PC-Komponenten

Thermaltake Commander C33 TG ARGB im Test – Guter Airflow und hohe Lautstärke

Der Hersteller Thermaltake hat zu Beginn des Jahres sechs neue Gehäuse vorgestellt, um die Commander-Serie neu aufleben zu lassen. Die neuen Gehäuse hören auf die Namen Commander C31 bis 35 und sollen sich durch einen hohen Airflow, viel Platz, Tempered Glass und zwei riesige 200 mm-RGB-Lüfter auszeichnen. Bei allen Varianten ist der Korpus identisch und lediglich die Frontelemente unterscheiden sich in ihrer außergewöhnlichen Gestaltung. Erhältlich sind die Gehäuse in Schwarz und teilweise auch in Weiß.

Im nachfolgenden Review schauen wir uns das Thermaltake Commander C33 TG ARGB in Schwarz genauer an und überprüfen ob es hält was der Hersteller verspricht. Das Gehäuse ist ab € 71,90 * erhältlich.

Technische Details

Modell: Commander C33 TG ARGB
Gehäuse Typ: Midi-Tower
Abmessungen: 233 mm (B) x 462 mm (H) x 518 mm (T)
Gewicht: ca. 7,84 kg
Material: Stahl, Kunststoff, Hartglas
Farbe: Schwarz
Front-Anschlüsse 2x USB 3.0 Typ-A, 1x Lautsprecher, 1x Mikrofon
Laufwerkschächte: 3x 3,5″ (intern) oder 2x 2,5″ (intern)
2x 2,5″ (intern)
Erweiterungsslots: 7 (horizontal), 2 (vertikal)
Formfaktoren: ATX, mATX, mini-ITX
Belüftung: Front: 2x 200 / 2x 140 / 3x 120 mm
Deckel: 2x 140 / 2x 140 mm
Heck: 1x 120 mm
Radiatoren: Front: 1x 360/ 1x 280/ 1x 240 mm
Deckel: 1x 280/ 1x 240 mm
Heck: 1x 120 mm
Max. CPU-Kühlerhöhe: 180 mm
Max. Grafikkartenlänge: 410 mm
310 mm (mit AGB)
Max. Netzteillänge: 200 mm (mit installierter HDD)
Platz für Frontradiator 75 mm
Platz für Kabelmanagement: 25 – 30 mm
Preis: € 71,90 *
Besonderheiten: magnetische Staubfilter, Kabelmanagement, Seitenteil aus Acryl

Lieferumfang

Das Thermaltake Commander C33 TG ARGB kommt gut und sicher verpackt in einem schlichten braunen Karton auf dem ein Bild des Towers und alle wichtigen Daten aufgedruckt sind. Im Karton ist das C33 von normalem Styropor und einem Kunststoffbeutel umhüllt. Zum Schutz vor Kratzern befindet sich auf beiden Seiten des Glasfensters ebenfalls eine Schutzfolie. Der Zubehörbeutel wurde innerhalb des Gehäuses befestigt und beinhaltet alle wichtigen Schrauben, einen Netzteilrahmen, einen Mainboard-Lautsprecher, zwei Kabel zum Anschluss der RGB-Platine, zehn schwarze Kabelbinder und eine bebilderte Anleitung in mehreren Sprachen. Außerdem gehören zum Lieferumfang zwei RGB-Lüfter mit einer einer Rahmenbreite von 200 mm, ein normaler Lüfter mit 120 mm Breite, eine Steuerplatine zur Steuerung der RGB-Funktionen und die bereits vorinstallierten Abstandshalter.

Außeneindruck

Äußerlich gehört das Commander C33 bzw. die gesamte Commander-Reihe definitiv zu den auffälligeren Gehäusen. Die Front ist dominiert von viel Mesh und außergewöhnlichen Formen und Linien. Nimmt man das Frontpanel ab,  kommen die zwei riesigen RGB-Lüfter mit einer Rahmenbreite von 200 mm zum Vorschein. Zusammen mit dem Mesh dürften diese beiden Lüfter für einen hohen Airflow bzw. eine gute Kühlung der verbauten Komponenten sorgen.

