PC- & Konsolen-Peripherie

Im Test: Diesmal auch in Deutsch, HyperX Alloy Origin Core Gaming-Tastatur

Ich habe oft das Gefühl, dass es zwei Arten von Menschen gibt. Diejenigen, die den Nummernblock nutzen und diejenigen die ihn nicht nutzen. Das ist eigentlich aber auch reine Gewohnheit, denn gerade, wenn man nicht viel Platz am Schreibtisch hat, kauft man sich eben eine Tastatur ohne Nummernblock, wie zum Beispiel die HyperX Alloy Origin Core. Ob dieser Gaming-Tastatur wirklich nur ein Nummernblock fehlt oder ob sie wirkliche Schwächen hat, das wird in diesem Testbericht unter die Lupe genommen.

Lieferumfang

Mittlerweile ist es fast Standard geworden, dass eigentlich kein spezieller Lieferumfang benötigt wird. Plug&Play ist absolut normal geworden und wer dann aber noch selber Einstellungen tätigen möchte, bekommt auf der Herstellerseite noch eine Software an die Hand. Lediglich der Papierkram rund um Garantie und kleinem Guide bleibt uns wohl ewig Teil der Lieferung.

Design & Verarbeitung

Doch umso schneller können wir uns der Tastatur selbst widmen. Die kleine Tastatur wirkt nicht besonders auffällig und wurde auch nicht mit besonderen Designelementen versehen. Sie bleibt schlicht und funktional, zumindest solange bis sie angeschlossen wird. Hier kommt dann nämlich die RGB-Beleuchtung ins Spiel. Dazu jedoch später mehr. Ansonsten bietet die neue Gaming-Tastatur von HyperX eine hervorragende Verarbeitung. Gerade weil der Rahmen komplett aus Aluminium gefertigt ist, wird eine gute Basis geschaffen, die für Stabilität und gute Haltbarkeit sorgt.

Technische Daten

Hier zunächst die technischen Daten im Überblick:

Schaltertyp Mechanischer HyperX Switch
Betätigungskraft 45 g
Auslösepunkt 1,8 mm
Betätigungsweg 3,8 mm
Lebensdauer 80 Mio.
Anschluss Abnehmbaren USB-Typ-C auf USB-Typ-A
Kabellänge 1,8 m
Mediensteuertasten Ja
Beleuchtung Pro Taste anpassbare RGB-Beleuchtung und 5 Helligkeitsstufen
Materialien Aluminium-Gehäuse in Flugzeugqualität
Maße (B x T x H) 360 mm x 132,5 mm x 34,5 mm
Gewicht 900 g mit Kabel
Preis € 109,99 *

Schon der kleine Überblick zeigt, dass die HyperX Alloy Origins Core einiges zu bieten hat. Auch wenn das Design nicht auffällig ist, liegt einiges „unter der Haube“. Die mechanischen Taster von HyperX zeigen auf dem Papier gute Qualität und sollen sogar für 80 Millionen Betätigungen ausgelegt sein. Das ist in Hinblick auf die Lebensdauer doch mal ein Wort. Unser Testmuster wurde mit den linearen Tastern HyperX Red versehen, wobei die Tastatur auch mit HyperX Aqua (Feedback) und HyperX Blue (mit Klicken) erhältlich ist.

Auch das Aluminiumgehäuse wird speziell mit Flugzeugqualität verglichen, wobei wir hier im Test darüber keine qualifizierte Aussage treffen können. Was wir aber anerkennen können, ist, dass das Gehäuse für hohe Stabilität sorgt und super verarbeitet ist. Diverse Features, wie Multimedia-Tasten und auch die Beleuchtung sind gerade in dieser Preisklasse fast schon notwendig. Es steht auch ein interner Speicher zur Verfügung auf dem bis zu 3 Profile mit der Software gespeichert werden können. Was alles in der Software noch so einzustellen ist, das schauen wir uns jetzt an.

Software

Die Software lässt sich über den Microsoft-Store herunterladen und installieren. Beim Start wird dann direkt festgestellt, welche Geräte von HyperX bereits verbunden sind und so lässt sich auch ein schneller Zugriff ermöglichen. Der allererste Blick in die Software ist zwar etwas irritierend, doch sobald man sich auf den Seiten der Tastatur befindet, ist alles unfassbar intuitiv und einfach gestaltet.

