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AOC AGON AG352QCX im Test: Taugt der 35-Zoll-Gaming-Monitor?

Der Monitor „AG352QCX“ aus dem Hause AOC verspricht einiges. Im 21:9-Format mit 35 Zoll Diagonale wirkt der leicht gebogene Bildschirm zunächst riesig. Hinzu kommt eine rasante Frequenz von 200 Hz. Der AOC Monitor gehört somit dem Trend hin zu immer höheren Frequenzen an.

Laut Hersteller richtet der Bildschirm sich in erster Linie an Gamer. Diesen Hauptverwendungszweck haben wir bei unserem Test selbstverständlich entsprechend gewürdigt – doch ein Gaming-Bildschirm im 21:9-Format kann ebenso gut zum Arbeiten in Textverarbeitungsprogrammen oder Tabellenkalkulationen genutzt werden. Ich persönlich nutze sowohl auf Arbeit als auch zu Hause nur noch dieses Format.

Von einem Gaming-Monitor in diesem Format erwarten wir vor allem eine hervorragende Auflösung, eine exakte und an das jeweilige Format angepasste Darstellung der Inhalte sowie ausreichende Schnelligkeit bei rasanten Spielen mit schnellen Bild- oder Positionswechseln.

Was der AOC Agon AG352QCX bieten kann, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

Design und Verarbeitung

Der Bildschirm wirkt beeindruckend und nimmt einigen Platz in Anspruch. Das 21:9-Format wirkt zunächst ungewohnt, wenn man an 16:9 gewöhnt ist, ist jedoch äußerst praktisch. Der längliche Bildschirm ist insgesamt zufriedenstellend verarbeitet. Die Kunststoffhülle trübt das ansonsten durchweg positive Bild des Monitors und führt zur eher durchschnittlichen Beurteilung des Äußeren.

Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist das recht große Netzteil, das während des Betriebs benötigt wird, um den Bildschirm mit Strom zu versorgen.

Einstellungen werden in einem recht umfangreichen Menü vorgenommen, das über ein Steuerungskreuz, das sich unter dem Bildschirm befindet, aufgerufen und bedient werden kann. Darüber hinaus steht auch eine kabelgebundene Fernbedienung zur Verfügung. Der Bildschirm ist mit einem Gewicht von zwölf Kilogramm außergewöhnlich schwer. Aufgrund seines Formates braucht er das Gewicht jedoch auch zur Stabilität.

Das Design des Monitors ist gamingtypisch. Bereits durch seine beeindruckende Bildschirmdiagonale von 35 Zoll fällt der Monitor auf. Auch die rückseitige Beleuchtung ist für Gaming-Monitore von AOC typisch. Hinsichtlich des Designs lassen sich also keinerlei Kritikpunkte finden.

Durch den Tragegriff sowie den einklappbaren Headset-Halter eignet sich der Monitor besonders für Gamer und kann trotz seines Gewichtes auch mal mitgenommen werden.

Auflösung und Darstellung

Natürlich erwarten wir von einem Gamingmonitor eine nahezu perfekte Darstellung der Inhalte. Spiele werden grafisch immer anspruchsvoller – entsprechend sollten auch die Monitore mit dieser Entwicklung Schritt halten können.

Auch wenn immer noch nicht alle Spiele das 21:9-Format korrekt unterstützen, gibt es immer mehr kompatible Spiele. Und wenn es nicht anders geht, wechselt man eben auf 16:9 mit schwarzen Balken. Langgezogene Bildschirme erlauben eine deutlich breitere, periphere Sicht. Besonders in actionreichen Spielen kann dies zu entscheidenden Vorteilen führen. Der AG352QCX bietet eine Auflösung von 2.560 x 1.080 Pixeln.

Die Auflösung ist insgesamt recht gering, was vor allem Spielern mit geringem Budget entgegenkommen dürfte, da keine sonderlich moderne Grafikkarte nötig ist. Die Freesynctechnologie ermöglicht die flüssige Wiedergabe aller Inhalte im Frequenzspektrum von 30 bis 200 Hz, sofern der Monitor über die DisplayPort-Schnittstelle angeschlossen ist.

