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Wavemaster Base – Kleines Lautsprechersystem im Test

Mit dem schlicht „Base“ getauften 2.0-Lautsprechersystem versucht sich Wavemaster an kleinen Lautsprechern, die trotz ihres moderaten Preises von € 69,80* eine gute Klangqualität bieten sollen. Der Bezeichnung als „Regallautsprecher“ werden die Wavemaster Base auf jeden Fall gerecht, denn in so manchem Regal haben die kleinen Boxen durchaus Platz. Wie es bei der Verarbeitung, dem Funktionsumfang und der Tonqualität aussieht, sehen wir im folgenden Test.

Spezifikationen

Abmessungen pro Box: 160 x 220 x 185 mm
Bauart: 2.0 Stereo
Frequenzbereich: 50 Hz – 22 kHz
Ausgangsleistung: R/L: 15 W + 15 W
Chassis: Hochtöner: 1 Zoll (25 mm), Mylar
Tieftöner: 4,5 Zoll (115 mm), Cellulose-Konus
Eingänge: Cinch, Bluetooth
Ausgänge: 3,5 mm Klinke (Kopfhörer)
Kabel: Verbindungskabel Lautsprecher: 2,5m
Cinch-Kabel: 1,5m
Preis: € 69,80*

Design und Verarbeitung

Wavemaster geht mit den Base-Lautsprechern optisch eher in die Retro-Richtung. Dafür sorgt insbesondere die Stoffbespannung, die grob und mit leichten Farbvarianzen gewebt ist. Beim Korpus setzt das Unternehmen auf einen üblichen MDF-Klangkörper, der an den Seiten in Holzoptik ausgeführt ist.

Diese kommt allerdings nicht durch eine Furnierung, sondern – wie heute oft – durch eine Kunststoffoberfläche, die echtes Holz aber täuschend echt nachbildet. Der restliche Korpus ist komplett in mattschwarz gehalten. Ob einem diese Kombination gefällt ist, wie immer, dem eigenen Geschmack überlassen. Zumindest in unseren Augen ist die Kombination aus grobem Gewebe, Holz und schwarzen Akzenten aber durchaus gelungen.

Die Verarbeitungsqualität der Base ist auf Höhe der Zeit: Die Spaltübergänge sind bei genauem Hinsehen nicht ganz exakt, doch ist das in diesem Preisbereich auch nicht zu erwarten. Optisch und haptisch sind die Lautsprecher somit fast überall tadellos, einzig an der Rückseite des Haupt-Lautsprechers gibt es etwas zu beanstanden: Das Metallterminal hatte bei unserem Modell ein paar feine Kratzer.

Ausstattung, und Aufbau Anschlüsse

Die Wavemaster Base setzen auf eine Kombination aus Hoch- und Tieftöner und können wahlweise über Bluetooth oder ein Paar Cinch-Stecker angeschlossen werden. Alle Anschlüsse und Einstellungsmöglichkeiten sind am rechten Lautsprecher untergebracht. Durch ein vertauschtes Anschließen der Cinch-Anschlüsse kann die Position aber natürlich verändert werden.

Wie üblich befindet sich das Anschlussterminal der Lautsprecher an deren Rückseite. Der Neben-Lautsprecher hat hier nur die beiden Kabelklemmen für das Audiosignal verbaut, die Master-Box bietet hingegen zusätzlich die beiden Cinch-Buchsen, einen Power-Schalter und das Stromkabel. All das ist auf der vorher erwähnten, schwarzen Metallplatte befestigt.

Die drei Drehknöpfe sowie eine 3,5-mm-Klinkenbuchse befinden sich auf der rechten Seite des Lautsprechers. Das ist ein guter Kompromiss zwischen der potentiell störenden Optik, wenn die Bedienelemente an der Vorderseite untergebracht sind, und der schlechten Erreichbarkeit, wenn sie sich an der Rückseite befinden.

Die Klinkenbuchse dient dabei als Kopfhöreranschluss und ist wohl für den Einsatz als am PC gedacht: Stellt man die Lautsprecher so auf, dass man die Bedienelemente gut erreichen kann, so kann man auch einfach Kopfhörer anschließen und muss dazu kein weiteres Kabel auf den Schreibtisch legen. Werden Kopfhörer angeschlossen, so werden die Lautsprecher deaktiviert und der Ton wird über den Anschluss ausgegeben.