Werfen wir nun einen Blick auf die Deckelpartie. Auch diese ist für einen hohen Airflow optimiert und verfügt deshalb ebenfalls über eine große Öffnung und Montageschienen für zwei 120- oder 140-mm-Lüfter. Damit die Optik darunter nicht leiden muss, werden alle Öffnungen durch einen praktischen magnetischen Staubfilter verdeckt. Im vorderen Bereich des Deckels findet man zuletzt noch das I/O-Panel. Das hat der Hersteller mit zwei USB 3.0-Ports, zwei Anschlüssen für Mikrofon bzw. Kopfhörer und drei Buttons für Power, Reset und die RGB-Steuerung ausgestattet.

Das rechte Seitenteil des Commander C33 ist komplett geschlossen und wird mit zwei Rändelschrauben befestigt. Das linke Seitenteil besteht aus einem 4 mm dicken und leicht getönten Tempered Glass, sitzt auf einem Stahlrahmen und ist ebenfalls mit zwei Rändelschrauben an der Rückseite festgemacht.

An der Unterseite gibt es keine Besonderheiten. Das Gehäuse steht auf vier soliden und gummierten Kunststofffüßen in silberner HIFI-Optik. Der Staubfilter für das Netzteil ist leider nur eine einfache Matte aus Mesh ohne jegliche Ausziehhilfe. Bei einem Preis von € 71,90 * wäre hier eine qualitativ hochwertige Lösung durchaus angebracht gewesen.

Gehäuse-Unterseite

DIe Rückseite zeichnet sich besonders durch zwei Features aus. Statt des vorinstallierten 120-mm-Lüfters könnte hier auch ein 140-mm-Lüfter nachgerüstet werden. Außerdem stechen die zwei vertikalen PCI-Slotblenden zur vertikalen Montage von Grafikkarten ins Auge. Standard ist hingegen die Montageposition des Netzteils am Boden des Midi-Towers.

Die äußere Verarbeitung ist durchweg sehr gut. Die Lackierung ist gut aufgetragen, es gibt keine scharfen Kanten und auch die Spaltmaße ist überall gleich. Hier gibt es nichts zu bemängeln.

Inneneindruck

Entfernt man die Seitenteile wird eines sofort klar: im Thermaltake Commander C33 gibt es sehr viel Platz. Die Vorderseite des Innenraums ähnelt vielen aktuellen Gehäusen anderer Hersteller. Das Innere ist geräumig und durch eine Netzteilblende in zwei Bereiche unterteilt. Im der oberen Zone finden wie gewöhnlich das Mainboard und die Erweiterungskarten Platz. Die vorinstallierten Gehäuselüfter können aufgrund nicht vorhandener Festplattenkäfige ungehindert Luft in den Innenraum befördern. Zudem befindet sich in der Netzteilabdeckung ein riesiger Ausschnitt für die Montage eines Radiators. Damit nach dem Zusammenbau auch alles schön aufgeräumt ist, dürfen natürlich auch die Kabelmanagement-Öffnungen rund um das Mainboard-Tray nicht fehlen.

Auch die Netzteilblende wurde mit einer Kabelmanagement-Öffnung ausgestattet. Daneben wurde die Abdeckung auch mit einer weitreichenden Perforation versehen. Dadurch wäre es möglich das Netzteil auch mit dem Lüfter nach oben zu montieren, falls das notwendig sein sollte. Ein letztes Feature auf dem Netzteil-Tunnel ist die Vorbereitung für eine PCIe-Riser-Card mit der die Grafikkarte vertikal aufgestellt werden kann. Ab Werk ist aber nur die Vorbereitung vorhanden, eine entsprechende Platine bzw. das nötige Riser-Kabel müssen separat erworben werden.

Netzteilabdeckung

Wenden wir uns nun der Rückseite zu. Wie man aufgrund der Gehäusebreite schon ahnen kann, gibt es hinter dem Mainboard-Tray sehr viel Platz für Kabel und andere Hardware. Links neben dem Mainboard-Tray gibt es zwei Metallschlitten, die mit einer Rändelschraube befestigt sind. Auf diesen Schlitten lassen sich entweder eine 3,5″- oder eine 2,5″-Festplatte montieren. Wem das noch nicht genug ist, findet am Boden eine weitere Metallplatte für Festplatten. Des Weiteren verbergen sich auf der rechten Seite des Mainboard-Schlittens noch zwei Rahmen für 2,5″-SSDs.

