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SteelSeries Arctis Pro Gaming-Headset im Test

Das SteelSeries Arctis Pro Gaming-Headset ist für den stolzen Preis von 199,99 Euro zu haben. Entsprechend groß sind die an das neue Headset gestellten Erwartungen. Inwieweit es diese erfüllen kann, soll unser folgender Test klären. Hierzu unterziehen wir jedoch nicht nur den Klang einer ausgiebigen Untersuchung, sondern werden auch den Aufbau des Headsets, das Design und den Tragekomfort untersuchen.

Design und Verarbeitung

Nach dem Auspacken präsentiert das Arctis Pro sich schlicht in Schwarz. Farbliche Akzente sind nicht gesetzt. Dies bleibt dem Nutzer, der einen LED-Ring am Rand der Ohrmuscheln beliebig beleuchten kann, selbst überlassen. Ohne diese LED-Beleuchtung wirkt das Headset zurückhaltend und unauffällig, was es für den alltäglichen Einsatz qualifiziert. Wer das Arctis Pro als Kopfhörerersatz verwenden will, wird von der Schlichtheit höchstwahrscheinlich profitieren – in der Öffentlichkeit sollen Headsets meist nicht bunt blinken oder anderweitig durch grelle Farbgebung auf sich aufmerksam machen. Hinsichtlich des Einsatzes im Gaming-Bereich ist wieder auf den LED-Ring zu verweisen, der Individualisierung ermöglicht. Auch das Mikrofon besitzt eine integrierte RGB-LED.

Bei genauerer Betrachtung des Headsets fallen Kombinationen aus mattschwarzem ABS, Rubber-Coating und metallischen Scharnieren auf, die das Headset recht edel wirken lassen. Die Details verraten also, dass SteelSeries durchaus Wert auf ausgezeichnete Materialien und erstklassige Verarbeitung legt.

An der linken Ohrmuschel, in der sich auch das Mikrofon befindet, befindet sich außerdem ein Lautstärkerad sowie eine Taste zum Stummschalten des Mikrofons. Für das Mikrofon lassen sich unterschiedliche Beleuchtungsfarben je nach Status einstellen.

Auffällig ist darüber hinaus die starre Ausrichtung des Kopfbandes. Bei vielen anderen Kopfhörern dient es der Anpassbarkeit an den Schädel des Trägers – nicht so beim SteelSeries Arctis Pro. Hierfür existiert ein eigenes Textilband, das zusätzlich zum Kopfband angebracht ist, und mittels Klettverschluss an die anatomischen Gegebenheiten des Trägers angepasst werden kann. Das Vorhandensein zweier Bänder unterscheidet das Arctis Pro optisch von zahlreichen anderen Headsets.

Tragekomfort

Der Tragekomfort ist entsprechend vom bereits vorgestellten Textilband abhängig. Prinzipiell ist der Gedanke, die Weite des Headsets mittels Klettverschluss zu regeln, recht klug, da so große Flexibilität ermöglicht wird. In der Praxis zeigen sich jedoch Schwächen, die sich auf das Tragegefühl auswirken. So ist das SteelSeries Arctis Pro eindeutig nicht für überdurchschnittlich große Schädel geeignet. Die Flexibilität des Textilbandes bewegt sich naturgemäß in einem begrenzten Rahmen. Dieser Rahmen ist für einige Schädel jedoch schlicht zu klein.

Befestigt sind die Bänder an einem zweiachsigen Gelenk, das sich recht flexibel einstellen lässt und somit in alle Richtung hin angepasst werden kann. Auch diese Idee erweist sich als äußerst praktisch – sie ist jedoch ebenso Limitierungen unterworfen. Insgesamt wäre es also ratsam gewesen, Flexibilität in einem etwas weiteren Rahmen zu ermöglichen. So werden Menschen mit breitem Schädel keine Freude am Arctis Pro haben können, da es schlichtweg zu eng ist.

Bewegen die anatomischen Gegebenheiten des Trägers sich jedoch innerhalb des dem Band Möglichen, ist das Tragegefühl absolut angenehm. Auch die herausnehmbaren Ohrpolster tragen zum Komfort des Headsets bei. Mir hat das Headset sehr gut gepasst und ich war von dem Tragekomfort begeistert.

Aufnahmequalität

Das Mikrofon unterscheidet sich durch seine Achtercharakteristik deutlich von gängigen Headset-Mikrofonen, die meist auf Nieren- oder Kugelcharakteristik setzen. Insgesamt ist die Leistung des Mikrofons zufriedenstellend. Der Mikrofonarm ist ausreichend lang und flexibel, sodass das Mikrofon an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Wird das Mikrofon nicht benötigt, kann es eingefahren werden.

