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Corsair K65 Plus Wireless Test: Kleines Konnektivitätswunder

Frisches Keyboard-Futter aus dem Hause Corsair. Nachdem man mit der K55 Core (unser Test) im Januar ein günstiges Einsteiger-Modell an den Start brachte, setzt die neue Gaming-Tastatur des Herstellers auf fortschrittlichere Features, eine dreifache Konnektivität und ein hochwertiges Auftreten. Was die Tastatur auszeichnet und ob sich ein Kauf lohnt, klärt unser Corsair K65 Plus Wireless Test.

Technische Daten

Produkt Corsair K65 Plus Wireless
Tastenschaltertyp Mechanisch
Schalter Corsair MLX Red (linear)
Schalter austauschbar Ja
Material Aluminium, Stahl
Abmessungen (B x H x T) 320 mm x 136 mm x 35 mm
Gewicht 918 Gramm
Kabelanschluss USB-Typ-C
Wireless-Konnektivität 2,4-GHz; Bluetooth LE
Akkulaufzeit BIs zu 266 Std.
Rollover-Technologie N-Key Rollover
Tastenkappen PBT Dye-Sub
Betriebsmodi Tippen; Gaming
Abtastrate 1.000 Hz
Besonderheiten Anpassbare RGB-Beleuchtung; Metall-Drehregler; PlayStation-Modus
Farben Schwarz
Preis € 159,99 *

Corsair K65 Plus Wireless Test: Design und Verarbeitung

  • Kompaktes 75-Prozent-Layout
  • Hübsches, schwarz-graues Design

Die Corsair K65 Plus Wireless erreicht uns in einem schwarz-weißen Karton, der neben der Tastatur selbst ein Kunststoff-Cover, einen kombinieren Keycap- und Switch-Puller und ein stoffummanteltes USB-A- auf USB-C-Kabel enthält.

Corsair K65 Plus Wireless Lieferumfang

Das neue Keyboard setzt auf ein kompakteres 75-Prozent-Layout und verfügt im Vergleich zur noch kleineren K65 Pro Mini (unser Test) über eine zusätzliche F-Tastenreihe. Unser Vergleich zur Keychron Q3 (unser Test) zeigt jedoch, wie viel kompakter das Design im Vergleich zu einer TKL-Tastatur ausfällt.

Die K65 Plus Wireless kommt auf eine Länge von 320 mm, ist 136 mm tief und 35 mm hoch. Dabei bringt sie satte 918 Gramm auf die Waage, was von einer hochwertigen Verarbeitung zeugt.

Corsair K65 Plus Wireless vs Keychron Q3
Die Keychron Q3 (oben) im TKL-Layout ist noch einmal deutlich größer als die Corsair K65 Plus Wireless (unten).

An der Oberseite fallen vor allem zwei Dinge besonders auf. Am rechten oberen Rand findet sich ein griffiger, klickbarer Drehregler aus Metall, während auch die Escape-Taste in Silber gehalten ist und das Corsair-Logo zeigt. Links davon finden wir eine Status-LED, die in verschiedenen Farben über den Ladestand des Akkus informiert.

Auf der linken Seite, direkt unterhalb der LED, findet sich ein Knopf, mit dem wir die RGB-Beleuchtung schnell ein- und ausschalten können. Auf der rechten Seite ist hingegen nichts zu sehen.

Einziges zu bieten hat dann wiederum die Oberseite. Links wird das USB-Kabel zum Laden angeschlossen, direkt daneben findet sich der 3-Way Mode Switch, mit dem wir zwischen Kabelverbindung und den beiden Wireless-Modi 2,4-GHz-Funk und Bluetooth LE wechseln können.

Rechts besteht die Möglichkeit, zwischen Windows- und Mac-Modus zu wechseln, denn das Keyboard ist für beide Layouts ausgelegt und die jeweiligen Tasten wie beispielsweise Windows/Option sind mit beiden Layout-Varianten beschriftet. Meines Wissens ein Novum für Corsair. Daneben findet der USB-A-Wireless-Dongle Platz, der praktischerweise direkt im Gehäuse eingesetzt werden kann, wenn er nicht benötigt wird.

An der Unterseite gibt es die obligatorischen gummierten Standfüße, sowie zweistufige ausklappbare Füße, die ein Aufstellen in insgesamt drei Winkeln erlauben.

Verarbeitung und RGB-Beleuchtung

  • Dye-Sub-Keycaps sind nicht lichtdurchlässig
  • Hübsche, vielseitig anpassbare, RGB-Beleuchtung
  • Hervorragende Verarbeitung

Bei den Tastenkappen setzt die Corsair K65 Plus Wireless auf hochwertige und langlebige PBT-Keycaps im Dye-Sub-Verfahren. Sprich: Die Keycaps sind nicht lichtdurchlässig, die RGB-Beleuchtung erstrahlt also nur um die Tasten herum, nicht aber hindurch.

