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AlphaESS BlackBee 1000 Test: Die Powerstation-Premiere

Besitzer von Powerstations wurden vor ein paar Jahren noch müde belächelt. Mittlerweile sind die Powerbanks im Großformat aber auch in der breiten Masse angekommen. Gründe dafür gibt es viele. Zum einen wird es immer beliebter, in heimischen Gefilden mit Camper oder Van Urlaub zu machen. Die kompakten Akkuspeicher gelten in diesem Fall als praktische Stromquelle für alle erdenklichen Elektrogeräte. Weiterhin sorgen die gegenwärtig explodierenden Energiekosten dafür, dass sich viele Menschen mehr Unabhängigkeit von der herkömmlichen Stromversorgung wünschen. Da sich die Akkus moderner Powerstations mithilfe von passenden Solarpaneelen ohne externe Stromversorgung aufladen lassen, dürften auch Stromausfälle kein Problem mehr darstellen. Im AlphaESS BlackBee 1000 Test wollen wir heute mal einen genaueren Blick auf ein derartiges Notstromaggregat 2.0 werfen. Dabei nehmen wir nicht nur Leistung, sondern auch Bedienkomfort unter die Lupe.

Powerstations werden immer beliebter

Bei der BlackBee 1000 handelt es sich um eine Premiere von AlphaESS. Zwar kennen wir das Unternehmen als Experten für smarte Speicherlösungen. Eine Powerstation in diesem Format hat der Hersteller selbst allerdings noch nicht in den Handel gebracht. Dies kommt nicht von ungefähr. Angesichts der rasant steigenden Nachfrage nach Akkuspeichern, die Portabilität mit satter Kapazität kombinieren, steigt nun auch AlphaESS in dieses Segment ein.

alphaess blackbee 1000

Kenner im Bereich der Batterieherstellung werden wissen, dass das Unternehmen seine Expertise im Bereich unterschiedlicher Akkulösungen begründet. So gehört AlphaESS neben Huawei und Tesla beispielsweise zu den Big Playern im Bereich der Heimsolartechnik. Dass das auch im Kleinformat geht, möchte der Hersteller nun mit seiner Powerstation unter Beweis stellen. Ein praktischer Vorteil der BlackBee 1000 ist, dass sie ihren Nutzer theoretisch unabhängig von der heimischen Stromversorgung macht. Schließlich lässt sie sich mithilfe passender Solaranlage aufladen.

Technische Daten

Nennkapazität 1.000 Watt
Netzanschlüsse 12 Anschlüsse
Batterietyp Li-Ionen-Akku mit 1.036 Wh
Umgebungstemperatur 0°C bis 40°C (Laden)
-10°C bis 40°C (Entladen)
Maße und Gewicht 340 x 255 x 270 mm und 10,2 kg
DC-Eingang 12 – 24 V (max. 180 W)
USB-C-Eingang PD100 W (5 V / 3 A; 9 V / 3 A; 12 V / 3 A; 15 V / 3 A; 20 V / 5 A)
Nennausgangsleistung 1000 W
Spitzenausgangsleistung 2000 W
AC-Ausgang 230 V / 50Hz
AUX-Ausgang 1 * 12 V / 10 A
USB-C-Ausgang Ausgang 1: PD100 W (5 V / 3 A; 9 V / 3 A; 12 V / 3 A; 15 V / 3 A; 20 V / 5 A)
Ausgang 2: 5 V / 3 A
USB-A-Ausgang Ausgang 1: 5 V / 2,4 A
Ausgang 2: 5 V / 2,4 A
Kabellose Ladefunktion 2x Kabelloses Laden (je 10 W)
Preis € 599,00 * (-25% Amazon-Gutschein Basic111 bis 19.02.23 23:59)

Lieferumfang

alphaess Blackbee 1000

In der Verpackung befindet sich nicht nur die AlphaESS BlackBee 1000 selbst. Obendrein legt der Hersteller die passenden Ladekabel (USB-C auf USB-C, Auto-Ladekabel, Netzteil inkl. Ladekabel) bei. Abgerundet wird das Ganze mit der Bedienungsanleitung sowie Garantiekarte.

