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SilverStone Sugo 15: Teures ITX-Aluminium-Platzwunder im Test

Mit dem Sugo 15 bietet SilverStone ein ITX-Gehäuse aus Aluminium an. Dabei setzt das Gehäuse auf ein sehr ähnliches Innenleben wie beim ebenfalls erhältlichen Schwestermodell Sugo 14. Doch bietet das Sugo 15 entscheidende Mehrwerte, um den deutlichen Aufpreis zum Sugo 14 zu rechtfertigen? All das und mehr, soll unser ausführlicher Test über das SilverStone Sugo 15 klären.

Technische Details

Das SilverStone Sugo 15 ist seit Ende 2020 erhältlich. Das SilverStone Sugo 15 wird in der Farbe Schwarz und Silber angeboten. Recht ähnlich ist zudem das parallel erhältliche Schwestermodell SilverStone Sugo 14.

Universalhalterung für 3,5″-/2,5″-Laufwerke 2
Halterung für 2,5″-Laufwerke 5 (inkl. Universalhalterung)
Expansion-Slots 3 horizontal
Mainboard-Kompatibilität Mini-ITX, Mini-DTX
Netzteil-Formfaktor ATX
Frontanschlüsse 1x USB-C 3.0 (5Gb/s), 2x USB-A 3.0 (5Gb/s), Audio I/O
Lüfterpositionen 5 x 120 mm oder 5 x 140 mm
Lüfter Seite 2 x 120 / 140 mm,
Lüfter Oberseite 2 x 120 / 140 mm
Lüfter Heck 1 x 120 / 140 mm (1 x 120 mm enthalten)
Staubfilter Seite und Oben
Radiator Front
Radiator Oberseite Bis 240 mm
Radiator Heck 120 mm
Max. Länge PSU 150 mm (längere können auch Platz haben)
Max. Länge GPU 330 mm
Max. Höhe CPU Kühler 182 mm
Raum für Kabelmanagement Ja
Seitenteil links Aluminium
Seitenteil rechts Aluminium
Abmessungen Gehäuse (LxBxH) 366 x 247 x 211 mm
Gewicht Netto 4,25 kg
Preis € 184,95*

Verpackung und Lieferumfang

Das Sugo 15 trifft in Styropor sehr gut verpackt bei uns ein. Bereits in der Verpackung befindet sich neben dem Gehäuse das Zubehör. Enthalten sind folgende Teile:

  • Diverse Schrauben für Hardware und Befestigungen
  • Mehrere Kabelbinder
  • Zwei verschiedene Arten von Füßen

Das Zubehör ist durchschnittlich dimensioniert. Verschiedene und frei anbringbare Füße sind hier besonders erwähnenswert.

Außeneindruck

Das Gehäuse besteht vollständig aus Aluminium. Auf den ersten Blick passen die Spaltmaßen und es sind keine scharfen Kanten bei unserem Gehäuse zu entdecken. Die Verarbeitung wirkt auf den ersten Blick recht gut.

Jedes Seitenteil des Gehäuses ist durch zwei Schrauben entfernbar. Die linke Seite, Top und untere Seite verbergen dahinter ein magnetisch angebrachten Staubfilter aus Nylon. Dieser soll gegenüber den normalerweise genutzten Plastik-Filtern einen höheren Luftdurchlass bieten soll.

Durch die flexible Auswahl der Füße, bestehen sehr viele Möglichkeiten. Faktisch kann auf jeder Seite die Montage erfolgen.

Neben dem entfernbaren Frontteil, befinden sich die Frontanschlüsse. Hier sind neben den typischen An-/Aus- und Resetschaltern zwei USB-3.0-Typ-A- als auch ein USB-3.0-Typ-C-Anschluss zu finden. Zudem ist hier ein 3,5-mm-Klinkenanschluss vorhanden.

IO
IO

Abschließend noch ein Blick nach hinten. Dem Sugo 15 stehen drei horizontale PCI-Slots zur Verfügung. Eine vertikale Befestigung ist aufgrund des Innenaufbaus nicht möglich. Da sich das Netzteil im Inneren des Gehäuses befindet, wird mit einer Verlängerung gearbeitet.

