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Razer Kraken Tournament Edition Gaming-Headset im Test

Headsets von Razer sind in der Gaming-Szene beliebt, kombinieren sie doch meist ein hinschauenswertes Design mit angemessener Technik und einem hervorragenden Sound. Auch bei der „Kraken Tournament Edition*“ will der Hersteller wieder durch das Gesamtpaket punkten. Inwieweit das 100 Euro teure Headset tatsächlich überzeugen kann, wollten wir durch einen Praxistest herausfinden.

Design und Verarbeitung

Das Headset ist im besten Sinne unauffällig gestaltet, denn es ist komplett schwarz. Doch auch eine auffällige neongrüne Version ist erhältlich, die sicherlich einen echten Hingucker darstellt. Sowohl die Ohrmuscheln als auch das Kopfband folgen der Farbgebung. In jedem Falle auffällig sind jedoch die leicht überdimensionierten Ohrmuscheln, die sich gut ins Gesamtbild fügen.

Das Kopfband des Gaming-Headsets ist durch eine Aluminiumkonstruktion sowohl flexibel als auch robust. Die Ohrmuscheln sind fest am Kopfband montiert und lassen sich leider nicht drehen.

Insgesamt ist die Gestaltung der Kraken Tournament Edition absolut stimmig. Das Headset sieht gut aus. Hinsichtlich des Designs können wir also nur Positives feststellen.

Gleiches gilt für die Verarbeitung. Razer setzt durchweg hochwertige Materialien ein und verarbeitet diese gut. Das Headset fühlt sich gut an und wirkt im Test stabil. Gewöhnlichen äußeren Einflüssen, die bei der normalen Nutzung auftreten, wird es problemlos standhalten können.

Tragekomfort

Der hohe Komfort während des Tragens stellt sicherlich einen der positivsten Punkte im Test dar. Das Headset ist ergonomisch gestaltet, was während des Tragens durchweg spürbar ist. So ist es nicht nur mit sehr weichen Ohrpolstern ausgestattet, sondern verfügt aufgrund der Aluminiumkonstruktion auch über ein vergleichsweise geringes Gesamtgewicht. Diese beiden Faktoren sorgen dafür, dass das Headset angenehm und ohne zu starken Druck sitzt.

Weiterhin sorgt die Gelfüllung der Ohrpolster für eine angenehme Kühle, die sich vor allem während längerer Spielsessions bezahlt macht. Normalerweise können Headsets nur schwer mehrere Stunden am Stück getragen werden, da unter den Ohrmuscheln mit der Zeit eine unangenehme Wärme entsteht – die Ohren werden schwitzig, das Tragegefühl unangenehm. Die mit Gel gefüllten Polster des getesteten Gerätes verhindern diese unangenehme Entwicklung im Test eindrucksvoll. Auch nach mehrstündigem Tragen ist das Tragegefühl gut. Unter den Ohrmuscheln ist es nicht zu warm und der Komfort lässt nicht nach.

Darüber hinaus sind die integrierten Kanäle für Brillenbügel uns im Test positiv aufgefallen. Anders als bei vielen anderen Headsets dürften Brillenträger hier keine Einbußen beim Tragegefühl befürchten müssen – auch bei längerem Tragen nicht.

Insgesamt ist das Tragegefühl großartig. Hier können wir absolut keine Kritikpunkte finden. Die Kraken-Tournament-Edition bietet einen sehr hohen Tragekomfort, auch wenn sich die Ohrmuscheln nicht drehen lassen.

Klang

Klanglich will Razer mit „THX Spatial Audio“ überzeugen. Mit dieser Technologie soll ein raumfüllender 360-Grad-Sound erzeugt werden, der klassischen Surround-Sound noch einmal überbieten soll. Im Test beeindruckt der Klang dann tatsächlich. Geräusche lassen sich ganz deutlich im Raum verorten – auch über oder unter dem Nutzer. Das Spielerlebnis wird durch diese Surround-Technologie eindeutig aufgewertet. In vielen Spielen könnte es zudem einen entscheidende Vorteil darstellen, da sehr schnell verortet werden kann, aus welcher Richtung ein noch nicht sichtbarer Gegner sich nähert.