Dabei kombiniert die Tastatur hellgraue Kappen für die meisten Tasten mit einzelnen dunkelgrauen Modellen für die Funktionstasten wie F5-F8, Enter, TAB und Co, die einen angenehmen Farbakzent liefern. Wer mag kann die Keycaps aber auch einfach austauschen und durch eigene Varianten ersetzen.

Zudem punktet die Corsair K65 Plus Wireless mit einer ansehnlichen RGB-Beleuchtung, die sich innerhalb der Begleit-App in den unterschiedlichsten Effekten anpassen lässt und angenehm hell wird.  Dabei lässt sich auf Wunsch auch jede Taste individuell beleuchten.

Bei Dunkelheit kann man die Tasten aber nur schwer ablesen, was den Dye-Sub-Keycaps geschuldet ist, aber das kann man dem Hersteller nicht ankreiden.

Die allgemeine Verarbeitungsqualität liegt auf hervorragendem Niveau. Das Gehäuse aus Aluminium wird durch eine darunterliegende Stahlplatte unterstützt, was nicht nur der Robustheit zu Gute kommt, sondern auch die Lautstärke in Kombination mit zwei Geräusch-dämpfenden Schichten reduziert.

Praxistest und Tippgefühl der Corsair K65 Plus Wireless

  • Überzeugendes Tippgefühl
  • Sehr gute lineare Schalter
  • Vielfältiger Funktionsumfang durch Tastenkombinationen

Mit der robusten Verarbeitung und dem aufgeräumten Design gibt die Corsair K65 Plus Wireless in der Praxis eine hervorragende Figur ab. Was mir zunächst äußerst positiv aufgefallen ist, ist die hervorragende Dämmung der Tastatur, die beim Tippen für eine angenehm niedrige Geräuschentwicklung sorgt.

Die PBT-Keycaps kommen mit einer leicht griffigen Oberfläche daher und ermöglichen ein angenehmes Auslösen. Unter den Tastenkappen kommen Corsairs hauseigene mechanische Schalter in Form der MGX Switches zum Einsatz, die in der roten Variante linear auslösen und hinsichtlich der Auslösekraft von 45g und einem Gesamtweg von 4,0 mm an die Cherry MX Red-Schalter erinnern, jedoch einen minimal niedrigen Vorlaufweg von 1,9 mm aufweisen.

Sie sind für 70 Millionen Tastenanschläge ausgelegt und bereits werksseitig geschmiert. Das merkt man dann auch wirklich, denn das Tippen auf der K65 Plus Wireless geht butterweich vonstatten. Ich bin eigentlich kein großer Fan von linearen Switches, aber diese hier lösen absolut weich und präzise aus. Ein Traum. Wer mag, kann die MGX Switches aber auch einfach durch andere mechanische Schalter ersetzen, die einem mehr zusagen.

Das 75-Prozent-Layout benötigt allerdings erst einmal etwas Eingewöhnung, wenn man von einer größeren Tastatur kommt. Immerhin hat Corsair hier an praktische Doppelbelegungen verschiedener Tasten gedacht, sodass du hier hinsichtlich des Funktionsumfangs keine Einbußen in Kauf nehmen musst.

Das Erstellen eines Screenshots ist beispielsweise über die Tastenkombination FN und „-“ möglich. Weitere Tastenkombinationen erlauben beispielsweise eine Mediensteuerung, lassen dich zwischen insgesamt vier Onboard-Profilen wechseln oder schnell den Akkustand anzeigen.

Mithilfe der Pfeiltasten kannst du zudem die Funktion des Drehreglers anpassen. Hier besteht die Möglichkeit, damit die Lautstärke zu regeln, es zum hoch- und runterscrollen zu nutzen, die Helligkeit der RGB-Beleuchtung anzupassen oder eine Zoom-Funktion zu nutzen.

Auch das Einstellen von 10 vordefinierten Beleuchtungseffekten erfolgt über eine FN-Tastenkombination. Sehr praktisch: Drückst du die FN-Tasten, leuchten die Tasten hellblau auf, die in Kombination eine Funktion auslösen.

Corsair K65 Plus Wireless
Praktisch: Beim Drücken von FN leuchten die Tasten, die eine zusätzliche Funktion aufweisen.

Tippgefühl und Funktionsumfang der Corsair K65 Plus Wireless gefallen also schon mal. Abgerundet wird das Ganze durch volles N-Key-Rollover und 100 Prozent Anti-Ghosting. Die Abtastrate via USB liegt bei 1.000 Hz. Makros lassen sich auf Wunsch ebenfalls on-the-fly direkt auf der Tastatur aufzeichnen und abspielen.

Sehr angenehm empfinde ich, wie bereits erwähnt, die Lautstärke beim Tippen. Dank überzeugender Stabilisatoren und mehrschichtiger Dämpfung ist die K65 Plus Wireless ziemlich leise und punktet mit einem angenehmen Tippgeräusch.