Hinten
Hinten

Insgesamt hinterlässt das Gehäuse beim Außeneindruck einen sehr guten Eindruck. Optisch überzeugt das sehr schlichte und edle Design. Das verwendete Aluminium wirkt hochwertig und zeigt keine Schwächen.

Im Gegensatz zum Sugo 14 sind außen bereits die wesentlichen Unterschiede zu entdecken. Anstatt Stahl und Plastik wird beim Sugo 15 durchgehend Aluminium eingesetzt. Das Frontpanel ist zudem auch nicht geteilt. Ein 5,25-Zoll-Laufwerk kann bei der hochwertigen Variante nicht befestigt werden. Zudem besitzen die Frontanschlüsse anstelle des USB-2.0-Anschlusses nun einen USB-Typ-C-Anschluss.

Inneneindruck

Der Innenraum des Sugo 15 wirkt auf dem ersten Blick aufgeräumt und geordnet. Es teilt sich in ein Bereich für das Mainboard und eines für das Netzteil auf. Letzteres soll in den davor vorgesehenen Einschub befestigt werden. Bei Bedarf kann ein 240-mm-Radiator an der Oberseite und ein 120-mm-Radiator am Heck montiert werden. Sollen zwei Radiatoren befestigt werden, ist aufgrund des Platzangebots die Flexibilität bei den Lüftern und Kabelführung etwas eingeschränkt. Zu erwähnen ist, dass die Oberseite entfernbar ist und so ein Radiator problemlos daran befestigt werden kann.

Wie bei ITX-Gehäusen üblich, geht es ansonsten recht knapp im Innenraum zu. Bei Montage eines Mainboards schließt dieses mit wenig Abstand zu den umliegenden Trennwänden ab. Die Montage eines hohen CPU-Kühlers und einer bis zu 330 mm langen GPU ist jedoch möglich. Hierfür ist sogar eine GPU-Stütze verbaut, um die auf den PCI-Slot wirkende Kraft zu verringern.

Vormoniert ist ganz klassisch ein 120-mm-Lüfter im Heck. Auf RGB wird hier bewusst verzichtet. Theoretisch findet hier aber auch ein 140-mm-Lüfter seinen Platz.

Falls gewünscht, kann gegenüber dem Mainboard mit Hilfe eines Adapters auch ein weiterer 120-mm-Lüfter montiert werden. Für die Montage von 2,5-Zoll-Laufwerken bietet sich der Platz hinter der Front an. Hier finden dann beispielsweise zwei SSDs Platz. Ein passende Kabeldurchführung liegt direkt daneben.

Abschließend hinterlässt der Innenraum einen guten Eindruck und hochwertigen Eindruck. Es bietet ein paar nette Features, wie die einfache Montage einer AiO oder Nutzung größerer CPU-Kühler und GPUs.

Systemaufbau im SilverStone Sugo 15

In das SilverStone Sugo 15 wird folgende Hardware eingebaut:

CPU
CPU-Kühler Enermax AquaFusion 240
Mainboard
RAM
Grafikkarte Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti OC 4G
Netzteil be quiet! Straight Power E9 Netzteil 480W CM
Datenträger Zwei 2,5-Zoll-SSDs

Wie bei Gehäusen dieser Klasse üblich, sollte die Montage vorab kurz durchdacht werden. So kann Mehraufwand oder eine erschwerte Montage verhindert werden. In dem Fall bietet es sich an das Netzteil bereits zu befestigen und die notwendigen Kabel mit dem Mainboard zu verbinden. Überaschenderweise passt das 160 mm Tiefe Netzteil problemlos ins Gehäuse. Theoretisch könnten auch noch etwas größere Netzteile Platz finden.

Nun werden bereits die zwei 2,5-Zoll-SSDs in der Front verbaut und verkabelt. Zudem wird der erste Teil der AiO am Mainboard befestigt.

Der Einbau des Radiators erfolgt über die entfernbare Halterung und wird anschließend wieder mit dem Gehäuse verschraubt.

