PC- & Konsolen-Peripherie

XPG Summoner – Gelungene Gaming-Tastatur mit MX Speed Silver

Mechanische Tastaturen mit RGB-Beleuchtung und Handballenauflage gibt es mittlerweile in zahlreichen Varianten, und auch die Summoner fällt in ebendiese Kategorie. Um sich von der Masse abzuheben, garniert der Hersteller XPG das Paket mit einer gepolsterten Handballenauflage und einem Lautstärkerad. Zudem lässt einem das Unternehmen die Wahl, ob man die Tastatur mit Cherry MX Red, Blue oder Speed-Switches haben möchte. Verlangt werden dafür knapp 105 Euro (aktuell: € 115,00*).

Ob diese Kombination ausreicht um sich am Tastaturmarkt hervorzutun, und wie sich die XPG Summoner in der Praxis schlägt, wird im folgenden Test beleuchtet.

Technische Details (Herstellerangaben)

Abmessungen: 449 x 135 x 44 mm
Gewicht: 951 g
Abmessungen (Handballenauflage): 445 x 88 x 19 mm
Gewicht (Handballenauflage): 191 g
Switches: Cherry MX Speed Silver / Red / Blue
Rollover: N-Key
Abtastrate: 1.000 Hz
Beleuchtung: RGB (Eine LED pro Taste)
Besonderheiten: Lautstärkerad, Gepolsterte Handballenauflage, USB-Anschluss am Gerät

Lieferumfang

Neben der Tastatur selbst legt XPG noch diverses Zubehör bei. Eine magnetische Handballenauflage, ein Tastenentferner und rote Ersatztastenkappen für WASD, die Pfeiltasten und die Windows-Taste sind enthalten. Zudem gibt es eine Anleitung und diverse XPG-Aufkleber.

Design & Verarbeitung

XPG setzt bei der Summoner auf die typische Plate-Mount-Bauweise, bei der sämtliche Switches durch eine Metallplatte in Position gehalten werden. Diese bedeckt dabei zugleich auch die Oberseite der Tastatur. Laut XPG kommt hier sandgestrahltes Aluminium zum Einsatz, das eine glatte, graue Oberfläche aufweist. Auffällig ist zudem der „Knick“, den die Tastatur oben rechts macht, sodass man die Stummschalt-Taste und den Lautstärkeregler leichter erreichen kann.

Beim Layout und dem übrigen Design folgt XPG weitgehend üblichen Konventionen: Die Gehäusewanne besteht vollständig aus mattschwarzem Kunststoff. Besonderheiten, wie beispielsweise einen Kabelkanal oder eine zweistufige Höhenverstellung, sucht man hier allerdings vergeblich. Dafür gibt es aber einen USB-Steckplatz an der Rückseite der Tastatur, der über ein zweites Kabel mit dem PC verbunden wird.

Unser Testmuster setzt auf die Cherry MX Speed RGB Silver Switches, die bereits nach 1,2 Millimetern auslösen. Die Beleuchtung erfolgt dabei durch eine innen verbaute LED, die durch das transparente Kunststoffgehäuse zu sehen ist. Bei den Stabilisatoren für große Tasten setzt XPG auf die Cherry-Variante.

Die von XPG beigelegte Handballenauflage setzt, ebenso wie die Tastatur, auf mattschwarzen Kunststoff als Material. Die eigentliche Auflagefläche besteht hingegen aus einem gepolsterten Kunstlederbezug, den das Bildlogo von XPG ziert.

Die Verarbeitungsqualität der Summoner ist tadellos: Das Gehäuse ist stabil und optisch wie haptisch einwandfrei. Dasselbe gilt für die Handballenauflage, auch wenn diese konstruktionsbedingt nicht sehr verwindungssteif ist. Zudem sind auf der Unterseite die Streben, die der Auflage Stabilität verleihen, gut sichtbar. Da diese im Betrieb versteckt sind, ist das aber kein wirklicher Kritikpunkt.

