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Tulpar Aryond A32 V1.3 Test: Curved-Gaming-Monitor mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis

Hersteller Tulpar ist vor allem für seine Notebooks wie das Tulpar A7 V14.3.1 (unser Test) bekannt, die mit einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Das will man nun auch mit einem Gaming-Monitor bieten und zwar auf 32 Zoll, mit einer QHD-Auflösung und mit 165 Hz. Ob das klappt, klärt unser Tulpar Aryond A32 V1.3 Test.

Technische Daten

Display-Größe 31,5 Zoll
Auflösung WQHD (2.560 x 1.440 Pixel)
Bildschirmaktualisierungsrate 165 Hz
Panel-Typ VA
Bildschirmoberfläche Non-Glare
Bildformat 16:9
Helligkeit 300 cd/m²
Kontrastverhältnis 3.500:1
Bildschirmfarben 16,7 Millionen
Farbraum 122 % sRGB
85 % NTSC
Betrachtungswinkel H: 178° / V: 178°
Krümmung 1500R
Reaktionszeit 2 ms (GtG); 1 ms (MPRT)
Anschlüsse 2x DP 1.2
2x HDMI 2.0
x USB A
Audio 1x Audio out (3,5mm-Klinke)
Integrierte Lautsprecher ja (2x 2 Watt)
Farbe Schwarz
VESA-Aufhängung 100 x 100 mm
Gewicht 6,2 kg
Energieverbrauch 32,0 W
Standby-Verbrauch ≤ 0,5 W
Energieeffizienzklasse F
Preis € 199,00 *

Tulpar Aryond A32 V1.3 Test: Design und Verarbeitung

  • ansprechendes Design
  • RGB-Beleuchtung
  • ordentliche Verarbeitung

Knapp 6,2 Kilogramm bringt der Tulpar Aryond A32 V1.3 auf die Waage. Dabei wartet der Curved-Gaming-Monitor mit einem schwarzen Design samt eloxiertem Finish auf, das auf der Rückseite durch ein futuristisches Muster in Szene gesetzt wird.

An der Vorderseite sticht nur das giftgrün abgesetzte Aryond-Logo am unteren Rahmen ins Auge, während auch der Standfuß mit einem grünen Ring für Farbakzente sorgt. Der Standfuß verfügt über einen Durchgang für Kabel an der Unterseite, während die Strippen zentral an der unteren Rückseite verbunden werden.

Ganz rechts am Rand findest du einen Power-Button, der als Vier-Wege-Joystick agiert und die Bedienung des Monitors ermöglicht. Auffällig sind zudem die im Finnen-Design gehaltenen Lautsprecher links und rechts an der Rückseite, während unten zwei Luftauslässe positioniert sind.

In den spitz zulaufenden Schächten hinten sitzt zudem die RGB-Beleuchtung des Monitors, die in verschiedenen Farben erstrahlt. Das schlichte und gleichzeitig futuristisch anmutende Design gefällt, die Verarbeitungsqualität des Tulpar Aryond A32 V1.3, gemessen am Preis, voll in Ordnung. Wirklich hochwertig wirkt gerade der Displayrahmen zwar nicht, auszusetzen gibt es daran aber auch nichts.

Recht simpel gestaltet sich die Inbetriebnahme. Hierzu musst du einfach den Standfuß und Sockel mithilfe dreier beiliegender Schrauben verbinden und den Standfuß dann an die dafür vorgesehene Halterung an der Rückseite einsetzen. Oder du entscheidest dich für eine Wandmontage, was mittels VESA 100×100 Bohrung ebenfalls kein Problem ist.

Anschlüsse, Ausstattung und Bedienelemente

  • 165 Hz
  • ordentliche Anschluss-Auswahl
  • Tadellose Bedienung mittels Joystick

Die Auswahl an Anschlüssen des Tulpar Aryond A32 V1.3 geht in Ordnung. Neben einem Kensington-Lock Anschluss an der Rückseite verfügt der Gaming-Monitor über HDMI 2.0, zwei Mal DisplayPort 1.2, einen USB-A-Anschluss, einen 3,5-mm-Klinkenanschluss für die Verwendung von Kopfhörern oder Headsets und den obligatorischen Stromanschluss.