Unterhalb des Tunnels wird außerdem das Netzteil verbaut. Dieses verfügt über einen Mesh-Staubfilter und ist zur Entkopplung auf kleinen Gummischeiben gelagert. Die Montage gestaltet sich allerdings etwas aufwendiger. Dazu mehr im nächsten Kapitel.

Systembau im Thermaltake Commander C33 TG ARGB

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwenden wir einen AMD Ryzen 5 1400* auf einem MSI B350 PC Mate* mit 16GB Crucial Ballistix Sport LT grau DDR4-2666*. Für die Bildausgabe ist eine GTX 1060 6GB von Gigabte AORUS* zuständig. Die Stromversorgung erledigt das nichtmodulare Berlin Pro RGB 650W* mit RGB-Lüfter. Um die Verkabelung optisch noch etwas aufzuwerten, wurden zudem einzeln gesleevte Kabelverlängerungen von Phanteks verwendet.

Wie bereits vorher erwähnt wurde, ist der Innenraum sehr geräumig und erlaubt auch die Montage aktueller High-End-Komponenten. Für CPU-Kühler stehen maximal 180 mm und für Grafikkarten maximal 410 mm zur Verfügung. Nach kurzer Recherche auf einer Preisvergleichsplattform, gibt es keinen Kühler und keine Grafikkarte die nicht in diesen Midi-Tower passen würden. Ähnlich sieht es beim Netzteil aus. Verbaut man am Boden keine HDD, gibt es auch für die PSU keine Begrenzung.

Neben dem Support für Luftkühlung unterstützt das C33 auch Wasserkühlungskomponenten. So kann in der Front maximal ein 360 mm-Radiator und im Deckel maximal ein 280 mm-Radiator verbaut werden. Die Kompatibilität ist hier aber wie immer abhängig von der Höhe der RAM- bzw. VRM-Kühler.

Der Einbau des Mainboards und der Erweiterungskarten war schnell erledigt und auch mit großen Händen machbar. Etwas aufwendiger war die Montage des Netzteils. Dieses muss zuerst mit Hilfe von vier Schrauben mit der Netzteilblende verbunden werden. Anschließend wird das Netzteil mit Blende von hinten unter die Netzteilabdeckung geschoben und mit vier weiteren Schrauben am Korpus befestigt. Hier hätte Thermaltake zumindest einen Teil der Schrauben durch Rändelschrauben ersetzen können.

Im Weiteren gab es mit der Verkabelung allerdings keine Probleme. Selbst mit den Kabelverlängerungen sehen Vorder- und Rückseite sehr aufgeräumt und herzeigbar aus.

Das Montagesystem für die Festplatten erfordert zwar die Verwendung eines Schraubendrehers, erfüllt den Zweck aber ganz gut. Dadurch dass die Metallschlitten aber direkt auf dem Mainboard-Tray liegen, gibt es keine Entkopplung. Bei schnell drehenden Datenträgern könnte es also zu einer Schwingungsübertragung an der Korpus kommen.

Wie bei jedem Review darf natürlich auch der Temperaturtest nicht fehlen. Dazu habe wurde bei einer Raumtemperatur von 19,5 °C 15 Minuten lang Prime95 und Furmark ausgeführt und mit dem CPUID HWMonitor anschließend die Temperatur von Prozessor und Grafikkarte ermittelt. Wie man der nachfolgenden entnehmen kann sind die Temperaturen absolut im grünen Bereich. Der Airflow im Inneren ist sehr hoch.

Lüftergeschwindigkeit
Temperatur
CPU: 100%
Gehäuselüfter Front: 100%
Gehäuselüfter Heck: 100%
CPU: 50 °C
GPU: 61 °C
CPU: 50%
Gehäuselüfter Front: 100%
Gehäuselüfter Heck: 50%
CPU: 56 °C
GPU: 61 °C

Dieser hohe Airflow hat allerdings eine große Nebenwirkung. Die zwei Frontlüfter sind über proprietäre Anschlüsse direkt mit der Steuerplatine verbunden und können in ihrer Geschwindigkeit nicht geregelt werden. Da beide Lüfter schätzungsweise mit 800-1000 rpm drehen, erzeugt das deutlich hörbare und unangenehme Luftverwirbelungen. Das Gleiche gilt für den normalen Hecklüfter, wenn dieser mit seinen vollen 1200 Umdrehungen läuft. Immerhin verfügt der aber über einen 3-Pin-Anschluss und kann direkt mit dem Mainboard verbunden werden.