Auf der beiliegenden Bedienungseinheit, über die das Headset mit dem Ausgabegerät verbunden wird, besteht die Möglichkeit, THX-Spatial-Audio per Knopfdruck ein- und auszuschalten. Die Steuerung des Sounds ist also ohne jedes Problem möglich. Weiterhin dient das Gerät dem An- und Abschalten des Mikrofons sowie der Lautstärkeregelung. Das Klinkenkabel des Headsets kann mit dem Steuerungsgerät verbunden werden, welches wiederum per USB-Kabel mit dem Ausgabegerät verbunden wird. Es besteht auch die Möglichkeit, das Headset direkt mit dem Ausgabegerät zu verbinden – hierbei fällt der THX-Spatial-Sound weg.

Im Test haben wir auch einige Musikstücke abgespielt, um zu testen, wie das Headset hierbei abschneidet. Für gewöhnlich sind Gaming-Headsets in dieser Hinsicht nicht sonderlich überzeugend – was sie auch gar nicht sein müssen, schließlich wurden sie nicht primär für diesen Einsatzzweck geschaffen. Das getestete Headset von Razer konnte uns jedoch auch hinsichtlich der Klangqualität von wiedergegebener Musik überzeugen und erhält somit einen weiteren Pluspunkt.

Ebenfalls positiv ist die Tatsache, dass Spiel- und Chatlautstärke individuell angepasst werden können, sodass hier in jedem Falle eine passende Einstellung gefunden werden kann.

Mikrofon

Das Mikrofon des Headsets ist unidirektional ausgerichtet, wodurch kaum Störgeräusche aufgenommen werden, was sich positiv auf die akustische Verständlichkeit der übertragenen Worte auswirkt. Im Test fallen keine Kritikpunkte auf. Die Sprache wird verständlich übertragen, Störgeräusche sind auf ein Minimum reduziert und das Mikrofon befindet sich dank seiner Verstellbarkeit immer in einer annehmbaren Position. Die Einstellung des Mikrofonarms ist indes intuitiv verständlich.

Mehr ist zum überzeugenden Mikrofon nicht zu sagen.

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Software

Wer individuelle Einstellungen vornehmen will, benötigte die kostenlose Synapse-3-Software, die auf der Webseite des Herstellers erhältlich ist. Hiermit werden die Optionen, die die THX-Spatial-Audio-Bedienung bietet, noch einmal deutlich erweitert.

So ist es in der einfach zu installierenden und intuitiv bedienbaren Software beispielsweise möglich, festzulegen, welche Programme mit Stereo- und welche mit Surround-Sound genutzt werden. Darüber hinaus besteht beispielsweise die Möglichkeit, den Bass einzustellen. Insgesamt bietet die Software einige Optionen, Einfluss auf den Klang des Headsets zu nehmen, was sicherlich vorteilhaft ist, da eigene Vorlieben und Wünsche auf diesem Wege umgesetzt werden können.

Da die Software zudem vergleichsweise leicht zu bedienen ist, kann auch hier kaum Kritikwürdiges gefunden werden.

Fazit zum Razer Kraken Tournament Edition Test

Insgesamt bietet Razer mit dem Headset „Kraken Tournament Edition“ ein absolut stimmiges Gaming-Modell an. Sowohl das Design als auch die praktischen Leistungen des Headsets konnten im Test überzeugen. Weiterhin ist das Gerät mit einem Preis von € 69,90 * vergleichsweise günstig.

Gamer machen mit dem Kauf dieses Headsets in keinem Falle einen Fehler – das Headset ist bestens auf ihre Bedürfnisse abgestimmt und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Razer Kraken Tournament Edition

Design und Verarbeitung
Tragekomfort
Klang
Mikrofon
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

Ein hervorragendes Gaming-Headset.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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Headsets von Razer sind in der Gaming-Szene beliebt, kombinieren sie doch meist ein hinschauenswertes Design mit angemessener Technik und einem hervorragenden Sound. Auch bei der „Kraken Tournament Edition“ will der Hersteller wieder durch das Gesamtpaket punkten. Inwieweit das 100 Euro teure Headset tatsächlich überzeugen kann, wollten wir durch einen Praxistest herausfinden.
Design und Verarbeitung
Das Headset ist im besten Sinne unauffällig gestaltet, denn es ist komplett schwarz. Doch auch eine auffällige neongrüne Version ist erhältlich, die sicherlich einen echten Hingucker darstellt. Sowohl die Ohrmuscheln als auch das Kopfband folgen der Farbgebung. In jedem Falle auffällig sind jedoch die leicht überdimensionierten Ohrmuscheln, die sich gut ins Gesamtbild fügen.

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