Die optionale Buchse ist somit ein nettes Extra, das in manchen Fällen Verkabelungsarbeit spart. Perfekt ist die Funktion allerdings nur, wenn die Lautsprecher und die Kopfhörer eine vergleichbare Ansteuerungscharakteristik aufweisen. Da die Lautstärke in beiden Fällen aneinander gekoppelt ist, muss man sonst immer von Hand nachregeln, wenn man Kopfhörer ein- und aussteckt.

Der oberste der Drehknöpfe ist ein Drehgeber und arbeitet somit digital. Er dient zum Umstellen der Audio-Übertragungsart (Analog ↔ Bluetooth) und zur Lautstärkeregelung. Ein analoger Lautstärkeregler wäre natürlich flexibler gewesen, doch ist diese Umsetzung bei Bluetooth-Lautsprechern gängiger Standard.

Glücklicherweise ist die Lautstärkeregelung auch mit dem Drehgeber fein aufgelöst. Auch bei den Base gibt es allerdings eine kurze Reaktionszeit zwischen dem Drehen des Lautstärkereglers und der tatsächlichen Änderung der Lautstärke.

Als Potentiometer und somit analog ausgeführt sind die Drehknöpfe für die Höhen und die Tiefen, die die Frequenzweiche im Lautsprecher entsprechend anpassen. Beide bieten einen großen Spielraum, so dass der Klang gut an die eigenen Ansprüche angepasst werden kann.

Klangqualität (Analog)

Die Klangcharakteristik der Wavemaster Base hängt, wie bei allen Lautsprechern, stark von ihrer Positionierung im Raum ab. Insbesondere der Bass kann so beeinflusst werden, und das spielt bei den Base auch eine große Rolle.

Werden diese frei im Raum positioniert, haben also keine Wand direkt hinter sich, so ist der Bass ohne Änderungen am entsprechenden Drehregler nur schwach ausgeprägt. Sofern man nicht von Hand nachhilft, mangelt es dem Klang an “Fülle“. Ganz anders sieht es aus, wenn die Lautsprecher “mit dem Rücken zur Wand“ aufgestellt werden. Je nach Distanz wird der Klang so von selbst ideal, oder man muss den Bass sogar etwas zurückdrehen, damit dieser nicht anfängt zu dröhnen.

Sind die Boxen richtig auf- und eingestellt, so bieten die Base-Lautsprecher ein für die Größe und den Preis gutes Klangbild. Der Klang ist voll, detailreich und kann auch im soliden Rahmen Bass bieten. Allzu viel Bass darf man allerdings nicht erwarten, da die Lautsprecher dann mehr zunehmend Details verschlucken – wer sich also das Eigenheim durchrütteln lassen möchte, der ist hier nicht richtig. Mitten und Höhen sind indes auf solidem Niveau, setzen aber keine neuen Maßstäbe.

Die maximal erreichbare Lautstärke ist tadellos: Die Wavemaster Base können problemfrei einen großen Raum mit Klang füllen, ohne dass es zu Verzerrungen kommt. Dem Bass geht dann allerdings schnell die Luft aus, für größere Fest oder dergleichen sind die Wavemaster Base also nur eine Notlösung. Kritik muss sich Wavemaster außerdem für ein leichtes Grundrauschen gefallen lassen. Dieses ist sehr leise und somit nur bei absoluter Stille wahrnehmbar, es hätte aber vermieden werden sollen.

Wiedergabe über Bluetooth

Der Hauptlautsprecher der Wavemaster Base dient zugleich als Bluetooth-Receiver. Die Umschaltung zwischen Analoger- und Bluetooth-Übertragung erfolgt, indem man den Drehgeber eindrückt. Wie üblich zeigt eine LED den aktuellen Status an: Grün für Analog, Blau für Bluetooth und Rot für den Standby-Modus.

Sobald die Lautsprecher im Bluetooth-Modus sind, lassen sie sich, wie gewohnt, über alle Bluetooth-Wiedergabegeräte finden. Sie heißen im Menü „wm BASE“. Nach abgeschlossener Koppelung erfolgt die Tonübertragung wie erwartet. Die Reichweite ist dabei auf dem von Bluetooth gewohntem Niveau: Auch wenn sich das Abspielgerät in einiger Distanz oder beispielsweise im Nebenraum befindet, ist eine unterbrechungsfreie Wiedergabe möglich.

