PC- & Konsolen-Peripherie

Corsair HS80 RGB Wireless: Beeindruckendes Headset mit Dolby Atmos im Test

Nach dem überzeugenden Mittelklasse-Headset HS70 Bluetooth (unser Test) bringt Corsair mit dem HS80 RGB Wireless den Nachfolger an den Start, der mit mehr Komfort und überzeugender Soundqualität punkten will. Wir haben das Corsair HS80 RGB Wireless einem umfangreichen Test unterzogen und verraten euch, warum sich der Kauf des Wireless-Gaming-Headsets lohnt.

Technische Daten

Bauform Over-Ear
Treiber 50 mm Neodym
Frequenzbereich (Kopfhörer) 20 – 40.000 Hz
Impedanz 32 Ohm @ 2.5kHz
Empfindlichkeit (Kopfhörer) 109 dB (± 3 dB)
Mikrofontyp Omnidirektional, mit Rauschunterdrückung
Frequenzbereich (Mikrofon) 100Hz – 10kHz
Impedanz (Mikrofon) 2,2k Ohm
Empfindlichkeit (Mikrofon) -40 dB (± 3 dB)
Anschlüsse USB Type C
Reichweite (Wireless) Circa 18 m
Akkulaufzeit Bis zu 24 Stunden
Gewicht 411 g
Kompatibilität PC, PlayStation 4, PlayStation 5
Preis € 137,51 *

Lieferumfang

Anders als das HS60 Haptic, präsentiert sich das brandneue HS 80 RGB Wireless in einem weitestgehend schwarzen Karton samt gelber und weißer Schrift. Das Auftreten wirkt gediegener und edler als bei den Vorgängergeräten und ist ein erstes Indiz dafür, dass Corsair hier weiter in das Premium-Headset-Segment vordringen will.

Beim Öffnen der Verpackung springt sofort das Herzstück in Form des kabellosen Gaming-Headsets samt Mikrofon ins Auge, das in einer zusätzlichen Plastikummantelung gehalten wird. Darunter befindet sich lediglich ein kleiner, schwarz glänzender Karton, der die weiteren Inhalte beherbergt. Neben einer Schnellstart-Anleitung samt Garantie-Karte befinden sich darin der USB-Empfänger, sowie das USB-C auf USB-A-Ladekabel.

Design und Verarbeitung

Auch die Designsprache des Corsair HS80 RGB Wireless deutet einen qualitativen Sprung zu den Vorgängermodellen der HS-Reihe an. Immerhin verabschiedet sich der Hersteller diesmal von den ovalen Ohrpolstern samt typischen Metall-Gitter. Vielmehr erinnert das Gaming-Headset hinsichtlich der geschwungenen Form ein wenig an das Turtle Beach Atlas One oder die Produkte von EPOS Audio. Als Inspiration galt dabei Corsairs hauseigene VOID-Serie, denen das HS80 allerdings beim Tragekomfort überlegen ist.

Die Kombination aus weichen Ohrpolstern und leichtem, aber robusten Aluminium-Finish hinterlässt einen äußerst hochwertigen Eindruck. Gleichzeitig wirkt das Design sehr edel und ist damit allemal auch Office-tauglich: Neben den goldenen Akzenten am Übergang zwischen den Ohrmuscheln und dem verstellbaren Kopfbügel, sowie dem Corsair-Logo samt (optionaler) RGB-Beleuchtung setzt der Hersteller auf ein matt-schwarzes Finish. Hinsichtlich der Verarbeitungsqualität ist das HS80 RGB jedenfalls über jeden Zweifel erhaben.

An der linken Ohrmuschel findet der Arm des omni-direktionalen Mikrofons Platz. Außerdem befinden sich dort auf der Innenseite die Bedienelemente des Headsets in Form des Power-Buttons, sowie eines Lautstärkerädchens samt Equalizer Toggle, sowie die Status-LED, die über den Akkustand informiert. Geladen oder per Kabel verbinden wird das HS80 RGB an der Unterseite der linken Ohrmuschel.