Dank der hohen Frequenzen ist eine Verzögerung beim Zocken nicht sichtbar. Hinsichtlich der Darstellung der Inhalte finden sich zunächst also kaum Kritikpunkte. Sobald rasante Spiele getestet werden, zeigen sich jedoch die Schwachstellen des AG352QCX: Die Pixel sind nicht schnell genug, um der Handlung auf dem Bildschirm zu folgen. So kommt es zu störenden Ghostingeffekten. Kommt Bewegung ins Spiel, entstehen Streifen, die die Sicht versperren und den Spielspaß deutlich trüben.

Entgegenwirken lässt sich durch die Schattenkontrolle. Im Menü kann der Wert der Schattenkontrolle erhöht werden, was die störenden Ghostingeffekte weitgehend behebt. Leider werden auch alle anderen Farben deutlich abgeschwächt, da die Schattenkontrolle die Kontrastdarstellung deutlich beeinträchtigt.

Farben und Darstellung

Bei standardmäßigen Einstellungen der Schattenkontrolle ist die Farbdarstellung hervorragend. Das Schwarz ist sehr satt und auch alle anderen Farben des Srgb-Farbraums werden ausgesprochen gut dargestellt. Der Monitor bietet darüber hinaus die Möglichkeit, das Bild über dynamische Kontrastverbesserungen, verschiedene Modi für unterschiedliche Spieltypen und Schwarzaufheller zu verbessern.

Insgesamt sind die Farben also sehr satt und die Farbdarstellung überzeugt. Leider leidet sie jedoch unter der Schattenkontrolle, die aktiviert werden muss, um das Ghosting abzustellen. Bei erhöhter Schattenkontrolle wirken die Farben blass. Die Farben wirken weniger satt, Schwarz wird zu dunklerem Grau.

Anschlüsse, Ton und Sonstiges

Neben dem bereits erwähnten DisplayPort-Anschluss, der für den bestmöglichen Einsatz der FreeSync-Technologie genutzt werden muss, bietet AOC den Nutzern einen HDMI-, einen VGA- und einen DVI-Anschluss. Darüber hinaus stehen zwei 3,5-mm-Buchsen und zwei USB-3.0-Anschlüsse, von denen einer USB-Quick-Charge unterstützt, zur Verfügung.

Wird der Bildschirm über den HDMI-Anschluss genutzt, ist das FreeSync-Spektrum deutlich eingeschränkt. Neben der FreeSync-Technologie kommt auch die Flicker-Free-Technologie zum Einsatz. Diese verhindert im Hintergrund flackerndes Licht, was das Spielvergnügen erhöhen und die Ermüdung der Augen reduzieren soll. Darüber hinaus werden blaue Lichtanteile stark reduziert, was ebenfalls den Augen zugute kommt.

Der Ton wird indes über zwei 5-Watt-Lautsprecher ausgegeben, die im Test nicht überzeugen können. So klingt der Ton blechern und selbst bei extremen Lautstärkewerten vergleichsweise leise.

Fazit

Der AG352QC ist vergleichsweise günstig, weiß jedoch nicht in jedem Punkt zu überzeugen. Ghostingeffekte erzwingen den Einsatz der Schattenkontrolle jenseits der Standardwerte, was die ansonsten sehr satten Farben blass wirken lässt und das Spielvergnügen mindert. Abseits dieses Hauptkritikpunktes wartet der Monitor mit einem ansehnlichen Design und vielen Anschlussmöglichkeiten auf. Der Monitor richtet sich an Spieler mit vergleichsweise geringem Budget – seinen Preis ist er jedoch nicht wert. Auch in der Preisklasse dieses Monitors finden sich bessere Lösungen.

AOC AGON AG352QCX

Design
Ausstattung
Bildqualität
Features
Preis-Leistung

Schwacher Gaming-Monitor

Im Kern aufgrund starker Schwächen in der Darstellung kann der Monitor nicht überzeugen. Gute Ansätze werden durch das grafische Dilemma leider zunichtegemacht.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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