Praxis & Ergonomie

In der Praxis schlägt sich die XPG Summoner gut, wobei insbesondere die hervorragende Handballenauflage positiv hervorsticht. Aufgrund des gepolsterten Bezugs ist diese ausgesprochen angenehm, und selbst größere Hände haben auf ihr problemfrei Platz.

Da die Tastatur durch die Handballenauflage und die darauf liegenden Hände fixiert wird, ist sie bei uns im Praxiseinsatz nie verrutscht. Zudem konnte uns auch die magnetische Halterung überzeugen, die die Handballenauflage an der Tastatur hält. Diese ist fest genug, sodass sie sich nicht unbeabsichtigt lösen kann.

Das Tippen auf der Tastatur ist, wie von Cherry-Switches gewohnt, ein sehr angenehm: Die Tasten reagieren präzise und wer schon einmal eine mechanische Tastatur unter den Fingern hatte, der wird sich hier schnell einfinden. Das beworbene N-Key-Rollover funktioniert dabei tadellos. Positiv ist uns zudem das Klangbild aufgefallen, denn beim normalen Tippen gibt die Tastatur einen tiefen, aber zugleich nicht zu lauten Klang von sich. Drückt man die Tasten hingegen betont langsam herunter, so sind die verbauten Metallfedern deutlich zu hören.

Auch die Beleuchtung konnte uns im Test überzeugen: Sie ist hell und recht gleichmäßig. Wie üblich werden untere Beschriftungen dabei aber sichtbar schwächer beleuchtet als die Hauptbeschriftungen. Dieses Problem tritt bei allen Tastaturen auf. Ein Fiepen der Ansteuerungselektronik konnten wir nicht vernehmen.

Absolut tadellos ist die Praxis der XPG Summoner dann aber doch nicht, denn leider hat sich das Unternehmen eine kleine Abweichung vom gängigen Standard erlaubt. Die drei Status-LEDs der Tastatur dienen nämlich nicht, wie üblich, zur Anzeige des Numpads, von Capslock und der Rollen-Funktion. Stattdessen zeigt die dritte LED statt der Rollen-Funktion den Game-Mode an, der die Windows-Taste sperrt. Zwar kann man „Rollen“ auch weiterhin verwenden, doch muss man eben immer ausprobieren, in welchem Zustand man sich gerade befinden. Sonderlich tragisch ist das nicht, insbesondere da die Rollen-Funktion ohnehin nur von wenigen verwendet wird. Wer die Funktion oft benutzt, der sollte diesen Punkt aber bedenken.

Software & Konfiguration

Natürlich bietet XPG für die Summoner auch eine Software an, mit der die Konfiguration übernommen werden kann. Diese heißt Prime und wird derzeit als Beta vertrieben. Das Programm ist schnell installiert und verfügt über ein modernes UI. Über dieses können diverse vorgefertigte Beleuchtungseffekte ausgewählt, Tastenbelegungen angepasst und Makros erstellt sowie konfiguriert werden. Die Makros dürfen dabei maximal 64 Aktionen, also 32 Tasteneingaben enthalten.

Über die Canvas-Funktion bietet die XPG Summoner zudem eine Möglichkeit, um die Beleuchtung direkt über die Software zu steuern. In diesem Modus können die einzelnen Lichteffekte gleichzeitig auf verschiedene Tasten gelegt und somit kombiniert werden. Achtung: Die unterste Ebene hat die höchste Priorität – das kann anfangs für Verwirrung sorgen.

Am Funktionsumfang der Software gibt es nichts zu bemängeln: Die üblichen Funktionen werde alle komplett abgedeckt, und die Bedienung geht gut von der Hand. Lediglich auf den Registrierungs-Hinweis, der einem bei jedem Programmstart angezeigt wird, hätten wir gerne verzichten können. Besonders detailverliebte Nutzer dürften zudem das fehlende SDK vermissen. Für die allermeisten Kunden ist das aber kein Nachteil.