Alles also nicht die neuesten, modernsten Standards, doch das ist bei dem Preis auch nicht zu erwarten. Die vollen 165 Hertz, die der Monitor erreicht, gibt es entsprechend nur per DisplayPort-Anschluss. Bei HDMI 2.0 musst du dich mit 144 Hz begnügen.

Tulpar integriert zudem zwei 2 Watt starke Lautsprecher, die eine ordentliche Lautstärke und einen brauchbaren Klang realisieren. Als Notlösung sicherlich nicht schlecht, echte Lautsprecher oder ein Headset ersetzen sie natürlich aber nicht.

Bedient wird der Monitor über den Vier-Wege-Joystick an der Rückseite. Durch ein Drücken wird der Monitor aktiviert, außerdem gelangst du so ins On-Screen-Display, um zusätzliche Einstellungen vorzunehmen. Mit den vier Richtungen kannst du beispielsweise schnell auf verschiedene Bildprofile zugreifen oder die Bildquelle wählen.

Ausstattung und Ergonomie

Der Tulpar Aryond A32 V1.3 kommt mit einer 1500R-Krümmung daher und will so für zusätzliche Immersion sorgen. Geboten wird eine WQHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln auf einer Bilddiagonale von 31,5 Zoll und das, wie gesagt, bei maximal 165 Hertz. Starke Spezifikationen also für den Preis von rund 300 Euro.

Tulpar setzt auf ein VA-Panel, das entsprechend mit einem hohen Kontrastverhältnis von 3.500:1 punkten will, die maximale Helligkeit beziffert der Hersteller auf 300 cd/m² – das ist in Ordnung, aber nicht weltbewegend. HDR gibt es natürlich entsprechend nicht, auch wenn HDR 10 unterstützt wird.

Die Augen schon der Monitor durch seine Anti-Flicker-Technologie und den Blaulichtfilter, während sich die Reaktionszeit mithilfe von Overdrive auf 2 Millisekunden reduzieren lässt. Die MPRT-Reaktionszeit hingegen liegt bei nur einer Millisekunde.

Hinsichtlich der Ergonomie lässt sich der Monitor über den Standfuß um neun Zentimeter auf- und abbewegen, um 30 Grad nach links und rechts drehen, sowie zwischen -5 Grad und 20 Grad neigen. So findet garantiert jeder die richtige Position. Die Einstellung geht angenehm leicht vonstatten, ohne dabei zu leichtgängig zu sein.

Die Bildqualität des Tulpar Aryond A32 V1.3

Die Bildqualität des Gaming-Monitors Tulpar Aryond A32 V1.3 habe ich mithilfe des Datacolor SpyderX Elite-Messgerätes, sowie im Praxis-Test und weiteren Probeläufen getestet. Hier muss ich jedoch dazu sagen, dass du bei den Voreinstellungen zunächst einmal etwas Hand anlegen solltest.

In der werksseitigen Konfiguration mangelt es den Farben etwas an Brillanz und auch die Schärfe fällt etwas zu gering aus. Beides kannst du allerdings schnell und einfach innerhalb des OSD anpassen, was die Bildqualität spürbar verbessert.

Zudem verfügt der Monitor über insgesamt sieben Profile wie Standard, Film, Foto, sowie für verschiedene Spiele-Genres, mit denen das Bild entsprechend des Materials etwas angepasst werden kann. Drei benutzerdefinierte Profile lassen sich zudem anlegen und mit deinen präferierten Einstellungen speichern. Erfreulicherweise erreichte uns das Monitor ohne Pixelfehler oder Lichthöfe, was einen positiven Ersteindruck hinterlässt.

G-SYNC wird allerdings, entgegen der Angabe des Herstellers, nicht unterstützt. Weder per HDMI noch via DisplayPort ließ sich der A32 in der NVIDIA Systemsteuerung aktivieren.

Labortest

Im Labortest erreicht der Tulpar Aryond A32 V1.3 ein recht gutes Ergebnis. Bei der Farbraumabdeckung hat der Hersteller nicht zu viel versprochen: der sRGB-Farbraum wird vollständig abgedeckt, 86 Prozent AdobeRGB und 91 Prozent des DCI-P3-Farbraums sind für einen Gaming-Monitor ebenfalls gute Werte, dank der er sich auch für die eine oder andere kreative Arbeit eignet.

