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QUERSUS Vaos 505 XT – Der Gaming-Stuhl mit dem speziellen Stoff

Mit der Vaos-Reihe bietet der polnische Hersteller Quersus Gaming-Stühle in Racing-Optik. Dabei stehen je nach Modell verschiedenste Stoffe und Muster zur Auswahl. Gaming-Stühle aus der Vaos-Linie kommen mit einer soliden Ausstattung daher und bieten neben 4D-Armlehnen auch eine Synchronmechanik, welche die Wippfunktion des Stuhls erweitert.

Für unseren Test haben wir uns den QUERSUS Vaos 505/XT genauer angesehen. Die Gaming-Stühle aus der 505-Reihe sind mit einem speziellen Stoff bespannt. QUERSUS nennt dieses Material QRS Soft-Stoff. Später in diesem Test gehen wir weiter auf die Vorzüge des Stoffs ein. Außerdem erfährst du in unserem Bericht, wie der Vaos 505 in unserem Praxistest abschneidet.

Spezifikationen

Rahmenfarbe: Schwarz
Rahmenkonstruktion: Metall
Material des Bezugs: QRS SOFT
Verstellbares Kopfpolster: Ja
Typ der Rückenlehne: 88 cm
Einrastfunktion (Rückenlehne) Nur in Verbindung mit Sitzfläche
Gasdruckfederklasse 4
Verstellbare Lendenstütze Ja, in der Rückenlehne integriert
Rollen: Hartbodenrollen
Farbe des Bezugs: Schwarz/Anthrazitgrau
Verstellbare Armlehnen: 4D
Belastbarkeit: max. 120 kg
Wippfunktion (Sitz + Rückenlehne): Ja / 140°
Sitzfläche (inkl. Wangen): Sitztiefe: 48 cm / Sitzbreite: 53 cm
Versandgewicht: 31,5 kg
Garantie:
24 Monate
Preis: 419,- €

Lieferumfang

Der Gaming-Stuhl erreicht den Käufer sauber und sicher verpackt. Alle Teile sind genügend gepolstert, sodass er während des Transports ausreichend geschützt ist und wir auch keine Beschädigungen nach dem Auspacken feststellen konnten. Der Stuhl wird zerlegt geliefert und muss noch montiert werden. Die beiden größten Teile sind dabei die Rückenlehne und der Sitz. Am Sitz selbst sind die Armlehnen bereits vormontiert, können aber nachträglich auf die gewünschte Breite angepasst werden.

Ebenfalls im Paket enthalten ist, neben den Hartboden-Rollen, natürlich auch das Fußkreuz aus Metall. Für die Montage liegen alle benötigten Schrauben und Teile bei. Auch an Innensechskantschlüssel wurde gedacht, damit man direkt loslegen kann. Alle Schritte des Zusammenbaus sind in der beiliegenden Aufbauanleitung bildlich und schriftlich erklärt.

Auch auf ein Nackenkissen muss man bei der Vaos-Reihe nicht verzichten. Hier hat sich QUERSUS etwas ganz Besonderes ausgedacht und bietet gegen Aufpreis eine individuelle Bestickung an. Das Logo darf dabei die maximalen Maße von 8 x 9 cm nicht überschreiten.

Optik & Verarbeitung

Dem Vaos 505 ist die Racing-Optik nicht abzuerkennen. Der Sitzfläche wurden Wangen spendiert, ebenso auch der Rückenlehne. Die Schulterpartie hat eine leichte Wölbung, die sehr gut die Sitzposition unterstützt. Im Kopfbereich hat sich QUERSUS mit einem weißen Logo verewigt. Der Stoff, mit dem der Stuhl bezogen wurde, soll laut Hersteller verschiedenste positive Eigenschaften vereinen. Er soll nicht nur strapazierfähig sein, sondern auch atmungsaktiv und vor Flüssigkeiten schützend. Neben diesen Eigenschaften fühlt sich der Stoff sehr angenehm und weich an.  Die Rückenlehne ist bestückt mit einer Lordosenstütze, welche sich im Inneren befindet. Mit dem Drehknopf, der seitlich an der Rückenlehne platziert wurde, lässt sich die Wölbung verstärken bzw. abschwächen. Optisch ist dabei nur ein geringer Unterschied zu erkennen.

Der 505 ist in verschiedenen Farb-Varianten erhältlich. Bei unserem Testobjekt handelt es sich um die Ausführung in Schwarz/Anthrazitgrau mit dem Kürzel „XT“ in der Bezeichnung. Größtenteils ist der Stuhl in Schwarz gehalten. Auf den Oberseiten der Wangen und den flachen Kanten der Rückenlehne wurden anthrazitgraue Applikationen eingearbeitet, die einen schönen Kontrast bilden.