Alternativ kann man die Konfiguration der Tastatur auch direkt am Gerät vornehmen. Zu diesem Zweck hat XPG der Summoner einer FN-Taste spendiert. Über diese kann man einen Lichteffekt auswählen und die Helligkeit in vier Stufen variieren. Auch die Aufnahme von Makros ist so möglich. Die entsprechenden Befehle können schnell erlernt werden, zudem sind sie in der Anleitung übersichtlich dargestellt.

Fazit

Für die meisten Tastaturen ist es schwierig, sich eindeutig von der Masse abzuheben. Meist hängt die Beste Wahl schlicht an schwankenden oder subjektiven Faktoren wie der Optik oder dem aktuellen Preis.

Dasselbe trifft auch bei der XPG Summoner zu: Das Kernpaket ist ähnlich zu dem vieler anderer Tastaturen, vom Rest hebt sie sich lediglich durch einige Akzente ab. Konkret sind das das Lautstärkerad, der USB-Port am Gerät und, besonders wichtig, die Kunstleder-Handballenauflage. Letztere ist für uns das größte Feature der Tastatur, denn die Lösung ist ausgesprochen bequem und sorgt auch nach langer Zeit für ein ermüdungsfreies Tippen.

Bei den übrigen, üblichen Punkten wie beispielsweise dem Tippgefühl, der Beleuchtung und der Verarbeitungsqualität liefert die XPG Summoner durchgehend ein rundes Bild ab, hier gibt es kaum etwas zu kritisieren. Wir hätten uns lediglich noch eine eigene LED für die Rollen-Funktion gewünscht, die bei der XPG Summoner durch den Game Mode ersetzt wurde.

Für den Abschluss bleiben also Optik und Preis. Während ersteres eine Geschmacksfrage ist, kann der Preis, zumindest zum Testzeitpunkt, überzeugen. Mit 105 Euro (aktuell: € 115,00*) ist die Summoner die derzeit zweitgünstigste Tastatur mit MX Speed Silver Switches. Gegenüber dem leicht günstigeren Modell bietet sie den zusätzlichen USB-Port und die gepolsterte Handballenauflage. Zumindest wer also Wert auf Cherrys Silver-Switches legt, der macht mit der XPG Summoner auf jeden Fall keinen Fehler. Bei den übrigen, weiter verbreiteten Switch-Typen gilt es hingegen, den Preis anzuschauen, denn hier ist viel Bewegung am Markt. Doch auch dort dürfte sich das Gesamtpaket, das die XPG Summoner bietet, gut behaupten.

XPG Summoner

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

93/100

Gute Tastatur mit hervorragender Handballenauflage

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Valentin

Durchgeknallter Vollzeitnerd

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Mechanische Tastaturen mit RGB-Beleuchtung und Handballenauflage gibt es mittlerweile in zahlreichen Varianten, und auch die Summoner fällt in ebendiese Kategorie. Um sich von der Masse abzuheben, garniert der Hersteller XPG das Paket mit einer gepolsterten Handballenauflage und einem Lautstärkerad. Zudem lässt einem das Unternehmen die Wahl, ob man die Tastatur mit Cherry MX Red, Blue oder Speed-Switches haben möchte. Verlangt werden dafür knapp 105 Euro (aktuell: € 113,48).
Ob diese Kombination ausreicht um sich am Tastaturmarkt hervorzutun, und wie sich die XPG Summoner in der Praxis schlägt, wird im folgenden Test beleuchtet.
Technische Details (Herstellerangaben)

Abmessungen:
449 x 135 x 44 mm

Gewicht:
951 g

Abmessungen (Handballenauflage):
445 x 88 x 19 mm

Gewicht (Handballenauflage):
191 g

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Cherry MX Speed Silver / Red / Blue

Rollover:
N-Key

Abtastrate:
1.000 Hz

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