Der integrierte Digital-Analog-Wandler, der bei der Bluetooth-Wiedergabe zum Einsatz kommt, leistet eine anständige, aber nicht beeindruckende Wahrheit. Im Vergleich zu unserer für die Analog-Tests eingesetzten FiiO E10K Olympus 2 gehen doch einige Details verloren, auch wenn das angesichts der Preisdifferenz natürlich gut zu rechtfertigen ist. Dennoch würden wir die Wiedergabe über einen gut umgesetzten Onboard-Sound-Chip vorziehen. Der Bluetooth-Modus ist somit eher etwas für Hintergrundmusik, als für aktives Zuhören.

Fazit

Wavemasters Base-Lautsprecher sind ein solides Gesamtpaket in jeder Hinsicht. Sie bieten an keiner Stelle wirklich herausragende Leistungen, doch angesichts des günstigen Preises schlagen sie sich auf allen Gebieten gut.

Sobald der Bassregler an die Positionierung der Lautsprecher angepasst ist, bieten die Lautsprecher einen vollen Klang, der für erschwinglichen Musikgenuss durchaus zu gebrauchen ist. Über die geringe Größe kann der Klang indes nicht hinwegtäuschen: Wer einen besonders starken Bass möchte, der ist hier, mangels Subwoofer, nicht richtig.

Für den Einsatz am Schreibtisch gefällt uns die Unterbringung der Bedienknöpfe: Die seitliche Positionierung ist noch gut zu erreichen und lässt die Vorderseite der einzelnen Lautsprecher unangetastet. Auch der Kopfhörer-Anschluss dürfte einige Freunde finden: Wenn man ein externes oder gar kein Mikrofon verwendet, spart der Anschluss ein zusätzliches Kabel ein.

Leider haben auch Wavemasters neue Boxen mit einem bei Bluetooth-Lautsprechern altbekannten Problem zu kämpfen: Dass ein Drehgeber anstatt eines Potentiometers zur Lautstärkeeinstellung verwendet wird, wäre noch kein größeres Problem, doch die Latenz zwischen Einstellung und tatsächlicher Änderung ist und bleibt zu hoch. Die Base sind hier zwar unter den schnelleren Vertretern, aber so richtig intuitiv ist die Lösung noch nicht.

Zuletzt bleibt noch ein Punkt, der für Lautsprecher keinesfalls zu vernachlässigen ist: Die Optik. Hier liefert Wavemaster ein in unseren Augen durchaus stimmiges Paket. Natürlich sind die Ansprüche an das Design individuell unterschiedlich, doch führt die grob gewebte Stoffbespannung zumindest in unseren Augen zu einem besonderen, ansprechenden Look. Auf alle Fälle ist das eine elegantere Lösung als die nur allzu gern verwendeten Klavierlack-Elemente.

Unterm Strich lässt sich sagen, dass die Wavemaster Base eine gute Wahl sind, wenn einem das Design und der Funktionsumfang zusagen. Im angepeilten Preisbereich von rund 70 Euro bieten die Lautsprecher einen Klang, der auch mit Modellen ohne optionale Bluetooth-Unterstützung gut mithalten kann.

Wavemaster Base

Design und Verarbeitung
Ausstattung
Klang
Preis-Leistungs-Verhältnis

Kleine Lautsprecher mit solidem Klang und besonderer Optik

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Valentin

Durchgeknallter Vollzeitnerd

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Mit dem schlicht „Base“ getauften 2.0-Lautsprechersystem versucht sich Wavemaster an kleinen Lautsprechern, die trotz ihres moderaten Preises von € 79,80 eine gute Klangqualität bieten sollen. Der Bezeichnung als „Regallautsprecher“ werden die Wavemaster Base auf jeden Fall gerecht, denn in so manchem Regal haben die kleinen Boxen durchaus Platz. Wie es bei der Verarbeitung, dem Funktionsumfang und der Tonqualität aussieht, sehen wir im folgenden Test.

Spezifikationen

Abmessungen pro Box:
160 x 220 x 185 mm

Bauart:
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