AlphaESS BlackBee 1000 Test: Design und Verarbeitung

  • Farbgebung erinnert an Biene
  • Tolle Verarbeitung
  • Quaderform mit abgerundeten Ecken
  • Praktischer Tragegriff

Auf den ersten Blick wird klar, dass die AlphaESS BlackBee 1000 eine echte Arbeitsmaschine sein möchte, die allen Herausforderungen gewachsen ist. Dies lässt sich bereits aus dem robusten Gehäuse schließen. Doch auch der Name findet sich im Design wieder. Schließlich erinnert die Kombination aus den Farben Schwarz und Gelb eindeutig an das kleine Insekt. Die Form ist einfach wie zeitlos. Typisch Powerstation kommt die BlackBee 1000 in Form eines Quaders daher. Insbesondere bei der Mitnahme zum Campingausflug erweist sich dies als großer Vorteil. Schließlich lässt sie sich nach guter alter Tetris-Manier problemlos wie ein Tetrisblock im Kofferraum unterbringen.

Ihre Maße von 342 x 264 x 254 mm in Kombination zu einem Gewicht von 10,2 kg sorgen außerdem dafür, dass sie sich bequem von A nach B tragen lässt. Zum Glück spendiert der Hersteller dem Gehäuse abgerundete Ecken. So muss man sich nicht davor fürchten, sich an scharfen Kanten zu stoßen oder schwere Schäden damit zu verursachen. Das Gehäuse sieht aber nicht nur gut aus, sondern ist auch sehr hochwertig verarbeitet. AlphaESS setzt hier zum Großteil auf einen extrem widerstandsfähigen Kunststoff. Den Experten für Speicherlösungen ist es aber irgendwie gelungen, den ansonsten so harten Kunststoff wunderbar griffig zu machen. Das fühlt sich sehr gut an. Die Gummierung an der Unterseite beugt außerdem hin und her rutschen der Powerstation vor.

Eine fleißige Biene

  • 1000 Watt Leistung
  • 1.036 Wattstunden Akkukapazität

Dass die Powerstation im Bienendesign trotz ihrer kompakten Maße erstaunlich viel Leistung bietet, lässt sich bereits am Namen ablesen. So steht die Zahl 1000 für nichts geringeres als die maximale Wattzahl, zu der die BlackBee 1000 im Stande ist. Folglich lassen sich bis zu 1000 Watt Leistung aus den drei Anschlüssen mit jeweils 230 Volt ziehen. Damit spielt sie in etwa auf einem Level mit der EcoFlow River Pro (Test), die 1200 Watt Leistung bietet. Der integrierte Akku bietet eine Kapazität von beachtlichen 1036 Wh. Hier kann die Konkurrenz von EcoFlow mit gerade einmal 720 Wh nicht mithalten. Damit hat sich AlphaESS eindeutig im Mittelfeld der Powerstations positioniert und einen Allrounder geschaffen, der Leistung und Akkukapazität mit einem kompakten Design kombiniert. Ein Blick auf die Konkurrenz macht deutlich, dass es auch anders geht.

alphaess blackbee 1000

So bekommt man mit der EcoFlow DELTA Pro (Test) beispielsweise 4.500 Watt maximale Leistung und 3.600 Wh Akkukapazität. Allerdings wiegt diese dann auch stolze 45 kg. Am anderen Ende der Skala befinden sich dann extrem handliche Powerstations wie die Jackery Explorer 240 (Test), die zwar nur 3 kg wiegt, dafür aber auch nur maximal 400 Watt Leistung in der Spitze bietet. Wer sich weder für das eine, noch das andere entscheiden kann, greift zum Kompromiss in Form der AlphaESS BlackBee 1000. Auch AlphaESS möchte in Sachen Leistung noch eine Schippe drauflegen. So soll auf die BlackBee 1000 die BlackBee 2000 folgen. Bei dieser verspricht der Hersteller dann auch die doppelte Leistung. Im Gewicht wird sich aber auch diese Leistungserhöhung wieder negativ niederschlagen. Führe dir also vor dem Kauf einer Powerstation immer vor Augen, wie mobil der praktische Energiespeicher sein soll.