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Hinsichtlich des aufgenommenen Klangs ist darauf hinzuweisen, dass Umgebungsgeräusche, die sich direkt vor dem Mikrofon abspielen, ebenfalls aufgenommen werden und sehr deutlich zu hören sind. Insgesamt ist der aufgenommene Ton jedoch recht deutlich und kann ohne Schwierigkeiten erkannt bzw. verstanden werden.

Klangqualität

Die 40-mm-Neodym-Treiber des SteelSeries Arctis Pro können Frequenzen zwischen 10 Hz und 40 kHz wiedergeben. Damit bieten sie einen erweiterten Frequenzbereich, der über den vieler anderer Headsets hinaus geht. Auch besonders hohe Töne können noch wiedergeben werden. Außerdem wird DTX Headphone:X v2.0 unterstützt, wodurch 7.1 Surround Sound virtuell emuliert werden kann.

Die Klangqualität des Arctis Pro kann zusammenfassend als großartig bezeichnet werden. Der Bass ist enorm tief und sehr klar. Er dröhnt dabei keineswegs unangenehm, sondern wird sehr differenziert und nuanciert wiedergegeben. Musikliebhaber dürfen sich im Bassbereich auf kaum verfälschte Instrumente und sehr gut wiedergegebene tiefe Stimmen freuen können.

Ebenfalls weit überdurchschnittlich fällt die Klangqualität im Mitteltonbereich aus. Der Klang kann als räumlich und weiterhin sehr nuanciert beschrieben werden. Im Musikbereich ist der Mitteltonbereich wieder für einige Instrumente sowie für die meisten weiblichen Stimmen von großer Bedeutung. Darüber hinaus befinden sich die von Spielen erzeugten Klänge zu einem großen Teil ebenfalls im Mitteltonbereich. Die Ausgewogenheit dieses Bereiches stellt für ein Gaming-Headset wie das Arctis Pro also einen klaren Vorteil dar.

Auch die Höhen sind klar. Sie können als neutral bezeichnet werden, was Gaming-Freunden entgegen kommen dürfte, da alle Töne recht natürlich klingen, was naturgemäß angenehm ist. Die räumliche Ortung des Klangs im Spiel dürfte mit dem Arctis Pro indes kein Problem darstellen. Der Klang ist also tatsächlich hervorragend.

Software

Das SteelSeries Arctis Pro kann grundsätzlich an jeder Plattform genutzt werden. Am Computer ist die Verbindung inklusive ChatMix-Steuerung über USB möglich. Hierbei wird auch die RGB-Beleuchtung aktiv und kann über die SteelSeries Engine 3-Software gesteuert werden. Zusätzlich ist jedoch noch einen Klinkenadapter im Lieferumfang enthalten, der den Anschluss an vielen weiteren Geräten erlaubt, die einen Klinkenanschluss bieten.

Eine Registrierung wie etwa beim Arctis 3 ist nicht notwendig, um die SteelSeries Engine 3 zu nutzen. Das Headset wird digital per USB angeschlossen und somit automatisch erkannt. In den Einstellungen findet ihr neben der Beleuchtung auch DTX Headphone:X v2.0, für den virtuellen 7.1-Sound. Außerdem können noch diverse weitere Einstellungen für das Mikrofon und die Treiber vorgenommen werden.

Die Software unterstützt auch verschiedene Profile, die automatisch je nach gestarteter Anwendung gewechselt werden können. Mit speziellen Engine Apps ist außerdem eine Synchronisierung der RGB-Beleuchtung möglich.

Fazit zum SteelSeries Arctis Pro

Das SteelSeries Arctis Pro ist ein hervorragendes Gaming-Headset, das auch Musikliebhabern empfohlen werden kann. Äußerlich zurückhaltend und dennoch edel bietet es besten Klang und ermöglicht damit außergewöhnliche Gaming-Erfahrungen. Abgerundet wird das positive Gesamtbild durch ein stimmiges Mikrofon. Einziger Kritikpunkt ist die Nichteignung für Menschen mit besonders großem Schädel – für die Mehrheit sollte es jedoch ohne Probleme passen.

SteelSeries Arctis Pro

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung

Hervorragend!

Ein absolut empfehlenswertes Gaming-Headset, das auch für Musikliebhaber geeignet ist.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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Das SteelSeries Arctis Pro Gaming-Headset ist für den stolzen Preis von 199,99 Euro zu haben. Entsprechend groß sind die an das neue Headset gestellten Erwartungen. Inwieweit es diese erfüllen kann, soll unser folgender Test klären. Hierzu unterziehen wir jedoch nicht nur den Klang einer ausgiebigen Untersuchung, sondern werden auch den Aufbau des Headsets, das Design und den Tragekomfort untersuchen.
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