Hinsichtlich des Kopfbügels setzt das neue Modell auf ein Skibrillen-Kopfband ähnlich dem, das auch bei Produkten der SteelSeries Arctis-Reihe zum Einsatz kommt. Das ermöglicht mithilfe eines Klettverschlusses auf beiden Seiten eine noch präzisere Anpassung an die eigene Kopfform und garantiert damit einen sicheren Halt des Gaming-Headsets.

Tragekomfort & Praxis

Trotz eines üppigen Gewichts von 411 Gramm kann auch der Tragekomfort überzeugen, was vor allem an den bequemen und üppig dimensionierten Ohrmuscheln liegt. Diese sind mit leichtem Memory-Schaumstoff samt atmungsaktivem Stoff überzogen, der sich perfekt der Kopfform anpasst.

Auch bei Brillenträger ruht das Headset selbst nach einigen Spielstunden angenehm über den Ohren – zumindest, wenn man sich erst einmal an die außergewöhnliche Form gewöhnt hat. Im Praxistest überzeugt das Corsair HS80 RGB zudem durch einige kluge Funktionen. Die Positionierung der Bedienelemente ist gut gewählt und selbst im laufenden Spiel problemlos möglich.

Was uns im Test besonders gut gefallen hat, ist die gut durchdachte „Flip-up Mute-Funktion“: Klappt ihr den Mikrofonarm nach oben, wird das Mic automatisch stummgeschaltet. Eine rote Status-LED am Mikroeingang informiert darüber, dass die eigene Stimme nicht mehr übertragen wird. Klappt man das Mikrofon dann wieder herunter, ist die Sprachübertragung ohne jegliche Verzögerung wieder einsatzbereit.

Auch hinsichtlich der Anschlussmöglichkeiten gibt sich das Corsair HS80 RGB Wireless variantenreich. So kann das Headset nicht nur in Kombination mit dem Receiver per Wireless-Verbindung genutzt werden, sondern findet mithilfe des beiliegenden USB-A-auf-USB-C-Kabels auch kabelgebunden Verwendung.

Auf einen 3,5-mm-Klinkenanschluss verzichtet der Hersteller allerdings konsequenterweise, dafür werden auch die Sony-Konsolen PlayStation 4 und PlayStation 5 im Wireless-Betrieb unterstützt. Bei einer Verbindung mit angeschlossenem Kabel kann das Headset zudem geladen werden, während es verwendet wird.

Zudem profitiert die Soundqualität noch einmal spürbar vom Anschluss via USB, denn nur im kabelgebundenen Modus werden High-Fidelity-Soundoptionen mit 24bit/96kHz geboten. Doch keine Sorge, auch im Wireless-Betrieb können sich die HS80 RGB absolut hören lassen.

Sound- und Wiedergabequalität

Um aus der breiten Masse der Gaming-Headsets hervorzustechen, verdoppelt Corsair beim HS80 RGB Wireless kurzerhand das abgedeckte Frequenzband und deckt den vergleichsweise überdurchschnittlich hohen Bereich von 20-40.000 Hz ab. Dieses wird in den maßgeschneiderten 50-mm-Neodymium-Treibern (32 Ohm Impedanz) auch erstaunlich akkurat abgebildet.

Eine Wiedergabe im Stereo-Format ist natürlich ebenfalls möglich, wenngleich ihr davon absehen solltet. Ihr volles Potenzial entfalten die HS80 erst mit aktiviertem Dolby Atmos-Surroundsound, der nach der Erstinstallation mithilfe der Dolby Access-App im Microsoft Store standardmäßig aktiviert wird. Alternativ kann wahlweise auch auf Windows Sonic zurückgegriffen werden – das Klangbild in Kombination mit dem Dolby-Pendant gefiel uns im Test allerdings deutlich besser.

Hinsichtlich der Klangqualität lässt das Headset die anderen Vertreter der hauseigenen HS-Serie problemlos hinter sich und erreicht dabei dieselbe hohe Qualität der etwas teureren Virtuoso-Reihe, die ganz ähnliche Spezifikationen aufweist.

