Konsumerelektronik, Gadgets & Zubehör

Anker 521 PowerHouse Test – Kompakte Powerstation mit 256 Wh

Powerstations erfreuen sich bereits seit längerer Zeit an großer Beliebtheit, so dass die Auswahl an Herstellern und Modellen stetig steigt. Einer dieser Hersteller ist Anker, das aktuell insgesamt acht Modelle in den Serien 5 und 7 anbietet. Mit der Anker 521 PowerHouse sehen wir uns im heutigen Test das mit unter 220 € günstigste Modell des Line-ups an. Dieses verfügt unter anderem über eine Batteriekapazität von 256 Wh, eine AC-Steckdose und drei USB-Ausgänge mit einer Ausgangsleistung von insgesamt bis zu 398 W und kann unterwegs auch mit Solarmodulen geladen werden. Ob die Anker 521 PowerHouse überzeugen kann und wo sie sich von teureren Powerstations unterscheidet, erfahrt ihr in unserem Test.

Technische Daten der Anker 521 PowerHouse

Batteriekapazität 256 Wh
Nennleistung 20.000 mAh, 12,8 V
Batteriezellen 20x 4.000 mAh LiFePO4 (Lithium-Ionen)
Eingänge DC, USB-C
Eingangsleistung max. 65 W (DC, 11 – 28 V, max. 5,5 A), 60 W (USB-C)
Ausgänge 1x AC, 1x Autoladegerät, 1x USB-C, 2x USB-A
AC-Ausgangsleistung max. 200 W
Autoladegerät-Ausgangsleistung max. 120 W
USB-C-Ausgangsleistung max. 60 W
USB-A-Ausgangsleistung max. 12 W
Ausgangsleistung (gesamt) max. 398 W
Betriebstemperatur 0 °C – 40 °C
Umgebungstemperatur 0 °C – 40 °C
Besonderheiten sturzsicheres Design, LED-Lichtleiste, kompatibel mit Solarmodulen
Abmessungen 14,4 x 21,14 x 21,6 cm (L x B x H)
Gewicht 3,7 kg
Farbe Schwarz
Lieferumfang Powerstation, Ladegerät für Schuko-230 V-Steckdose, Ladekabel 12 V Auto-Zigarettenanzünder, Bedienungsanleitung
Garantie 5 Jahre
Preis € 240,00 *

Lieferumfang

Die Anker 521 PowerHouse kommt in einem weiß blauen Karton mit Trageschlaufe. Auf der Vorderseite findet man neben einer großen Abbildung der Powerstation die Produktbezeichnung, die Batteriekapazität, die maximale Ausgangsleistung und den Steckertyp (EU, UK oder AU). Auf der Rückseite listet Anker die Ausgänge und die zugehörige Leistung noch einmal seperat auf.

Die Powerstation ist gut verpackt und durch Polyethylen-Schaum geschützt. Neben der Anker 521 PowerHouse selbst befinden sich ein Ladegerät für eine 230 V-Schuko-Steckdose, ein Ladekabel für einen 12 V-Auto-Zigarettenanzünder und eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang.

Design und Verarbeitung der Anker 521 PowerHouse

Die Anker 521 PowerHouse ist eher schlicht designt und, abgesehen von der blauen Schrift und der weißen LED-Lichtleiste auf der Vorderseite, vollständig schwarz. An der Oberseite gibt es zudem einen Tragegriff, der an seiner Unterseite Fingermulden besitzt. Dieser ist leider nicht klappbar, wodurch man auf der PowerStation keine Geräte zum Laden ablegen kann. Die Abmessungen von 14,4 x 21,14 x 21,6 cm und das Gewicht von 3,7 kg ähneln den Powerstations anderer Hersteller mit ähnlicher Kapazität. Die 521 PowerHouse zählt damit zu den eher kompakten und leichten Powerstations, wodurch sie sich gut für Ausflüge oder zum Campen eignet.

Durchdachtes Design mit smartem Display

Die Vorderseite bietet ein Display, fünf Bedienelemente und alle Anschlüsse der Powerstation. Das smarte Display gibt die wichtigste Informationen aus und zeigt den Batteriestatus, die aktuell verwendeten Ausgänge, die Eingangs- und Ausgangsleistung sowie die verbleibende Lade- oder Laufzeit an. Außerdem zeigt es auch an, ob der Energiesparmodus aktiv ist und warnt vor zu hohen und zu niedrigen Temperaturen. Direkt unter dem Display befinden sich der Display-Button, der dieses aktiviert und die drei USB-Anschlüsse. Weiter befindet sich links auf der Vorderseite ein Autoladegerät und rechts eine AC-Steckdose. Beide Anschlüsse müssen vor der Verwendung manuell aktiviert werden, ein Button befindet sich jeweils darunter. Unter der AC-Steckdose ist zudem ein Schalter, der den Energiesparmodus aktiviert oder deaktiviert.