Software Lichter

Zuerst schauen wir uns den Reiter Beleuchtung an. Hier lassen sich verschiedene Beleuchtungseffekte auswählen wie zum Beispiel Welle, pulsierend oder einheitlich. Diese lassen sich dann der Helligkeit, Geschwindigkeit und auch in der Farbe noch einmal anpassen. Als Beispiel hier einmal die Einstellungsmöglichkeiten beim Effekt Wave. Neben den Helligkeitseinstellungen lassen sich auch die Geschwindigkeit, mit der sich die Welle über die Tastatur bewegt, festlegen. Wer nur einen bestimmten Tastenbereich mit diesem Effekt belegen möchte, der kann das ebenfalls tun und durch Anklicken einer Taste oder durch das „Ziehen“ eines Rechtecks über einen Bereich lassen sich die gewünschten Tasten markieren. Ein weiteres nettes Feature ist auch, dass man den Winkel verstellen kann, mit dem sich die Welle über die Tastatur bewegt. Hier lassen sich in der Software sogar 1-Grad-Schritte einstellen, auch wenn das in der Realität nicht ganz so präzise abläuft. Trotzdem ist auch daran zu erkennen, wie gut sich die Tastatur individualisieren lässt.

Kommen wir nun zum nächsten Reiter: Tastenbelegung. Die Tastatur bringt wie schon erwähnt drei Profile mit sich, die sowieso einige Zusatzbelegungen haben, wie die Multimedia-Tasten oder den Gaming-Modus. Doch wem das nicht ausreicht, der kann jede Taste mit einer anderen Funktion belegen. Klickt man die gewünschte Taste an, die neu programmiert werden soll, öffnen sich direkt Kategorien, aus denen man dann auswählen kann, was man möchte. So sind auch hier keinerlei Grenzen gesetzt. Updates werden übrigens auch von der Software erledigt, sodass man nicht extra auf der Website sich das passende heraussuchen muss.

Software Tasten

Praxistest

Nun gerade in der Praxis ist aufgefallen, dass der Mensch eben ein Gewohnheitstier ist. Auch nach Tagen der Nutzung habe ich versucht mit der untersten Taste der rechten Seite Eingaben zu bestätigen, jedoch befindet sich hier ja lediglich der Pfeil nach rechts und nicht die Enter-Taste des Nummernblocks. Das Ganze ist aber nicht weiter tragisch, weil ich persönlich ansonsten den Nummernblock nicht oft für Zahleneingaben verwendet habe. Eins muss aber jedem klar sein, der Umstieg ist nicht einfach.


Wer sich aber daran gewöhnt bekommt eine wirklich gute Tastatur. Der einstellbare Winkel ist sehr angenehm, um die passende Handhaltung zu finden. Gerade die Taster machen einen guten Job und erfassen den Tastendruck schnell und geben entsprechendes Feedback. Nicht zu vergessen ist die RGB-Beleuchtung, die die eigentlich schlichte Alloy Origins Core sehr gut in Szene setzt.

Fazit

Was können wir also zusammenfassend sagen? Nun mit der HyperX Alloy Origins Core bekommt man eine Gaming-Tastatur ohne Nummernblock. Es gibt keinerlei weitere Nachteile, sodass es hier ein bisschen um eine Grundsatzentscheidung geht und was man selbst gewohnt ist. Ansonsten wird ein schlichtes, aber sehr hochwertiges Produkt geliefert, welches eine sehr großflächige RGB-Beleuchtung bietet.


Die drei einstellbaren Winkel bieten gute Voraussetzungen für die Ergonomie, die nicht jede Tastatur mit sich bringt. Auch in der Praxis kann die Tastatur von HyperX überzeugen. Gutes Handling, auch wenn man sich natürlich an das kleine Format etwas gewöhnen muss. Die Software ist ebenfalls ein riesen Pluspunkt. So intuitiv und so umfassend ist kaum eine Software. Doch wie sieht es mit der Preis-Leistung aus? Nun, günstig ist die HyperX Alloy Origins Core mit knapp 110 € nicht, jedoch denken wir, dass sie ihren Preis wert ist. Sie bietet genug, wobei ein kleiner Nachlass gerade im Vergleich zur Version mit Nummernblock noch etwas ansprechender wäre.

HyperX Alloy Origin Core

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Sehr hochwertig und durch die RGB-Beleuchtung gut in Szene gesetzt, auch wenn das Design schlicht ist. Wer keinen Nummernblock brauch, für den ist die Tastatur perfekt.

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Jonathan Klein

Ich studiere Elektrotechnik und bin leidenschaftlicher Zocker. In meiner Freizeit bin ich im CVJM aktiv unterwegs und beschäftige mich gerne mit allem rund ums Thema Gaming und Computer.

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