Das metallische Fußkreuz ist mit einem schwarzen Hochglanzlack überzogen. Dadurch wirkt das Fußkreuz sehr wertig. Insgesamt macht es auch ohne den Lack einen wertigen und sehr stabilen Eindruck. Selbiges gilt für die mitgelieferten Hartbodenrollen.

Was passt zum schwarzen Gesamtkonzept? Richtig, Chrom-Applikationen! Wie es sich bei 4D-Armlehnen so gehört, lassen sie sich in der Höhe verstellen. In der tiefsten Stufe ist nur schwarzes Kunststoff zu sehen. Um so höher man die Armlehnen aber platziert, um so mehr ist von der verchromten „Grundstange“ zu sehen. Auch der bewegliche Teil unterhalb der Armauflage ist verchromt. Insgesamt machen die Armlehnen einen sehr soliden und wertigen Eindruck. Auch der Lauf und das Einrasten der einzelnen Verstellstufen machen einen sehr wertigen Eindruck. Leider haben wir aber, wie auch schon bei günstigeren Stühlen bemängelt, eine wackelnde Armauflage. Hier hätten wir uns etwas mehr Festigkeit gewünscht, sodass das Klappern vermieden wird. Rauf und runter hingegen läuft sauber durch und rastet mit einem wohltuenden Geräusch ein.

Negativ ist uns auch ein klapperndes Geräusch in der Rückenlehne aufgefallen. Nach etwas Recherche und dem Versuch des Nachziehens der Schrauben, fiel uns auf, dass das Geräusch von der Zusammenführung von Sitz und Lehne stammt. Auf Nachfrage beim Hersteller, ob ein Problem vorliegt, wurde uns angegeben, dass dieses Geräusch in Zusammenspiel mit der Synchro-Mechanik und der damit verbundenen Anti-Schock-Funktion entsteht. Im Prinzip wird so verhindert, dass die Lehne nach lösen der Sperre gegen den Rücken schlägt. Solltest du also bereits im Besitz eines VAOS sein und dich gefragt haben, wo das Geräusch herkommt, könnte das die Antwort auf deine Frage sein.

Sitzkomfort & Ergonomie

So mancher sucht vielleicht nach einem Stuhl mit einer eher harten Polsterung, so wie es beim VAOS 505 der Fall ist. Der Kaltschaum ist sehr starr und auch die Wangen wirken dadurch sehr fest. Nachdem man sich an die harte Polsterung gewöhnt hat, wirkt es so, als würde es dem ergonomischen Sitzen zugutekommen. Man neigt eher dazu gerade zu sitzen und nicht so sehr im Stuhl zu versinken. Für unseren Geschmack hätte das Polster dennoch ein wenig weicher sein können.

Eines der großen Features des Stuhls ist die Synchro-Mechanik. Die dafür sorgt, dass sich die Sitzfläche beim Zurücklehnen mit an die Rückenlehne anpasst. Sie neigt sich also entsprechend mit, aber in einem geringeren Maße. Aufpassen muss man hier, da sich dadurch der Schwerpunkt etwas verschiebt. Platziert man die Lehne in der untersten Position (volle Neigung) und lehnt sich dann genussvoll zurück, merkt man, dass die vorderste Rolle keinen Halt mehr am Boden findet und sie sich leicht drehen lässt. Problematisch können wir uns das bei Personen vorstellen, die gerne die Füße hochlegen. In unseren Tests sind wir zwar nicht umgekippt, sicher hat man sich aber dennoch nicht gefühlt. Je nach Körpergewicht ließ sich das Problem mal mehr und mal weniger erkennen.

Auch die Armauflagen selbst sind gepolstert, leider ist diese Polsterung auch eher hart. Um zu merken, dass das Material nachgibt muss man schon fest mit dem Finger hineindrücken. Nachteilig ist das in erster Linie zwar nicht, da normalerweise der Unterarm flach aufliegt. Dennoch kann es zu Situationen kommen, wo gerade die eher scharfe Abkantung an der Vorderseite etwas drückt. Insgesamt aber sind die Armauflagen ausreichend groß dimensioniert und die Verstellmöglichkeiten helfen dabei, diese an die jeweiligen Ansprüche anzupassen.

Die Form des Nackenkissens ist etwas anders und dadurch bei uns größtenteils gut angekommen. Der dickste Teil stützt zuverlässig den Nacken und nach oben hin wird das Polster immer dünner. So liegt auch der Kopf auf und man hat nicht das Gefühl ein dickes Kissen im Nacken zu haben, sondern eine zuverlässige Unterstützung. Auch die Polsterung des Nackenkissens ist sehr positiv aufgefallen, da das Polster angenehm weich ist.

