PC- & Konsolen-Peripherie

Sharkoon Gaming DAC Pro S im Test

Gaming-Headsets sind für gewöhnlich alles andere als erschwinglich. Dennoch kommen die allerwenigsten Gamer, die es mit ihrem Hobby ernst meinen, ohne sie aus, können sie in wichtigen Situationen doch den entscheidenden Vorteil darstellen. Sharkoon möchte nun dafür sorgen, dass jedes x-beliebige Headset zum grandiosen Soundsystem werden kann. Wie das funktionieren soll und ob es in der Praxis tatsächlich gelingt, soll unser Test zeigen.

Funktionsweise

Beim von uns getesteten Gaming DAC Pro S handelt es sich letztlich um einen Mini-Soundwandler im USB-Format. Das kleine Gerät funktioniert ähnlich wie eine portable Soundkarte und wandelt digitale zu analogen Signalen um. Durch die Zwischenschaltung des Digital-Analog-Wandlers soll das Sounderlebnis durchschnittlicher Kopfhörer massiv verbessert werden.

Was wir direkt nach dem Auspacken des Pakets feststellten: Eine Software oder sonst irgendetwas ist nicht nötig. Der Stick alleine genügt. Das mag auf den ersten Blick seltsam erscheinen, ist letztlich jedoch von großem Vorteil, da es für maximale Flexibilität sorgt.

Wesentlich mehr ist zur Funktionsweise des Audiowandlersticks nicht zu sagen. Es handelt sich um ein simples Gerät, das ohne weitere technische Kenntnisse, ohne die Installation von Treibern und ohne Vorbereitung verwendet werden kann.

Verarbeitung und Konnektivität

Äußerlich ist der Wandlerstick absolut unscheinbar. Sowohl hinsichtlich der Größe als auch auf das Aussehen bezogen lässt er sich nicht von einem herkömmlichen USB-Speicherstick unterscheiden. Das ist insofern vorteilhaft, als dass er nicht viel Platz wegnimmt, leicht zu transportieren ist und optisch nicht weiter störend auffällt. Die exakten Maße betragen 42 x 17,3 x 9,7 Millimeter. Mit einem Gewicht von gerade einmal acht Gramm ist der Stick außerdem beinahe federleicht.

Die Verarbeitung des Sticks ist hochwertig, er besitzt ein Aluminiumgehäuse. Er hat sich im Test als Alltagseinflüssen gegenüber robust erwiesen und übersteht auch einen durchschnittlichen Transport problemlos. Dank der robusten Bauweise sollte er auch eine wenig fachgemäße, weitgehend schutzlose Lagerung auf dem Schreibtisch oder in einer Schublade ohne Probleme überstehen.

Genutzt werden kann der USB-Wandler im Übrigen ohne jedes Problem: Er wird einfach in die USB-Buchse des Ausgabegeräts gesteckt und dann per Klinken- oder TRRS-Stecker mit dem Headset verbunden. Nach dem Einstecken kann er sofort – ohne weitere Maßnahmen – verwendet werden. Die absolut simplen Verbindungsmöglichkeiten und die Funktionalität nach dem Plug-and-Play-Konzept dürften Gamern, die häufig auf Turnieren oder LAN-Partys anzutreffen sind, entgegenkommen. Sharkoon beweist damit, die Bedürfnisse seiner Zielgruppe zu kennen und auf sie eingehen zu können. Wir möchten die unkomplizierte Verwendbarkeit daher als eines der zentralen Merkmale des Gaming DAC Pro S hervorheben und in den Vordergrund stellen.

Technische Details

Auf der technischen Ebene ist festzustellen, dass der Stick eine Abtastfrequenz von bis zu 96 kHz bei 24 Bit sowie eine Ausgangsspannung von zwei Volt bietet. Der Rauschabstand liegt bei 100 Dezibel, Impedanzen werden im Bereich von sechzehn bis 300 Ohm unterstützt.

Auf dem Papier klingt das alles sehr vielversprechend. Wie der Sound in der Praxis ausfällt, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt.