Tulpar Aryond A32 V1.3

Nicht vollends überzeugen kann hingegen die Tonwertdarstellung, denn hier weicht die Kurve mit eingestelltem Gamma 2.2 doch recht stark von der Vorgabe ab.

Tulpar Aryond A32 V1.3

In der Spitze erreicht der Monitor laut Test eine Helligkeit von 297,5 cd/m² und damit nicht ganz den angegeben Wert. Auch beim Kontrastverhältnis kommt man mit 2.240:1 nicht ganz an die Versprechungen heran, überragt ein IPS-Panel aber dennoch um Längen.

Tulpar Aryond A32 V1.3

Sehr gut gefällt mir hingegen die Homogenität der Farben, die – je nach Helligkeit – maximal um DeltaE 3,6 von der Vorgabe abweicht und das auch nur in der unteren rechten Ecke. Das sind Werte, die normalerweise nur deutlich teurere Displays erreichen.

Die Gleichartigkeit der Ausleuchtung, also die Luminanzhomogenität, liegt mit maximal 20 Prozent Abweichung im unteren linken Rechteck ebenfalls auf gutem Niveau. Zum Vergleich: ein Philips 32M1N5800A (unser Test) ist mehr als dreimal so teuer wie das Tulpar-Modell und kommt etwa auf dieselben Werte.

Die Farbtreue ist werksseitig ebenfalls ordentlich vorkalibriert. Durchschnittlich erreicht der Monitor hier einen Wert von DeltaE 3,79, während die Werte zwischen 0,82 und 10,01 in der Spitze variieren. Das ist okay, kann aber noch verbessert werden, wenn du selbst Hand anlegst. Alles in Allem rangiert das Bild des A32 im Labortest auf gutem Niveau. Doch wie sieht es in der Praxis aus?

Tulpar Aryond A32 V1.3

Praxistest

Wenn du, wie erwähnt, etwas an den Bildeinstellungen herumspielst und beispielsweise Farben und Schärfe erhöhst, gibt der Tulpar-Monitor in der Praxis ebenfalls eine gute Figur ab. Die Texte sind scharf, die Kontraste gut. Bei Office-Aufgaben und dem Konsum von Medien leistet sich der Monitor keine Patzer.

Beim Spielen hingegen fällt, selbst auf der höchsten Overdrive-Einstellung, bei besonders schnellen Bewegungen wie in Rennspielen ein konstantes Ghosting auf. Das liegt allerdings noch im Rahmen und ist nicht außergewöhnlich ausgeprägt. Bildausfälle beim Wechsel der Overdrive-Einstellungen, wie wir sie bereits bei anderen günstigen Monitoren beobachtet haben, gab es erfreulicherweise keine.

Tulpar Aryond A32 V1.3

Mit Energieeffizienzklasse F und einem Stromverbrauch von 32 kWh / 1000 Stunden ist der Tulpar Aryond A32 V1.3 nicht unbedingt der effizienteste Monitor, was du beim Kauf im Hinterkopf behalten solltest. Zudem wird das Netzteil im Betrieb recht warm.

Tulpar Aryond A32 V1.3 Test: Fazit

Einen gebogenen Gaming-Monitor mit 31,5 Zoll Bilddiagonale, WQHD-Auflösung und einer Bildwiederholrate von 165 Hz für rund 300 Euro zu finden, ist ziemlich schwierig. Genau diese Vorzüge vereint der Tulpar Aryond A32 V1.3 in sich, der damit ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis realisiert und sich an Gamerinnen und Gamer richtet, die nach einem guten Monitor suchen, ohne ein riesiges Loch in das eigene Portemonnaie zu reißen.

Natürlich musst du bei der Verarbeitung und Bildqualität ein paar Kompromisse im Vergleich zu deutlich teureren Geräten eingehen. Das Ghosting beispielsweise kann bei schnellen Titeln auf Dauer schon etwas anstrengend werden, die Helligkeit geht nur in Ordnung und auch das fehlende G-SYNC ist schade, ansonsten gibt es aber nicht allzu viel auszusetzen.

Tulpar Aryond A32 V1.3 Test: Silver Award

Tulpar Aryond A32 V1.3

Verarbeitung
Bildqualität
Features
Preis-Leistungs-Verhältnis

85/100

Der Tulpar Aryond A32 V1.3 markiert einen guten Gaming-Monitor mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis und guter Bildqualität.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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