Etwas Negatives gibt es dennoch anzumerken. Es kommt vor, dass beim Verwenden von Over-Ear-Kopfhörern oder Headsets diese bei stärkeren Kopfbewegungen nach links bzw. rechts mit dem Nackenkissen kollidieren und so je nach Modell die Lautstärke oder ähnliches verstellt werden kann.

Montage

Der Gaming-Stuhl wird in Einzelteilen geliefert und muss bevor er verwendet werden kann aufgebaut werden. Die einzelnen Schritte hat QUERSUS auf einem Blatt bildlich und schriftlich dargestellt. Die Anleitung führt einen gut durch die einzelnen Schritte, die wir dir hier nochmal während unseres Aufbaus festgehalten haben.

Nachdem man alles ausgepackt hat und sich einen Überblick verschafft hat, steckt man als Erstes die Rollen in das Fußkreuz und steckt zusätzlich noch die Gasfeder von oben ins Fußkreuz. Hat man das geschafft, kann man das Teil erstmal bei Seite stellen.

Jetzt schnappt man sich den Sitz, dreht ihn um und montiert mit den beigelegten silbernen Schrauben den mechanischen Teil an die Sitzfläche. Die Chance kann man auch direkt nutzen und die Hebel für das Verstellen des Gaming-Stuhls über die dafür vorgesehenen Metallstifte stecken. Als Letztes schnappt man sich das schwarze gebogene Metallteil und montiert dieses ebenfalls mit den silbernen Schrauben an der Unterseite der Mechanik.

Nun steckt man die fertig montierte Sitzfläche auf die Gasfeder und achtet dabei darauf, dass diese richtig sitzt. Anschließend schnappt man sich die Rückenlehne und steckt diese mit der integrierten Hülse über das Verbindungsstück. An diesem Punkt wird etwas Geschick oder Hilfe benötigt. Jetzt benötigt man die beiden schwarzen Schrauben, um die Rückenlehne mit dem Sitz zu verbinden. Für das Verschrauben muss dabei die Rückenlehne etwas angehoben werden, da sonst die Löcher verdeckt sind und schon ist man fertig mit der Montage.

Fazit

Einer der wichtigsten Punkte für einen neuen Käufer ist aus unserer Sicht die Polsterung. Hierbei kann man schnell enttäuscht werden, wenn diese für das persönliche Empfinden zu hart oder zu weich ist. Die Kaltschaum-Polsterung des QUERSUS Vaos 505 XT würden wir eher als hart beschreiben. Dessen sollte man sich vor dem Kauf bewusst sein. Für unser Empfinden war das harte Polster erstmal gewöhnungsbedürftig, nach kurzer Zeit hat man sich aber dran gewöhnt und zu einer besseren Haltung am Schreibtisch beigetragen. Anmerken möchten wir auch noch, dass für unser Empfinden der Gaming-Stuhl keinesfalls unbequem wirkte. Im Gegenteil, durch die festen Wangen und das speziell geformte Nackenkissen fühlt man sich sehr wohl im Vaos 505. Auch das verwendete QRS Soft Material hat uns sehr überzeugt, es lässt sich sehr schön anfassen und ist weich. Dazu besitzt es hydrophobe Eigenschaften, die verhindern, dass Feuchtigkeit schnell in das Polster eindringt.

Ein paar Mankos gibt es dennoch. Angefangen mit dem Klappern in der Rückenlehne, dieses lässt sich zwar erklären, aber bei einem Gaming-Stuhl der knapp an der 400-Euro-Marke kratzt, verspricht man sich mehr. Auch haben wir ein altbekanntes Problem mit den klappernden Armauflagen beim Vaos festgestellt. Diese Problem gibt es die Bank durch von günstig bis teuer, eine Chance sich abzuheben, die der Vaos leider nicht genutzt hat.

Alles in allem bekommt man mit dem QUERSUS Vaos 505 XT einen wertigen und sehr schicken Gaming-Stuhl, der aber leider einige Mankos mit sich bringt.

QUERSUS Vaos 505 XT

Design und Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie und Sitzkomfort
Preis-Leistungs-Verhältnis

83/100

Mit dem QUERSUS Vaos bekommt man einen schicken Gaming-Stuhl in Racing-Optik, der seine Schwächen hat.

Alexander Wulke

Als Technikbegeisteter verfasse ich Testberichte für allerlei technische Geräte. Speziell die Themen PC-Hardware und Gaming haben es mir aber am meisten angetan. In meinen Tests gebe ich gerne Tipps und verschaffe euch einen unabhängigen und ehrlichen Eindruck zu dem jeweiligen Produkt.

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