Die obere Hälfte der Vorderseite ist damit vollständig durch das Display und die Anschlüsse ausgefüllt. Die Aufteilung wirkt durchdacht und auch die Bedienelemente sind sinnvoll angeordnet, so dass die Zuordnung eindeutig ist. Etwas unter der Mitte befindet sich die weiße LED-Lichtleiste, die über die gesamte Breite des Gehäuses verläuft. Der Ein- und Ausschalter ist links ist die Leiste integriert.

Auf der Rückseite der 521 PowerHouse befindet sich lediglich ein DC-7909-Anschluss zum Laden der Powerstation. Die linke und rechte Seite des Gehäuses sind geriffelt und besitzen Belüftungsöffnungen für den Luft- bzw. Wärmeaustausch. Die Unterseite ist ebenfalls geriffelt, zudem sorgen zwei breite Gummierungen für einen sicheren Stand.

Die Materialqualität und die Verarbeitung der Anker 521 PowerHouse können im Test überzeugen. Das Kunststoffgehäuse wirkt unempfindlich und sehr robust, die Verarbeitungsqualität ist gewohnt gut.

Anschlussmöglichkeiten und Kompatibilität

Die Anker 521 PowerHouse wird über den DC-7909-Anschluss mit bis zu 65 W geladen. Dieser befindet sich auf der Rückseite des Gerätes. Weiter kann die Powerstation über den selben Eingang auch mit Solarmodulen mit einer Ausgangsspannung zwischen 11 und 28 V geladen werden. Anker bietet mit dem 625 Solar Panel selbst ein kompatibles Solarmodul an, das die Powerstation im Idealfall in 4,1 Stunden lädt. Beide Geräte werden auch direkt als Bundle angeboten. Alternativ kann die Powerstation auch mit bis zu 60 W über den USB-C-Anschluss geladen werden. Wem dies noch nicht schnell genug geht, der kann die 521 PowerHouse auch gleichzeitig über das Ladegerät und USB-C laden.

Als Ausgänge stehen eine AC-Steckdose mit einer Ausgangsleistung von maximal 200 W und ein Autoladegerät mit einer Ausgangsleistung von maximal 120 W zur Verfügung. Während das Autoladegerät durch eine Abdeckung geschützt ist, muss man bei der AC-Steckdose auf diese verzichten. Weiter gibt es einen USB-C- und zwei USB-A-Anschlüsse, über die bis zu 60 W bzw. bis zu 18 W (max. 12 W pro USB-A-Anschluss) zur Verfügung stehen. Insgesamt ist die Ausgangsleistung auf 398 W begrenzt.

Praxistest der Anker 521 PowerHouse

Die Bedienung der Anker 521 PowerHouse ist sehr einfach und intuitiv. Angesteckte USB-Geräte werden automatisch erkannt, so dass hier kein weiteres Handeln erforderlich ist. Das Autoladegerät und die AC-Steckdose müssen dagegen manuell über die zugehörigen Buttons eingeschaltet werden. Diese verfügen auch über eine integrierte LED, die signalisiert, ob diese ein- oder ausgeschaltet sind. Das helle Display stellt die wichtigsten Informationen übersichtlich und gut lesbar dar. Dies umfasst unter anderem den den Batteriestatus, der symolisch und prozentual angezeigt wird, die aktuell verwendeten Ausgänge und die Eingangs- und Ausgangsleistung. Weiter wird auch die verbleibende Lade- oder Laufzeit, basierend auf der aktuellen Leistung, in Stunden angezeigt. Bei längeren Ausflügen oder beim Campen lässt sich die verbleibende Kapazität so gut überblicken.

Die LED-Lichtleiste ist durch ihre helle Farbe auch bei wenig Licht gut auffindbar, selbiges gilt für den Button. Das Licht der LED-Lichtleiste ist warm und nicht sehr hell, es kann eher als eine angenehme Beleuchtung zum Campen oder auch als Notbeleuchtung angesehen werden. Drückt man den Licht-Button für 2 Sekunden, beginnt sie das Lichtzeichen SOS zu blinken.

Im Inneren der Anker 521 PowerHouse befinden sich 20 Zellen mit einer Batteriekapazität von insgesamt 256 Wh. Die Batteriekapazität ist damit eher gering, Ankers weitere Modelle 535 und 555 bieten mit 512 bzw. 1.024 Wh deutlich mehr, sind aber auch dementsprechend teurer. Anker verwendet bei allen Modellen der PowerHouse-Serie Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO4), die besonders langlebig und sicher sind. Nach 3.000 Ladezyklen sollen diese noch eine verbleibende Kapazität von 80 % aufweisen und dadurch eine Nutzung über viele Jahre ermöglichen. Weiter sind die Zellen unempfindlicher gegenüber Beschädigungen, ein thermisches Durchgehen, das zu einem Brand oder einer Explosion führt, kann nahezu ausgeschlossen werden.