Beleuchtungsoptionen im Thermaltake Commander C33

Bereits auf dem Verpackungskarton wirbt Thermaltake mit A(dressable)RGB und einer Kompatibilität mit allen gängigen RGB-verfahren der verschiedenen Mainboard-Hersteller. Die Beleuchtungsgeffekte werden innerhalb des Gehäuses von den zwei Frontlüftern erzeugt und durch eine RGB-Platine auf der Rückseite gesteuert. Die RGB-Effekte können entweder durch den Knopf am I/O-Panel umgeschaltet oder über das Mainboard gesteuert werden. Dafür legt Thermaltake zwei verschiedene Anschlusskabel bei.

RGB-Steuerplatine

In der Platine sind bereits diverse Modi einprogrammiert. Neben den üblichen festen Farben gibt es auch diverse Rainbow-, Puls oder Farbwechsel-Effekte. Durch die enorme Größe der Lüfter ist die Beleuchtung auch durch das Meshpanel gut zu erkennen und wird die Herzen von RGB-Fans höher schlagen lassen. Abschließend noch ein paar Impressionen.

Fazit zum Thermaltake Commander C33 TG ARGB

Kommen wir nun zum Abschluss dieses Reviews. In einigen Bereichen mach das Commander C33 alles richtig. So bietet dieser Midi-Tower sehr viel Platz, ein Seitenfenster aus Glas, adressierbare RGB-LEDs und aufgrund der drei vorinstallierten Lüfter einen sehr hohen Airflow. Dieser hoher Airflow geht aber auch mit einem großen Nachteil einher. Das Commander C33 ist einfach viel zu laut. Bei einem Preis von € 71,90 * hätte man erwarten können, dass die RGB-Steuerplatine auch die Geschwindigkeit der Lüfter steuern kann. Das ist aber leider nicht der Fall.

Wem die Lautstärke vollkommen egal ist, der bekommt mit dem Commander C33 ein gutes Gehäuse. Silent-Fans sollten sich aber definitiv nach einem anderen Gehäuse umschauen.

Thermaltake Commander C33

Verarbeitung
Aufbau
Ausstattung
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

Midi-Tower mit RGB, viel Platz und einem hohen Airflow. Leider ist die Lautstärke viel zu hoch.

Thermaltake Commander C33 TG ARGB im Preisvergleich


Mit dem Kauf über die Links aus unserem Preisvergleich unterstützt du unsere redaktionelle Arbeit, ohne dass du dadurch Mehrkosten hast. Wir danken dir für deine Unterstützung.

Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

Ähnliche Artikel

Neue Antworten laden...

jonas

Öfters hier

239 Beiträge 26 Likes

Der Hersteller Thermaltake hat zu Beginn des Jahres sechs neue Gehäuse vorgestellt, um die Commander-Serie neu aufleben zu lassen. Die neuen Gehäuse hören auf die Namen Commander C31 bis 35 und sollen sich durch einen hohen Airflow, viel Platz, Tempered Glass und zwei riesige 200 mm-RGB-Lüfter auszeichnen. Bei allen Varianten ist der Korpus identisch und lediglich die Frontelemente unterscheiden sich in ihrer außergewöhnlichen Gestaltung. Erhältlich sind die Gehäuse in Schwarz und teilweise auch in Weiß.
Im nachfolgenden Review schauen wir uns das Thermaltake Commander C33 TG ARGB in Schwarz genauer an und überprüfen ob es hält was der Hersteller verspricht. Das Gehäuse ist ab € 109,90 erhältlich.
Technische Details

Modell:
Commander C33 TG ARGB

Gehäuse Typ:
Midi-Tower

Abmessungen:
233 mm (B) x 462 mm (H) x 518 mm (T)

Gewicht:
ca. 7,84 kg

Material:
Stahl, Kunststoff, Hartglas

Farbe:
Schwarz

Front-Anschlüsse
2x USB 3.0 Typ-A, 1x Lautsprecher, 1x Mikrofon...

Weiterlesen...

Antworten Like

Zum Ausklappen klicken...
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"