Corsair K65 Plus Wireless:

Razer Huntsman V3 Pro:

Keychron Q3: 

Konnektivität, Wireless-Optionen und Akkulaufzeit

  • Wahl zwischen Kabel, Funk und Bluetooth
  • Bis zu 3 Bluetooth Hosts gleichzeitig
  • Satte Akkulaufzeit von 266 Stunden (ohne RGB)

Die Corsair K65 Plus Wireless setzt auf eine dreifache Konnektivität. So hast du neben der kabelgebundenen Nutzung und der Verwendung per 2,4-GHz-Wireless-Dongle auch die Möglichkeit, das Keyboard via Bluetooth zu koppeln.

Somit lässt sich die Tastatur auch mit Android- und iOS-Geräten sowie entsprechenden Tablets nutzen, wenn auch mit einer verringerten Abtastrate von 125 Hz. Dabei können bis zu drei Bluetooth-Hosts gekoppelt werden, zwischen denen du ebenfalls per FN-Tastenkombination wechseln kannst. Sehr praktisch also, wenn du schnell vom Tablet zum PC und wieder zurück wechseln willst.

Kompatibel ist die Gaming-Tastatur neben PC und Mac auch mit Xbox- und PlayStation-Konsolen. Für die Sony Hardware gibt es zudem einen speziellen PlayStation-Modus, der das Keyboard wahlweise per 2,4-GHz-Funk oder kabelgebunden für die Konsole fit macht.

Die Akkulaufzeit liegt laut Herstellerangabe bei bis zu 266 Stunden mit deaktivierter RGB-Beleuchtung. Satte 4.200 mAh fasst der Akku, was mehr als beachtlich ist. Das Aufladen dauert mit 5-6 Stunden jedoch entsprechend lang, wer mag, kann die Tastatur aber beim Laden einfach via Kabel weiterverwenden.

Software-Anbindung: Corsair iCUE

  • Übersichtliche Software
  • Vielfältiger Funktionsumfang

Software-seitig kommt Corsairs eigene iCUE-Lösung zum Einsatz, die die Tastatur sofort erkennt und das entsprechende Modul anlegt. In den Einstellungen der Tastatur erwarten dich insgesamt fünf Reiter.

So ist es möglich, die Zuweisung sämtlicher Tasten nach dem eigenen Gusto zu verändern und die RGB-Beleuchtungseffekte umfangreich einzustellen – letzteres, wie bereits erwähnt, auf Wunsch sogar für jede Taste einzeln.

In den Optionen legst du fest, ob bestimmte Tastenkürzel wie beispielsweise Alt+F4 deaktiviert werden sollen, wenn WIN-LOCK aktiv ist. Außerdem kannst du die Funktion des Drehreglers ändern und bestimmte Einstellungen hierfür ganz ausschalten.

Auch eine Anpassung der Farbe des Drehreglers ist möglich, wobei ich hier den Sinn dahinter nicht verstehe. Immerhin ist der Drehregler nicht beleuchtet – auch wenn es aussieht, als gäbe es einen Leuchtring um den Knopf herum (ein Bug?).

Zuletzt kannst du in den Geräteeinstellungen noch den Status der Batterie einsehen, die Abtastrate anpassen oder die Helligkeit justieren. Auch ist es möglich, hier per Knopfdruck den PlayStation-Modus zu aktivieren.

Corsair K65 Plus Wireless Test: Fazit

Mit der Corsair K65 Plus Wireless legt der Hersteller einmal mehr eine exzellente Gaming-Tastatur auf und erfreut all diejenigen, die auf der Suche nach einem kompakteren Keyboard sind, ohne dabei an Funktionsumfang einzubüßen.

Die Kombination aus schickem Design, tadelloser Verarbeitungsqualität, weitreichender Konnektivität und austauschbaren Switches samt Keycaps steht der kompakten Tastatur sehr gut zu Gesicht. Hier wird dieselbe Qualität und derselbe überzeugende Funktionsumfang der großen Full-Size-Keyboard auf kleinem Raum geboten.

Das 75-Prozent-Layout ist, selbst gegenüber TKL, natürlich erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber schnell in Fleisch und Blut über. Abgerundet wird das Ganze durch eine starke Akkulaufzeit und eine hervorragende zweischichtige Dämmung.

So ergibt sich ein rundum stimmiges Gesamtpaket für eine Tastatur mit guten Custom-Keyboard-Anleihen zu einem wirklich fairen Preis.

Corsair K65 Plus Wireless Test: Platinum Award

Corsair K65 Plus Wireless

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

95/100

Mit der Corsair K65 Plus Wireless liefert der Hersteller eine exzellente und kompakte Gaming-Tastatur ab, die nahezu keine Wünsche offenlässt.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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