Großer Scheinwerfer auf der Rückseite bringt Licht ins Dunkel

  • Scheinwerfer mit dreistufiger Lichtstärke

Dass die BlackBee 1000 nicht viel Raum einnimmt, hat nicht nur mit ihren kompakten Maßen zu tun. Auch die Anordnung der Anschlüsse tragen dazu bei. Schließlich positioniert Hersteller AlphaESS diese allesamt an der Front. Das bedeutet, dass man die Powerstation ohne Probleme mit dem Rücken zur Wand aufstellen kann. Doch an der Vorderseite kann man nicht nur die Anschlüsse vorfinden. Obendrein befindet sich hier ein praktisches Display, das Angaben zu den wichtigsten Statusinformationen wie Akkukapazität und gezogene bzw. zugeführte Leistung ausgibt.

Mit Blick auf die Rückseite der Powerstation wird schnell klar, dass diese sich auch auf Baustellen heimisch fühlen dürfte. Schließlich befindet sich hier ein riesiger Scheinwerfer, den AlphaESS in zwei Teile aufgeteilt hat. Das dürfte aber nicht nur in dunklen Rohbauten Licht ins Dunkel bringen, sondern kann auch bequem als Beleuchtung auf dem Campingplatz genutzt werden. Wirklich gemütlich ist das Licht zwar nicht, wenn man aber einmal etwas erkennen muss, ist der Scheinwerfer Gold wert.

AlphaESS BlackBee 1000 Test: Ein Meister der Konnektivität

  • Anschlüsse für bis zu 12 Geräte
  • 2x Qi-Ladefläche auf der Oberseite
  • Externes Netzteil

Damit eine Powerstation auch wirklich praktikabel ist, muss sie vielfältige Anschlussmöglichkeiten bieten können. Und das ist bei der BlackBee 1000 definitiv der Fall. So hast du hier die Möglichkeit bis zu 12 Elektrogeräte zur gleichen Zeit anzuschließen. Die Auswahl der verschiedenen Anschlüsse lässt dabei keine Wünsche offen. So findest du hier zum einen drei klassischen Steckdosen mit 230 Volt. Mithilfe der USB-C-Ports kannst du Smartphone, Laptop oder Bluetooth-Lautsprecher problemlos aufladen.

Richtig cool finde ich, dass AlphaESS hier gleich zwei Qi-Ladeflächen verbaut. Diese ermöglichen ein drahtloses Aufladen des Smartphones mit einer Leistung von 10 Watt. Aufladen kannst du die BlackBee 1000 Wahlweise über Netzkabel, USB-C oder aber auch mithilfe des passenden Solarpanels. Wer möchte kann die integrierten Akkus auch über mehrere Eingänge parallel aufladen.

alphaess blackbee 1000
Das Netzteil ist wirklich groß.

Laut Herstellerangaben soll man den 1036 Wh großen Akku bis zu 1000 Mal aufladen können. In Sachen Langlebigkeit gibt es also nichts zu meckern. Ein wenig Unmut kommt bei mir eigentlich nur ob des Netzteil-Designs auf. Anstatt es in das Gehäuse zu integrieren, setzt AlphaESS hier auf ein externes Design. Das mag die BlackBee 1000 zwar kleiner machen und löst typische Probleme mit der Lüftung, doch schöner hätte ich eine integrierte Lösung mit einfachem Netzkabel gefunden.

AlphaESS BlackBee 1000 Test: Praxistest

In der Theorie klingt die AlphaESS BlackBee 1000 schon einmal nach der perfekten Powerstation. Doch wie schlägt sie sich in der Praxis? Hier kann ich euch beruhigen. Man spürt jederzeit, dass Hersteller AlphaESS seine Expertise im Bereich der Speicherlösungen voll und ganz ausspielen kann. Dies gilt zumindest dann, wenn du herkömmliche Geräte wie Notebook, Smartphone oder Lautsprecher anschließen möchtest. Mit meinen elektronischen Geräten zeigte sich die Powerstation auf jeden Fall zu keiner Zeit überfordert.

Die Angaben, welche AlphaESS auf der eigenen Webseite macht, scheinen diesbezüglich auch zu stimmen. So soll man beispielsweise ein Macbook 12-15 Mal voll aufladen können. Hier dürfte man zu zweit wohl problemlos ein Camping-Wochenende durchhalten können. Sicherlich würde die BlackBee angesichts einer Ausgangsleistung von bis zu 1000 Watt auch problemlos mit einem leistungsstarken Gaming-Rechner klarkommen. Wer hingegen im Handwerk tätig ist und die robuste Powerstation zum Betrieb von stromhungrigem Maschinen verwenden möchte, sollte auf die maximale Ausgangsleistung von 1000 Watt achten.