Ladevorgang und Betrieb

Zum Laden der Anker 521 PowerHouse verwendeten wir sowohl das mitgelieferte Ladegerät als auch verschiedene USB-C-Ladegeräte mit einer Ausgangsleistung von 65 bzw. 20 W. Der Ladevorgang erfolgte in allen Fällen problemlos und das Display zeigte den passenden Input an. Dies gilt ebenfalls für das gleichzeitige Laden über den DC-7909-Anschluss und USB-C, der Input betrug in diesem Fall 125 bzw. 85 W, wodurch die Ladezeit deutlich verkürzt wurde. Diese 125 W stellen auch das Maximum dar.

Im Test nutzten wir die Anker 521 PowerHouse mit verschiedenen Geräten wie unserem Smartphone, einem Notebook, einer Xbox-Konsole und zum Laden weiterer Geräte. Das Laden des Smartphones erfolgte über USB-C zuverlässig mit 18 W, das Notebook nutzte dagegen die vollen 60 W. Auch andere Geräte wurden einzeln und zusammen zuverlässig geladen, im Energiesparmodus schaltet sich die Powerstation zudem anschließend ab. Da die Ausgangsleistung der AC-Steckdose nur 200 W beträgt ist deren Nutzung stark eingeschränkt, Interessenten müssen sich dessen vor dem Kauf bewusst sein. Dies reicht aus, um bspw. ein Notebook oder auch einen sparsamen Desktop-PC samt Monitor vorübergehend mit Strom zu versorgen. Andere Geräte, wie die Bluetti EB3A (Test) bieten hier zu einem moderaten Aufpreis deutlich mehr.

Während die 521 PowerHouse bei geringer Last sehr leise blieb drehte der Lüfter im Test bereits bei nahezu konstanten ~140 W (Betrieb der Xbox-Konsole) regelmäßig laut auf. Störend ist zudem, dass sich dieser periodisch ein- und ausschaltet, statt durchgängig und dafür mit einer geringeren Drehzahl zu laufen. Weiter wären auch vollständig geschützte Anschlüsse für den Einsatz im Freien vorteilhaft.

Anker 521 PowerHouse Test: Fazit

Anker bietet mit der 521 PowerHouse ein günstiges Einstiegsgerät an, das vor allem qualitativ überzeugt. Die Powerstation eignet sich auf Grund ihrer kompakten Abmessungen und des geringen Gewichts sehr gut für unterwegs und besitzt neben einem hellen Display, das eine Vielzahl von Informationen anzeigt, ausreichend viele Anschlüsse. Das Gehäuse der Powerstation wirkt robust und ist gut verarbeitet. Im Inneren setzt man zudem auf besonders langlebige und sichere LiFePO4-Zellen. Dies resultiert auch in einer langen Herstellergarantie von 5 Jahren.

Kritisch sehen wir dagegen die geringe Ausgangsleistung der Anschlüsse. Die AC-Steckdose ist mit einer maximalen Ausgangsleistung von 200 W nur sehr eingeschränkt nutzbar. Der USB-C-Anschluss kann die meisten Geräte zwar problemlos mit Strom versorgen, immer mehr Geräte bieten aber bereits 100 statt nur 60 W. Wem die Batteriekapazität von 256 Wh und die Ausgangsleistung reicht, der bekommt jedoch eine gute Powerstation zu einem attraktiven Preis von unter 220 € (Stand 30.08.2023).

Anker 521 PowerHouse

Verarbeitung
Hardware
Leistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

84/100

Qualitativ gute und kompakte Powerstation mit ausreichend vielen Anschlüssen, die jedoch eine eher geringe Ausgangsleistung bieten.

Philipp Schneider

Ich bin Philipp, interessiere mich schon immer sehr für Technik, bastele gerne an PCs herum und mag es einfach neues zu testen. Aktuell beschäftigen mich neben PCs und Hardware vor allem Themen wie Smart Home und Smartphones, aber auch Heimkino, Konsolen und Gaming. Neben Technik interessiere ich mich vor allem fürs Reisen und Sport.

Ähnliche Artikel

Neue Antworten laden...

Avatar of Basic Tutorials
Basic Tutorials

Gehört zum Inventar

13,889 Beiträge 3,165 Likes

Powerstations erfreuen sich bereits seit längerer Zeit an großer Beliebtheit, so dass die Auswahl an Herstellern und Modellen stetig steigt. Einer dieser Hersteller ist Anker, das aktuell insgesamt acht Modelle in den Serien 5 und 7 anbietet. Mit der Anker 521 PowerHouse sehen wir uns im heutigen Test das mit unter 220 € günstigste Modell des Line-ups an. Dieses verfügt unter anderem über eine Batteriekapazität von 256 Wh, eine AC-Steckdose und drei USB-Ausgänge mit einer Ausgangsleistung von insgesamt bis zu 398 W und kann unterwegs auch mit Solarmodulen geladen werden. Ob die Anker 521 PowerHouse überzeugen kann und wo sie … (Weiterlesen...)

Antworten Like

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"