Anschluss USB
Ausgangsspanung 2 V
Impedanz 16 – 300 Ω
Max. Leistung 250 mW
Rauschabstand (SNR) 100 dB
Klirrfaktor (THD+N) 0,002 %
Abtastfrequenz 24 Bit / 96 kHz
Gewicht 8 g
Abmessungen (L x B x H) 42,0 x 17,3 x 9,7 mm
Unterstützte Betriebssysteme Windows, macOS, Linux, Android, PlayStation 4
Preis € 17,99*

Praxistest

Die meisten Gamer schließen ihr Gaming-Headset einfach an den Onboard-Soundchip ihres Mainboards an. Auch wenn die Chips meistens sogar recht ordentlich sind, hat man hier die Einflüsse von Mainboard und Grafikkarte, wodurch schnell ein leichtes Grundrauschen entsteht und die Soundqualität sinkt. Genau hier setzt Sharkoon mit dem Gaming DAC Pro S an. Die Soundlösung wird aus dem PC herausgeholt und die störenden Faktoren somit entfernt.

Wir haben den USB-Sound-Wandler von Sharkoon mit mehreren Headsets getestet und konnten feststellen, dass das Sounderlebnis sich tatsächlich deutlich verbessert. Vom Gaming DAC Pro S können sicher keine Wunder erwartet werden, denn es hängt auch immer vom verwendeten Kopfhörer oder Headset ab, doch die die Soundausgabe der Mini-Soundkarte ist astrein und sauber. Im Vergleich zum Onboard-Soundchip wird der Klang somit detaillierter und insgesamt um einige Niveaustufen angehoben. Wir waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Fazit

Aus einem unterdurchschnittlichen Standard-Kopfhörer wird kein High-End-Soundsystem werden. Der Gaming DAC Pro S sorgt jedoch für sehr passable Soundwiedergabe und bietet eine deutlich bessere Audioqualität als Onboard-Soundchips. Er ist vor allem für Menschen, die nur wenig Geld in ihre Ausstattung investieren, aber dennoch ihre Soundqualität verbessern möchten, eine sehr gute Wahl. Ferner überzeugt er durch seinen robusten und platzsparenden Aufbau sowie durch die Plug-and-Play-Verwendbarkeit. Uns hat der Sharkoon Gaming DAC Pro S* positiv überrascht.

Sharkoon Gaming DAC Pro S

Verarbeitung
Konnektivität und Funktionalität
Soundwiedergabe
Preis-Leistungs-Verhältnis

Vor allem bei geringem Budget eine sehr gute Wahl und ein deutliches Upgrade zu Onboard-Lösungen.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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ML1984

Öfters hier

274 Beiträge 42 Likes

Schön das es schon USB Soundkarten Sticks mit HiRes Audio Support gibt's :eek:;)

Sehr Guter Testbericht Simon und sehr gute Detaillierte Bilder :-) Gruß Marcel (y);):cool:

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MagicWater

Moderator

165 Beiträge 35 Likes

Es ist schwierig, eine gute und kleine USB Soundkarte zu finden. Die meisten günstigen Produkte nutzen 0815 Chips. Jedoch kann man zweimal die selbe USB-Soundkarte kaufen, welche jeweils einen anderen Soundchip nutzen. Sharkoon bietet hier somit ein Nischenprodukt an.
@Simon Kannst du was zur Mikroqualität sagen? Ggfs. wäre die kleine Soundkarte was für mein Modmic. Kann per Y Splitter ein Mikro und Kopfhörer gleichzeitig genutzt werden?

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Simon

Administrator

5,498 Beiträge 4,194 Likes

High-End ist die natürlich auch nicht, aber für 30 Euro auf jeden Fall brauchbar und schon eine deutliche Verbesserung zu vielen Onboard-Lösungen. Mikrofon geht auch, es handelt sich um einen vierpoligen Anschluss. Ein Splitterkabel ist aber nicht im Lieferumfang enthalten.

Aufnahmequalität kann ich nicht wirklich was zu sagen, in meiner Umgebung kann ich das nicht wirklich zuverlässig testen. Aber ich vermute mal, dass es sich ähnlich verhält.

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