Wireless-Betrieb

Im Wireless-Betrieb kommt einmal mehr Corsairs Slipstream-Technologie zum Einsatz, die für eine ultra-schnelle Übertragung des Klangs bei niedrigen Latenzen sorgt und gleichzeitig für eine hohe Reichweite des Headsets sorgt. Bis zu 18 Meter könnt ihr euch mit dem Headset vom Empfänger entfernen und genießt dabei weiterhin die Übertragung in 24 bit/48kHz. Sollte die Verbindung beispielsweise durch dicke Wände doch einmal unterbrochen werden, verbindet sich das Gerät automatisch wieder, sobald eine ausreichende Verbindungsqualität gewährleistet ist.

Die Akkulaufzeit liegt bei rund 20 Stunden, was einem guten Wert entspricht. Aktiviert ihr mithilfe der iCUE-Software zusätzlich die RGB-Beleuchtung, lassen sich noch einmal rund vier Stunden zusätzlich herauskitzeln. Löblich zudem, dass sich das Headset bei Nichtgebrauch automatisch abschaltet – standardmäßig nach 10 Minuten, allerdings kann auch dieser Wert mithilfe der Software angepasst werden.

Obwohl ihr im kabellosen Betrieb nicht das volle Spektrum der Treiber abrufen könnt, kann das Klangbild bereits vollends überzeugen und zeigt sich den klassischen Gaming-Headsets spürbar überlegen. Vor allem die fokussierten Höhen dürften Shooter-Fans ansprechen, da diese in Kombination mit der räumlichen Ortung des Surround-Klangs einen taktischen Vorteil ermöglichen.

Erfreulicherweise werden allerdings auch die Mitten äußerst präzise dargestellt, was in einem luftigen und detaillierten Klangbild resultiert. Lediglich die Bässe fallen hier etwas ab, was gerade für Besitzer „gewöhnlicher“ Gaming-Headsets zunächst einmal ungewohnt klingt – uns gefällt dieses ausgewogenere Klangbild allerdings wirklich gut. Wem das nicht gefällt oder wer nach mehr Wumms sucht, der kann allerdings mithilfe der Software entgegenwirken.

Corsair HS80 RGB Wireless
Die Status-LED am Ohrhörer informiert über den Akkustand im Wireless-Betrieb.

Die maximale Lautstärke kann sich zudem sehen lassen und stößt in einen Bereich vor, den nur die wenigsten Nutzer überhaupt verwenden dürften. Allerdings präsentiert sich der Klang auch bei einer leiseren Wiedergabe kristallklar und kommt ohne ein Grundrauschen oder Störgeräusche daher.

Hochauflösender Klang im Kabel-Betrieb

Sein volles Potenzial entfaltet das Corsair HS80 RGB Wireless allerdings, sobald ihr es mithilfe des USB-Kabels mit dem PC verbindet. Dann kann das Headset nativ Inhalte in einer Auflösung von bis zu 24 Bit bei einer Abtastrate von bis zu 96 kHz wiedergeben – auch diese Werte kennt man bereits von der Corsair Virtuoso-Reihe.

Die Steigerung hinsichtlich der Klangqualität ist im direkten Vergleich schlicht beeindruckend – entsprechend hochauflösendes Quellmaterial vorausgesetzt. Gerade komplexe Szenarien wie Konzerte oder Hi-Fi-Tracks verschiedener Streaminganbieter gewinnen dadurch noch einmal an Komplexität und Tiefe.

Corsair HS80 RGB Wireless
Bei Anschluss des (stoffummantelten) USB-Kabels nimmt die Soundqualität nochmals zu.

Egal ob mit oder ohne Kabel: Hinsichtlich der Soundqualität spielt das HS80 tatsächlich in der obersten Liga der Gaming-Headsets mit und lässt selbst einige höherpreise Konkurrenten ziemlich alt aussehen.