Abschließend erfolgt nur noch die Montage der GPU. In unserem Fall wird nur eine knapp 20 cm lange 1050 ti verbaut. Dadurch bleibt das Netzteil unbedeckt. In unserem Fall haben für eine optimalere Belüftung den mitgelieferten 120-mm-Lüfter noch umgedreht. Damit soll der Radiator kühlere Luft zugeführt werden. Für diesen Use-Case wäre noch ein zusätzlicher Filter im Heck sinnvoll.

Das Sugo 15 ist ein einfach zu befüllendes ITX-Gehäuse mit ausreichend Platz, auch für größere Komponenten. Dafür bietet es einige coole Features bei einer sehr guten Verarbeitungsqualität. Bei unserem Systemaufbau sind keine Probleme aufgetreten.

Kühlleistung und Lautstärke

Das Gehäuse verfügt über einen vormontierten Lüfter im hinteren Teil mit 120 Millimeter. Bis zu fünf Lüfter mit je 140 Millimeter finden im Sugo 15 theoretisch Platz. Je nach Aufstellort und Befestigung der Füße, kann immer eine gute Anordnung der Lüfter erfolgen.

Ein Lüfter-Hub ist nicht enthalten. Die Steuerung aller angeschlossen Lüfter muss daher beispielsweise über das Mainboard erfolgen.

Bei niedriger Drehzahl sind die bereits montierten Lüfter aus wenigen Zentimetern Entfernung nicht mehr wahrzunehmen. Selbst bei dieser auf Silence getrimmten Konfiguration ist die Kühlung der verbauten Hardware durch die vormontierten Lüfter immer problemlos möglich.

Auf maximaler Drehzahl sind die Lüfter deutlich wahrnehmbar. Sonderbare Störgeräusche treten aber nicht auf. Für 99% aller Hardwarekonfigurationen ist die leise Abstimmung aber mehr als ausreichend.

Alltagserfahrung

Das Sugo 15 von SilverStone steht rutschfest und stabil auf schwarzen gummierten Füßen. Je nach Einsatzort, sind diese flexibel am Gehäuse befestigbar. Die Anordnung der Lüfter kann hierzu sehr flexibel erfolgen und ermöglichen somit einen guten Airflow.

Optisch ist das Gehäuse sehr hochwertig und schlicht. Auf RGB-Elemente oder Glas wird hier bewusst verzichtet. Trotz dem Fokus auf ITX, lässt die Modularität des Gehäuses die meisten Hardwarekonfiguration zu. Selbst etwas größere ATX-Netzteile finden Platz. Vor der Wahl der konkreten Hardware, sollte trotz allem auf die Größe der zu verbauenden Elemente geachtet werden. Auch der Einbau sollte in einer durchdachten Reihenfolge durchgeführt werden, um Probleme zu vermeiden.

Fazit zum SilverStone Sugo 15

Kommen wir zum Ende des Tests. Wie hat sich das Sugo 15 geschlagen? Der potenzielle Käufer erhält ein schickes Aluminium-Gehäuse, welches für die meisten Hardwarekonfiguration Platz bietet. Die Verarbeitung ist sehr gut und scharfe Kanten haben wir nicht bemerkt. Aufgrund der Kühlungsmöglichkeiten besitzt das Gehäuse im Alltag eine gute Kühlung bei geringer Lautstärke.

Wir wurden vom SilverStone Sugo 15 überzeugt, doch können wir dies jedem weiterempfehlen? Wer auf die cleane und hochwertige Optik aus Aluminium steht, ein ITX-Gehäuse mit USB-Typ-C Anschluss an der Front benötigt und den Preis bezahlen möchte, kann bedenkenlos zuschlagen. Wer rein preisorientiert agiert, möglicherweise auch ein 5,25-Zoll-Laufwerk befestigen möchte und Plastik nicht scheut, kann auch zum deutlich günstigeren SilverStone Sugo 14 greifen.

SilverStone Sugo 15

Verarbeitung
Aufbau
Ausstattung
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

89/100

Hochwertiges ITX Gehäuse mit coolen Features zum gehobenen Preis.

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Dominik Schmid

Berufstätig in der Automobil & Finanzbranche, mit großem Interesse an allerlei technischen Themen!

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