbst bei einer Leistung von 50% deutlich hörbar. Ab einer Drehzahl von rund 800 U/min wird die Geräuschkulisse angenehm und die Lüfter sind so gut wie lautlos. Alle aufgeführten Wasserkühlungen wurden mit der Wärmeleitpaste von Thermal Grizzly getestet, so dass auch hier keine Nachteile entstehen.

Fazit

Die Gletscherwasser 240 High Speed sowie die neue 280-mm-Variante haben uns überzeugt. Dazu haben die Kühlwerte, aus unserem Leistungstest, uns quasi aus den Latschen gehauen. Mit 54,1 °C schlägt sie sogar 360-mm-AiO-Wasserkühlungen um Längen. Die Verarbeitung ist alles in allem sehr solide, so auch die Auswahl der Materialien. Die RGB-Beleuchtung lässt sich sehr unkompliziert steuern und auch an Anwender ohne 3-Pin-ARGB-Anschluss auf dem Mainboard wurde gedacht. Für diese wird extra eine Fernbedienung mitgeliefert, mit dem die Beleuchtung gesteuert werden kann. Dabei muss man auf keinen Effekt verzichten und kann sich sanft von RGB berieseln lassen. Auch die mitgelieferten Logo-Platten machen einen bleiben Eindruck – positiv, versteht sich. So bleibt auch die Möglichkeit ein selbst ausgedrucktes Logo aufzukleben. Dazu empfiehlt sich allerdings ein Plotter oder ein anderes geeignetes Schneidewerkzeug.

Der 3-Phasen-Motor ist leise und bietet ordentlich Leistung. Bei unseren Tests und auch bei genauerem Hinhören konnten wir wenn nur ein sehr leichtes Surren heraushören, welches keinesfalls störend wirkte. Auch die mitgelieferten Lüfter der beiden Modelle machen einen sehr soliden Eindruck. Die Auswahl der Materialien und die generelle Verarbeitung konnten uns überzeugen. Bei voller Drehzahl wirkten sowohl 120-mm- als auch 140-mm-Lüfter sehr laut. Im Vergleich zu Modellen anderer Hersteller sogar lauter. Positiv ist aber, dass sie in der Regel bzw. im täglichen Gebrauch wohl nie auf 100% Leistung laufen und in Angesicht der ertesteten Temperaturen wohl auch nie laufen müssen. Für einen Preis um die 190 € kriegt man hier einiges geboten, sodass wir Aufgrund der Verarbeitung und der Kühlleistung den Preis zwar für hoch, aber angemessen halten. Daher gibt es von uns ein erneutes mal einen Platin-Award für beide Modelle.

 

Alpenföhn Gletscherwasser 240 High Speed & Gletscherwasser 280

Design
Verarbeitung
Montage
Kühlung
Lautstärke
Preis-Leistungs-Verhältnis

97/100

Außerordentlich gute Kühlleistung gepaart mit erstklassiger Verarbeitungsqualität wird dem Anwender, bei den Modellen 240mm High Speed und 280mm, geboten.

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Alexander Wulke

Als Technikbegeisteter verfasse ich Testberichte für allerlei technische Geräte. Speziell die Themen PC-Hardware und Gaming haben es mir aber am meisten angetan. In meinen Tests gebe ich gerne Tipps und verschaffe euch einen unabhängigen und ehrlichen Eindruck zu dem jeweiligen Produkt.

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Alex

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Die Alpenföhn Gletscherwasser, in Zusammenarbeit mit dem Rockstar der Overclocking-Szene Roman „der8auer“ Hartung für Höchstleistungen konzipiert. Das verspricht top Leistung und eine sehr praxisnahe Umsetzung. In der Vergangenheit durften wir bereits die 360-mm-Variante ausführlich testen. Welche uns mehr als überzeugt und direkt einen Platin-Award abgeräumt hat.
Die Produktfamilie „Gletscherwasser“ bekommt nun einen neues Mitglied, neben den Varianten mit 240-mm- und 360-mm-Radiator, hat Alpenföhn jetzt auch eine 280-mm-Ausführung im Angebot. In unserem Test haben wir die 240 mm High Speed und die 280 mm Gletscherwasser, nicht nur optisch, sondern auch anhand der Kühlleistung miteinander verglichen. Welche Unterschiede sich gezeigt haben und wie die beiden Wasserkühlungen abschneiden, erfahrt ihr in unserem folgenden Testbericht.
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Modell
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