Mikrofon

Während sich die Wiedergabequalität auf Augenhöhe mit der Virtuoso-Reihe befindet, müssen beim Mikrofon einige Abstriche in Kauf genommen werden. So fällt die Impedanz des omni-direktionalen Mics zwar minimal höher aus, dafür fällt die Empfindlichkeit mit -40 dB (± 3 dB) nicht ganz so hoch aus.

Doch auch hier bewirbt Corsair das Mikrofon als Streaming-zertifiziert, was eine einwandfreie und klare Stimmübertragung ermöglichen soll. In unserem Test können wir das dem Gaming-Headset tatsächlich auch bestätigen. Die eigene Stimme wird klar und facettenreich wiedergegeben, auch ein Hintergrundrauschen ist nicht wahrnehmbar.

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Natürlich kann das Headset kein hochwertiges Tisch-Mikrofon ersetzen, leistet im Voice-Chat oder für Videoaufnahmen unterwegs jedoch wirkliche gute Dienste. Einen Eindruck von der Qualität des Mikrofons könnt ihr euch mithilfe unseres kurzen Videos machen.

Software

Optional kann Corsairs hauseigene iCUE-Software kostenlos heruntergeladen werden, um die Funktionen weiter zu verfeinern. Damit ist es möglich, die dezente RGB-Beleuchtung des Herstellerlogos auf den Ohrmuscheln anzupassen. Hier stehen verschiedene Lichteffekte und vordefinierte Farbmuster zur Verfügung.

Deutlich interessanter sind allerdings die Equalizer-Einstellungen, die allerdings nur zur Verfügung stehen, wenn Dolby Atmos nicht verwendet wird. Hier lassen sich alle Frequenzbereiche unabhängig voneinander feinjustieren, alternativ stehen unterschiedliche Presets für Filme, Bass Boost oder klare Kommunikation zur Wahl, zwischen denen auch durch ein kurzes Drücken des Lautstärkerades am Headset selbst gewechselt werden kann.

Fazit

Ich hatte im Laufe der Jahre schon unzählige Headsets auf dem Kopf, doch das Corsair HS80 RGB gehört zweifelsohne zu den Besten. Das liegt daran, dass Corsair hier an vielen Spezifikationen des erstklassigen Virtuoso Wireless RGB festhält, welches bereits durch seine erstklassige Soundqualität überzeugen konnte.

Bezüglich der Wiedergabequalität präsentiert sich das neue Modell auf Augenhöhe und punktet mit einem kristallklaren und ausgewogenen Klang. Vor allem der Fokus auf Höhen und Mitten gefällt mir ausgesprochen gut – wer den für Gaming-Headsets typischen, Bass-lastigen Klang haben möchte, kann hier problemlos mithilfe der Software nachhelfen (auch wenn ich kein Fan davon bin). Besonders mit Dolby Atmos erreicht die Akustik ungeahnte Dimensionen.

Trotz relativ hohem Gewicht kann auch der Tragekomfort vollends überzeugen, was vor allem auf das neue Design der Ohrmuscheln in Kombination mit dem Kopfband zurückzuführen ist. Selbst als Brillenträger sind mit dem Headset stundenlange Gaming-Sessions problemlos möglich.

Auch die Wireless-Funktion arbeitet ohne Fehl und Tadel und überzeugt durch hohe Reichweite, sowie eine mehr als ausreichende Akkulaufzeit von über 20 Stunden. Lediglich hinsichtlich des Mikrofons und der Konnektivität (fehlender 3,5-mm-Klinkenanschluss) müssen Käufer einige wenige Abstriche in Kauf nehmen, doch das ist Meckern auf extrem hohem Niveau. Das Corsair HS80 RGB ist ein rundum überzeugendes Headset, das seinen Preis allemal wert ist. Klare Kaufempfehlung.

Corsair HS80 RGB Wireless

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

94/100

Herausragendes Wireless-Headset, das mit hohem Tragekomfort und klarem, neutralen Klangbild überzeugt.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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T
Timi

Neues Mitglied

8 Beiträge 0 Likes

Guter Textbereiche wie immer

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