Hier dürfte die kompakte Powerstation mit dem einen oder anderen sicher überfordert sein. Ein einfacher Schlagbohrer dürfte aber kein Problem sein. Deshalb sehen wir das auch nicht als einen Minuspunkt. Vielmehr gilt in diesem Bereich „what you see is what you get“. Wer mehr Leistung benötigt, muss sich bei einem anderen Anbieter umschauen oder wartet auf die BlackBee 2000.

Kinderleichte Bedienung

Die Bedienung der AlphaESS BlackBee 1000 ist idiotensicher. Hierbei setzt der Hersteller auf Purismus und verzichtet auf viel Schnick Schnack. Beispielsweise wirst du hier keine Smartphone-App vorfinden, wie es die Geräte vom Konkurrenten EcoFlow im Angebot haben. Stattdessen spielt sich alles am Gerät selbst ab. Will meinen, dass du über das Display immer alles im Blick hat. Neben Aus- und Eingangsleistung gibt es hier auch den übrigen Akkustand zu sehen. Touch-Bedienung bekommst du dabei auch nicht. Um das Display einzuschalten, klickst du einfach auf den Info-Button. Nach einigen Sekunden schaltet sich dieses dann automatisch wieder aus. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn du Ausgänge aktiviert hast oder die Powerstation gerade auflädst. Dann bleibt das Display an.

alphaess blackbee 1000

So lässt sich beispielsweise auch bestens planen, wie lange du deine Boxen und Beleuchtung für die Grillparty noch mit der nötigen Energie versorgen kannst. Ich mag diesen puristischen Ansatz. Andere wiederum werden die Spielerei über eine passende App womöglich vermissen. Eine Ausnahme von der unkomplizierten Steuerung gibt es dann aber doch. Und die betrifft ausgerechnet die beiden Qi-Charger, die sich auf der Oberseite befinden. Obwohl diese durch kabelloses Design eigentlich für einen hohen Komfort sorgen sollen, tun sie gegenteiliges, da man sie bei jeder Verwendung zunächst einmal aktivieren muss. Hierfür muss man zweimal auf den Info-Button drücken.

AlphaESS BlackBee 1000 Test: Fazit

Die AlphaESS BlackBee 1000 ist eine hochwertig verarbeitete Powerstation, die mit einem robusten und coolen Design daherkommt. Angesichts ihrer hohen Leistung und ausdauernden Akkukapazität eignet sie sich bestens für heimische Grillpartys, aber auch den wochenendlichen Campingausflug. Die Möglichkeit, sie über Solareingang auch autark vom Strom aufladen zu können, ist überaus praktisch. Ein weiterer großer Vorteil ist sicherlich die Expertise von AlphaESS. Da das Unternehmen sich bestens beim Bau von Speicherlösungen auskennt, darf man hier auch in Zukunft mit einem tollen Support rechnen.

AlphaESS BlackBee 1000
Theoretisch kannst du die AlphaESS BlackBee 1000 auch mit deinem Notebook-Netzteil aufladen. Dann benötigst du aber Ausdauer.

Mit etwa 1300 Euro orientiert sich die BlackBee 1000 ganz klar an der Preisregion der Konkurrenz in dem Segment der Allround-Powerstations. Eigentlich gibt es nur zwei kleine Mankos, die ich persönlich sehe. Zum einen verstehe ich nicht, warum die beiden Qi-Ladeflächen manuell aktiviert werden müssen und zum anderen hätte ich mir ein integriertes Netzteil gewünscht. Die fehlende App wiederum stört mich nicht, könnte aber dem einen oder anderen sauer aufstoßen. Alles in allem handelt es sich um eine sehr gute Powerstation, die für viele Einsatzbereiche bestens geeignet ist.

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AlphaESS BlackBee 1000 Test: Gold Award

AlphaESS BlackBee 1000

Design und Verarbeitung
Hardware
Leistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Die AlphaESS BlackBee 1000 ist eine sehr gute Powerstation, die für viele Einsatzbereiche bestens geeignet ist.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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